Beiträge von C-3PO

    Hallo,


    aber auch ein Antragsformular ist in den - noch unveröffentlichen - Anlagen der Richtlinie. Wie soll man also die Anträge einreichen?

    Und wie gesagt, ist mir auch heute unklar, was § 4.1.4 bedeutet - nur ein anderes Formular oder eine andere Frist?

    Und was sollen die KH sonst bis zum 30.06. einreichen, wenn sie nach § 25 Absatz 1 KHG bis zum 30.06. nicht geprüft werden dürfen?


    Gruß

    Update: Und die Unterlagen sollen in elektronischer Form versendet werden, "in einer Weise (...) die eine angemessene Sicherheit der personenbezogenen Daten nach dem aktuellen Stand der Technik gewährleistet". Das LE-Portal erfüllt offenbar diese Vorgaben. Es sind aber noch nicht alle ans Portal angeschlossen.

    Hallo zusammen,


    wenn ich es richtig verstehe - lt. §4.1.4 wäre bei den bereits in 2020 vereinbarten und abgerechneten OPS einen Antrag auf turnusgemäße Prüfung zu stellen. Im §8.1 steht dazu so viel, dass das KH fristgerecht vor Ablauf der Gültigkeitsdauer des Bescheides einen neuen Antrag stellen soll. Die bisherigen Gutachten haben aber immer nur das Datum beinhaltet, ab wann die Strukturvoraussetzungen erfüllt sind.


    Wann wäre die Gültigkeitsdauer abgelaufen, müsste dann doch in der Anlage 2 bzw. Anlage 3 stehen, oder?

    Oder ist damit gemeint, dass den Antrag "bei fortlaufender Leistungsvereinbarung" (§4.1.1) doch bis zum 30.06.2021 zu stellen ist, und §4.1.4 bezieht sich nur auf ein auszuwählendes Formular?


    Und außerdem - wenn für ein KH nach § 25 Absatz 1 KHG der Zeitraum bis zum 30.06.2021 ausgeschlossen ist, dann wäre ein Antrag bis zum 30.06.2021 sinnlos?


    Fragen über Fragen ...


    Hallo,

    bei mir ist die Situation anders. Ich kenne leider keinen der einen kennt, insofern ist für mich dieser Thread die einzige Informationsquelle zum Thema. Natürlich gab es schon früher Strukturprüfungen und die damaligen Anforderungen sind bekannt, aber eine Vorbereitung auf das Neue im dunkeln ist für mich (leider?) nicht möglich.

    Hallo,


    das ist lt. MHI-RL nicht möglich:

    §4 Strukturelle Anforderungen

    (1) Kathetergestützte Aortenklappenimplantationen (…)

    Satz 3: Der Eingriff kann nicht über Verbringungsleistungen erbracht werden.


    Schauen Sie noch, ob die Konstellation nach Satz 4 für Sie zutreffend werden könnte.


    Viele Grüße!

    wenn sich die Rechnungssumme der DRG durch die nachstationäre Portimplantation nicht erhöht: dann nachstationär, B 1 KR 23/15 R.

    Führt die nachstationäre Behandlung zu einer höheren Rechnung, dann ambulant, B 1 KR 51/12 R.(Hier ging es um nachstationäre Strahlentherapie, wird von den Kostenträgern aber gerne auf die Portimplantation übertragen.)

    Unter dem Stichwort des fiktiven wirtschaftlichen Alternativverhaltens gehen die Krankenhäuser jedenfalls leer aus.

    Hallo zusammen,


    die Argumentation des Urteils B 1 KR 51/12 R (nachstationäre Strahlentherapie) war doch, dass die nachstationäre Behandlung gar nicht erforderlich war, weil stattdessen vertragsärztliche Versorgung ausreichte. Im Urteil B 1 KR 23/15 R hat das BSG aber gerade argumentiert, dass (und warum) eine Portimplantation im Anschluss an die Krankenhausbehandlung als nachstationäre Behandlung zu betrachten ist.


    Die Ausführungen in beiden Urteilen bzgl. der nachstationären Abrechnung betreffen interessanterweise nur die Verweildauerproblematik (Abrechenbarkeit von nachstationären Tagen) und nicht die Festlegung der FPV bzgl. der Kodierung (§ 1 (6)).


    Das Wirtschaftlichkeitsgebot und das Konstrukt „fiktives wirtschaftliches Alternativverhalten“ (B1 KR 29/16 R) beziehen sich in erster Linie auf die Notwendigkeit und den Umfang der medizinischen Leistungen, erst dann folgt die Auswahl der Abrechnungsmodalitäten.


    D.h. entweder war eine nachstationäre Behandlung medizinisch erforderlich, dann müsste aber FPV §1 (6) gelten. Oder war sie nicht, und dann war es eine ambulante Behandlung (auch AOP).


    Es ist offenbar zufälligerweise so, dass eine nachstationäre Portimplantation dann für medizinisch nicht erforderlich gehalten wird, wo der OPS eine höhere DRG triggert. Man kann nur hoffen, dass ein geeigneter Fall mal wieder bei BSG landet.



    Gefäßchirurg: §115a SGB V definiert eine nachstationäre Behandlung ausdrücklich „im Anschluss auf eine vollstationäre Krankenhausbehandlung“ ((1), 2). Auch in FPV §6 steht nichts zur nachstationären Behandlung.

    … Aber das wissen Sie. 😊

    Guten Morgen zusammen,

    FPV §1 (6)

    Satz 5: Soweit und solange vor- bzw. nachstationäre Behandlungen nicht gesondert vergütet werden, sind deren Diagnosen und Prozeduren bei der Gruppierung und der Abrechnung der zugehörigen vollstationären Behandlung zu berücksichtigen (Neugruppierung); dies gilt nicht für Diagnosen und Prozeduren im Rahmen belegärztlicher Leistungen.

    Satz 6: Ergibt sich aus der Neugruppierung eine andere Fallpauschale, ist diese für die Abrechnung sowie für weitere Prüfungen maßgeblich.