Beiträge von Der Münsterländer

    Guten Tag,


    wie definiert sich eigentlich der Begriff "geminderter Abrechnungsbetrag"? - Dieser beinhaltet meiner Kenntnis nach ja auch die Anteile für Pflege.

    Wird nach MDK - Begutachtung die Gesamtabrechnung entsprechend der Vorgaben des MDK - Reformgesetzes prozentual gemindert, reduziert sich entsprechend auch der Pflegeerlös - Anteil. Ist dem wirklich so?


    Viele Grüße und Dank vorab


    Stephan Wegmann

    Wir haben Probleme bei der Abrechnung von Zusatzentgelten, wenn z.B. ein Stent- UND ein Mikrodrahtretriever verwendet wurden bei der Thrombektomie.

    Bisher haben wir dann die OPS-Kodes 8-836.80, 8-83b.80 und 8-83b.84 und kodiert.

    Leider kommt dann aber nur ein ZE zur Abrechnung in unserem Krankenhausinformationssystem. Genau genommen entstehen zwei Abrechnungsvarianten, die aber beide für sich jeweils nur ein ZE abbilden.

    Die beiden Zusatzentgelte brauchen zur Abrechnung jeweils ihren „führenden“ Kode 8-83b.84 und 8-83b.d sowie den 8-83b.80 als passendes „Pärchen“

    Der Hersteller unseres KIS-Systems meint nun, wir müssten den OPS 8-836.80 zweimal kodieren, weil ein OPS nicht auf zwei ZE´s aufgeteilt werden dürfte!

    Allerdings ist zu befürchten, dass die Krankenkassen (die schließlich automatisierte „Prüfläufe“ zur Identifikation von Auffälligkeiten nutzen) ein „doppeltes“ Kodieren einer Thrombektomie nicht akzeptieren werden. Es wird ja nicht zweimal eine Thrombektomie durchgeführt, sondern nur verschiedenes Material in einem Eingriff verwendet!

    Uns interessiert natürlich sehr, was nun korrekt
    ist. Sprich, ob wir diesen „Workaround“ akzeptieren und die Reaktion der Krankenkassen abwarten müssen. Oder ob nicht doch der KIS-Anbieter einen echten
    „BUG“ im System hat und die Ableitung beider ZE´s möglich machen muss!? Denn z.B. in dem „Kodiertool“ vom Hersteller 3M (360E) werden die beiden ZE´s
    korrekt angezeigt auch wenn der OPS-Kode 8-836.80 nur 1x kodiert wurde!!!


    Viele Grüße und Dank


    Stephan Wegmann

    Guten Morgen,


    ich würde zu diesem Thema die folgende Frage ergänzen:


    Prüfaufrag bzgl. Fallzusammenführung.


    1. Fall grundsätzlich verfristet


    2. Fall fristgerecht angezeigt


    MDK prüft beide Fälle durch.


    Prüfergebnis: Keine Fallzusammenführung nach FPV.


    Darf dann im Anschluss dann noch der 1. Fall isoliert geprüft werden, obwohl dieser als Einzelfall betrachtet verfristet ist?


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann

    Guten Morgen,


    ich benötige einmal Support zum bekannten Thema Adhäsiolyse:


    Stat. Aufnahme mit unklarem Abdomen; ursächlich a.e. paralytischer Dünndarmileus. Nach externer Laparoskopie jetzt erneute Laparoskopie in domo. Hierbei wird das Colon Ascendes exploriert. Um dieses durchführen zu können müßen Teile einer flächigen Adhäsion mit dem Omentum majus mit der rechten Bauchwand mit der bipolaren Schere gelöst werden.


    Laut MDK - Bewertung keine kodierfähige Adhäsiolyse des Darmes, da dieses im Rahmen der Darmexploration = somit zu (primär) diagnostischen Zwecken erfolgte.


    Im Rahmen der OP wurde keine weitere chirurgische Intervention notwendig, bei reichlich Aszites erfolgte eine Lavage mit Drainageneinlag.


    OPS 5-469.21 kodierfähig?


    Unter Bezg auf die LSG Rechtsprechung müsste der OPS m.E. kodierbar sein...


    ( Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 07.12.2017, Az.: L 5 KR 13/17 )


    Viele Grüße und Dank vorab


    Stephan Wegmann


    Liebe Kollegen,


    wer praktiziert aktuell Patienten bei gdrs. als AOP zu erbringenden Interventionen diese präoperativ bei Vorliegen von F - Kriterien (insbesondere fehlende häusliche Versorgung) vorab an die jeweilige Krankenkasse zwecks Kostenübernahmeerklärung für stationäre Behandlung zu verweisen?


    Mit welchem Erfolg?


    Viele Grüße und Dank vorab


    Stephan Wegmann

    Guten Morgen,


    hat jemand schon Erfahrungen damit, das bei einem Dissens die zuständige Krankenkasse aus formellen Gründen ablehnt.


    Wir hatten unmittelbar nach einer MDK - Begehung schriftlich das Nachverfahren beantragt. Nach nunmehr vier Wochen lehnt die KK dieses in der von uns vorgenommenen Form ebenso schriftlich ab. Hierbei werden keine inhaltlichen Gründe benannt, sonder dahingehend argumentiert, dass wir das Nachverfahren nicht per INKA NVI01 Vorschlag eines Nachverfahrens, begündete Stellungnahme (INKA) übermittelt haben. Sicherlich regelt § 11 PrüfVV die (angestrebte) elekronische Übermittlung. § 9 PrüfVv formuliert keine formellen Voraussetzungen für die Datenübermittlung.


    Hat jemand gleiche Erfahrungen?


    Wir bewerten Sie die Rechtslage?


    Da ja das Nachverfahren auf lediglich freier Basis erfolgt, ist die Regelung leider wenig belastbar.


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann

    Guten Tag,


    aktuell erreichen uns immer mehr Ablehnungen für die Kombination Einweisung und Abklärung der stationären Behandlungsnotwendigkeit ==> Abrechnung vorstationär.


    In NRW besteht grundsätzlich auf Basis des Landesvertrages die Möglichkeit der Abrechnung der Abklärungsuntersuchung auf Basis der vorstationären Vergütungssätze.


    Nunmehr wird jedoch seitens der Kostenträger argumentiert, das eben auch eine Abklärungsuntersuchung nachrangig zur vertragsärztlichen Abrechnung sei. In vielen Fällen kann ich diese Argumentation auch nachvollziehen, aber bei Konstellationen, in denen eine zeitnahe vertragsärztliche Versorgung nicht möglich gewesen ist, ist m.E. weiterhin die Abrechnung einer Abklärungsuntersuchung vertretbar.


    z.B. Ausschluss einer Thrombose und / oder Lungenembolie; akute abdominelle Beschwerden mit Notwendigkeit des Ausschlusses einer Appendizitis (Sono, BB, CRP etc.).


    Hat jemand hier ggf. schon Klageverfahren angestrengt? - Wie sind die Erfahrungen bi MDK - Prüfungen solcher Fälle ?


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann

    Liebe Kollegen,


    schon vor fast zehn Jahren wurde in einem Beitrag diskutiert, warum die Erlöse in der DRG T60 bei Versterben des Patienten innerhalb des definierten Zeitraumes sehr häufig nicht im Einklang mit dem tatsächlichen Ressoucenverbrauch stehen.


    Hat jemand hier nähere Informationen? - Tatsächlich ein Kalkulationsproblem? - Gleiches gilt ja auch für Beatmungsstunden, die unberücksichtigt bleiben.


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann