Beiträge von Der Münsterländer

    Guten Tag,


    aus aktuellem Anlass möchte / muss ich diese Diskussion um eine Fragestellung bereichern:


    Stationäre Aufnahme eines Patienten mit dem dringenden Verdacht auf ein Lokalrezidiv eines Nierenzellkarzinoms.


    Die Niere wird offen - chirurgisch über die alte Narbe freipräpariert und dargestellt; aus dem suspekten Befund werden mehrere Areale mit Größen von ca. 1 cm x 0,5 bis 1 cm reseziert. Der OP - Bericht beschreibt "Biopsien bzw. Resektate". - Es erfolgt somit nicht die gesamte Entfernung des suspekten Befundes.


    Histologisch wird erfreulicherweise kein Rezidiv nachgewiesen.


    Kodiert wurde:


    5-552.0Exzision und Destruktion von (erkranktem) Gewebe der Niere: Exzision, offen chirurgisch


    Seitens der KK wird gefordert, hier einen OPS aus Kapitel 1 zu vewenden.


    Schnitt - Naht - Zeit (incl. Wartezeit Schnellschnitt) annähernd fünf Stunden.


    Was trifft zu?


    Viele Grüße und Dank vorab


    Stephan Wegmann

    Guten Tag,


    ich benötige einmal viszeralchirurgischen Rat:


    HD : Blutendes Ulcus duodeni


    Es erfolgte eine u.a. Oberbauchlaparotomie und eine Ulcusübernähung. Um das Ulcus besser einsehen zu können wurde das Duodenum über 7 cm inzidiert.


    Diesbezüglich wurde durch den Operateur der OPS 5-450.0 = Inzision des Duodenums kodiert.


    Meines Erachtens ist der OPS nicht gesondert anzugeben, da gem. DKR P001f im Rahmen der Schaffung eines Zugangs inkludiert ( siehe Hinweise zum OPS 5-469.70)


    Zutreffend oder gibt es da noch Besonderheiten?


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann






    Guten Tag,


    ich benötige den Rat des Forums bei der Festlegung im folgenden Behandlungsfall:


    Stationäre Aufnahme zur Explantation eines Neurostimulators (bei Stuhlinkontinenz) aufgrund eines Abszesses / Phlegmone im Implantationsbereich. - Die Patientin wurde ambulant antibiotisch vorbehandelt, während des Aufenthaltes keine Antibiotikagabe.


    Verwendeter OPS: 5-059.2


    Nun stellt sich die Frage der Hauptdiagnose:


    Bei HD L03.3 bzw. L02.2 wird die DRG 801D angesteuert.


    Bei Verwendung des ICD T85.72 wird die DRG X06B angesteuert. - IM DRG - Report - Browser 2021 finde ich den OPS 5-059.2 nicht unter den dortigen Fällen benannt.


    Unter Bezugnahme auf die DKR D015n müsste doch die konkrete Erkrankung, die zur Explantation geführt hat, als Hauptdiagnose verwendet werden. - Hat jemand die Konstellation schon erfolgreich durchsetzen müssen / können? - Im Browser finde ich bei der DRG 801D weder den ICD als HD noch den OPS als Prozedur gelistet.


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann

    Guten Tag,


    danke für den Hinweis.

    Ich habe gerade noch einmal etwas recherchiert. Auch das Team um Herrn Dr. Zaiß schreibt in der aktuellen Auflage von "DRG - verschlüsseln leicht gemacht" (Auflage 2020; S. 106) zur Anwendung der SOFA - Kriterien:

    Organdysfuktionen, die vorbestehen und/ oder eine andere Ursache haben, dürfen nicht als Kriterium zur Definition einer Sepsis verwendet werden.

    Konkret noch einmal auf meinen Fall: Würden Sie den Bili - Anstieg als SOFA - Kriterium berücksichtigen oder primär als Ausdruck / Begleiterscheinung der Cholezystitis werten?


    Vielen Dank und Grüße


    Stephan Wegmann

    Guten Morgen,


    ich benötige einmal Support bzgl. der folgenden Konstellation:


    Notfallmäßige Aufnahme mit akuten Oberbauchbeschwerden.


    Laut E - Brief ursächlich akute Cholezystitis bei Cholezystholitiasis mit Oberbauchperitonitis und beginnender Sepsis


    Blutkulturen pos. auf E. Coli


    Bei Aufnahme Bili 3,6, ansteigend auf 4,7 am Folgetag


    OP am 2. BT


    Postoperativ (nach Cholezystektomie) moderater Hb - Abfall von initial 15,5 auf 13,7; Thrombozytenabfall von 196000 auf 139000 .


    Für mich stellt sich die Frage der zählbaren Punkte im SOFA - Score.


    Ist das Bili bei einer Cholezystitis als Sepsis - Reaktion zu werten? - Letztlich ist nach verschiedenen Quellen ( z.B. Herold) eine Bilirubin - Erhöhung bei einer (komplizierteren) Cholezystitis auftretend.


    Ich hadere mit der Formulierung "Organdysfunktionen, die durch eine andere Ursache als Sepsis erklärt werden, sind kein Kriterium zur Definition der Sepsis).


    Ist hier die Leber - Reaktion als septisches Organdysfunktion zu werten?


    Hat jemand bzgl. des Thrombozytenabfalls MD - Erfahrungen, ob dieser als septische Reaktion gewertet wird oder der MD das eher als Blutungsreaktion wertet?


    Viele Grüße und Dank vorab


    Stephan Wegmann

    Guten Tag,


    ich würde aus aktuellen Anlass sehr gerne diese Diskussion wieder aufleben lassen und Ihre zwischenzeitlichen Erfahrungen erfragen.


    Konkreter Fall; AV - Block II° als Nebendiagnose, Z.n. Schrittmacherimplantation, aktuell keine spezifischen Maßnahmen wie Sschrittmacherkontrolle o.Ä.


    Nebendiagnose I44.1 oder Z95.0 oder beides?


    Viele Grüße und Dank vorab


    Stephan Wegmann

    Im aktuell vorliegenden Fall wurde im Rahmen der Routineversorgung des Patienten eine pulsoxymetrische O2 - Sättigung von 92 festgestellt, eine arterielle BGA bestätigte die Hypoxie pO2 67 unter Raumluft). Die betreuende Pflegekraft dokumentierte dieses und der Patient erhielt 2 Liter O2 mittels Nasenbrille. Es lagen jedoch keine weiteren Symptome / klinischen Zeichen vor. - Und wie Kollege Merguet zutreffend schreibt, könnte oder wird hier der MD die KDE 37 auslegen, dass eben weitere Symptome notwendig sind.


    Wie sind diesbezüglich die Erfahrungswerte?


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann