Beiträge von Der Münsterländer

    Liebes Forum


    eine Patientin setzt rund 10 Tage nach einer Traverso - Longmire - OP einmalig Teerstuhl ab. Notfall - Gastro mit folgendem Befund:


    Z.n. Traverso - Longmire OP - In Inversion darstellbare Hämatinauflagerungen in Höhe der Gastropankreaticostomie, keine aktive Blutungsquelle


    Ansetzen von Pantoprazol p.o.


    Eine andere Blutungsquelle wird nicht beschrieben, eine Koloskopie erfolgte nicht.


    Wie würde man die Blutung korrekt kodieren?


    K91.88 plus K92.1? Oder K91.88 plus T81.0?


    Eine Nahtinsuffizienz bestand ja scheinbar nicht. - Aber wie könnte man den Lokalbefund spezifisch beschreiben? - K31.88 plus K92.1?


    Der ICD K92.1 macht in diesem Fall den entscheidenen Sprung. Unter Bezug auf die DKR 1105d halte ich die zusätzliche Kodierung in diesem Fall für vertretbar.


    Herzlichen Dank und einen schönen 2. Advent


    Stephan Wegmann

    Guten Morgen,


    welcher OPS ist zu kodieren bei folgendem Vorgehen?


    Hautdesinfektion und Lochtuchabdeckung. Lokalanästhesie des Punktionskanales mit 5 ml Xylonest 1 %. Hautinzision. Positionierung eines 15G 6cm Punktionstrokars randständig in die Raumforderung in Leber Segment IVb unter CT-graphischer Kontrolle. Koaxiales Einführung des 16G 11cm Schneidestanzbiopsie-Systems und Entnahme von insgesamt 4 gewebe-tragenden, teilweise fragmentierten Proben.


    Verwende ich hier den 1-442.0 oder 1-845?


    (Plus CT - OPS natürlich)


    Und hat jemand Erfahrungen, ob das beschriebene Verfahren im vergleich zur Feinnadelpunktion als komplexer / invasiver zu werten ist und die Intervention daher kurzstationär durchsetzbar ist?


    Viele Grüße und Dank


    Stephan Wegmann

    Hallo,


    laut Brief erfolgte die Aufnahme mit extern vordiagnostiziertem Pankreaskarzinom mit fraglicher Invasion in den Gallblasenfundus DD Zweitmalignom. Zur histologischen Sicherung erfolgte die Cholezystektomie, sowie die Portimplantation zur adjuvanten Chemotherapie. Ich sehe es auch so - Haupt - Aufwand pro Gallenblase; Intention jedoch maßgeblich durch die Grunderkrankung Pankreas - Ca bestimmt, da ja der Verdacht auf ein infiltrierendes Wachstums bestand. Ich neige noch immer zum Pankreas - Ca gem. spezieller DKR. - Dann aber statt H08C die H08A und eine garantierte MD - Prüfung.


    Hat noch jemand eine Idee?


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann

    Guten Tag,


    danke für die Rückmeldung, - Ich frage mich dennoch, welche DKR hier Anwendung findet. - Haben wir tatsächlich konkurriende Hauptdiagnosen gem. D002u oder sind die erfolgten Behandlungsschritte gem. DKR 0201u nicht in der Gesamtschau Anteile der Tumorbehandlung. - Letztlich stand ja auch eine fragliche Tumorinfiltration durch das Pankreas - Ca im Raum.

    Bzgl. des Pankreas - Befundes erfolgten im Rahmen der Cholezystektomie keine Maßnahmen und es wird auch im OP - Bericht nichts weiteres zum Pankreas beschrieben.


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann

    Guten Morgen,


    Ich würde gerne zu folgender Frage Ihre Meinung erbitten:


    Zuweisung einer Patientin mit unklarer Raufforderung am Gallenblasenfundus und unklarer Verdickung der Gallenblasenwand am Gallenblasenboden bei ex domo vordiagnostiziertem Pankreas - Karzinom zur Klärung Zweitmalignom bzw. fraglicher Invasion des Pankreaskarzinoms in den Gallenblasenfundus. Laparoskopische Cholezystektomie mit dem Befund einer intracolezystischen papillären Neoplasie vom high Grade Typ mit umgebender BillN low grade.

    Zudem Port - Implantation zur geplanten Chemotherapie des Pankreas - Ca.


    Frage HD: Konkurrierende HD oder P - Ca, da die gesamten Maßnahmen als Teilschritte der Gesamtbehandlung des Pankreas - Ca zu bewerten sind?


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann

    Liebe Kollegen,


    kurz vor Jahresschluss ist der vorstehend kodierte Fall leider noch nicht abschließend geklärt, da der zuständige Kollege lange ausgefallen war. Daher reiche ich noch einmal die im Diskussionsverlauf angefragten Informationen nach und bitte um Expertise:


    1.) Der Pathologiebefund ergab kein Rezidiv, der kodierende Kollege hatte den ICD D30.0 als Hauptdiagnose verwendet.


    2.) OP - Verlauf (auszugsweise):


    "Nun folgt die Lösung der Niere, welche kaum noch Fettgewebe hat, überwiegend scharf vom Muskulus Psoas. Analoges Vorgehen nach ventral mit Lösen der Nierenoberfläche vom Peritoneum. Nach kompletter Freipräparierung der Niere stellt sich angedeutet der Parenchymdefekt der ehemaligen OP dar. Dieser befindet sich knapp unterhalb der Nierenmitte. In der Computertomographie stellt sich die fragliche Läsion unmittelbar im Bereich dieser narbigen Einziehung. Von außen ist makroskopisch allerdings kein Tumor zu sehen. Daher Entscheidung zur intraoperativen Sonographie. Auch diese zeigt keinen Hinweis auf eine Strukturveränderung im Vergleich zur normalen Niere. Mit den computertomographischen Bildern wird der intraoperative Befund intensiv abglichen, anschließend erfolgt die Resektion von insgesamt 5 ca. 1 cm durchmessenden Arealen, die jeweils 5 - 10 mm in die Tiefe ziehen. Die kompletten Biopsien werden ohne Abklemmphase durchgeführt".


    Schnellschnitt, kein TU - Nachweis


    Anschließend wird gesamte Nierenvorderfläche mit einem durch das Peritoneum durchzogenen Omentum Majus - Lappen umhüllt ...


    weiterhin verschiedene weitere Maßnahmen der Blutstillung und des Wundverschlusses.


    Sollten noch weitere Informationen notwendig sein, werde ich diese umgehend nachreichen.


    Viele Grüße und Dank


    Stephan Wegmann

    Guten Morgen,


    kann mir jemand bitte einen Hinweis geben, wie sich beim OPS 5-916.a2 =


    Andere Operationen an Haut und Unterhaut: Temporäre Weichteildeckung: Anlage oder Wechsel eines Systems zur Vakuumtherapie: Tiefreichend, an Thorax, Mediastinum und/oder Sternum


    der Begriff tiefreichend definiert? - Reicht hier eine Wunddehiszenz nach Thorakotomie mit Blick auf das freiliegende Sternum aus?


    Oder müsste hier die auf die Wundregion aufgebrachte Vac als an Haut und Unterhaut verschlüsselt werden? - Im Bereich des Sternums ist aber ja letztlich nur wenig Haut / Unterhaut und im konkreten Fall sind diese Schichten ja dehiszent.


    Herzlichen Dank und Grüße


    Stephan Wegmann

    Guten Tag,


    ich würde die Diskussion gerne mit folgender Konstellation erweitern:


    Elelektive Aufnahme zur Resektion von Lebermetastasen bei vor sechs Monaten voroperiertem Rektumkarzinom. Zudem im aktuellen Aufenthalt Rückverlagerung eines doppelläufigen Anus Präter und Port - Entfernung bei angenommenen Port - Infekt. Darüber hinaus keine weitere Therapie in Bezug auf das Rektumkarzinom.


    Gilt hier die in DKR 0201u benannte Konkurrenz von (bereits entferntem) Primarius vs. Metastasen?


    Der Schlichtungsstellenbeschluss ist m.E. nicht einschlägig oder sieht jemand Gründe für eine Anwendbarkeit?


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann

    Guten Morgen,


    wie kodieren die viszeralchirugischen tätigen Kollegen den klassischen laparoskopischen Eingriff bei Hiatus - Hernie nach Toupet ?


    Ich kenne vor allem den OPS 5-448.62 = andere Rekonstruktionen am Magen = Hemifundoplikatio mit Hiatusnaht: Laparoskopisch


    Laut OP - Bericht: LSK, Ösophagusmobilisation, hintere Hiatoplastik, Fundophrenicopexie, Fundoplicatio nach Toupet


    Ist das wirklich alles im o.g. OPS inkludiert?


    Wenn ich die Daten im INEK - Browser anschaue, kommen bei der OP einer Hiatushernie in laparoskopischer Vorgehensweise ja die Mehrzahl der Fälle in die G19C.


    Vielen Dank und Grüße


    Stephan Wegmann