Beiträge von Zwart

    Hallo zusammen,

    wenn die Fälle formal nach FPV zusammenzuführen sind, wie im Ausgangsfall unstrittiger Partitionswechsel, oder auch bei gleicher Basis-DRG innerhalb der OGVD, was soll der MD denn daran prüfen? Da geht es doch nicht um medizinische Sachverhalte. Einzig bei der Frage nach FZF wegen möglicher Komplikation innerhalb der OGVD würde ich eine MD-Prüfung erwarten, sofern das nicht schon zuvor im Falldialog geklärt wurde. Da spielt es meiner Meinung nach auch keine Rolle, wie alt die Rechnung des ersten Falles ist, da erst die Abrechnung des zweiten Falls die Fallprüfung auf mögliche FZF auslöst.

    Wenn die Fälle jetzt aus dem Grund, dass man ja 4 Monate Zeit hatte, nicht zusammengeführt werden, wird die KK wohl klagen, mit dem Ergebnis, dass die Fälle zusammenzuführen sind, allerdings kommen dann noch die Anwalts- und Gerichtskosten obenauf.

    Bei unstrittiger FZF aus formalen Gründen und innerhalb der Verjährungsfristen führen wir die Fälle zusammen.

    Gruß

    Zwart

    Hallo Attila,


    der Satzteil "im Krankenhaus erworbene Pneumonie" steht da eben nicht mehr, dieser wurde nach Veröffentlichung der Kataloge gestrichen, siehe auch hier:

    Corrigenda zur ICD-10-GM 2023 (bfarm.de)

    In den gedruckten Katalogen steht es falsch und bei einigen KIS-Anbietern wurde es nicht nachträglich geändert.

    Jede QS-relevante Pneumonie bekommt einen U-Kode, unterschieden danach, ob innerhalb der ersten 48h aufgetreten ( U69.04 ) oder danach ( U69.01 ).

    Gruß

    Zwart

    Hallo rokka,


    es wird nur noch zwischen bei Aufnahme bzw. innerhalb von 48h vorliegend und Nachweis nach 48h unterschieden:


    • U69.01! Anderenorts klassifizierte Pneumonie, die mehr als 48 Stunden nach Krankenhausaufnahme auftritt
    • U69.04! Anderenorts klassifizierte Pneumonie, die entweder bei Krankenhausaufnahme besteht oder innerhalb von 48 Stunden nach Krankenhausaufnahme auftritt

    Diese maximal 90 Tage-Frist existiert nicht mehr. Die ursprüngliche Textfassung für U69.04 war etwas verwirrend, da dort ein vorausgegangener KH-Aufenthalt gefordert wurde, allerdings ohne eine Fristangabe. Der Text wurde mittels Corrigenda um den Jahreswechsel herum geändert. In den Buchkatalogen steht aber daher eine falsche Textfassung, da sie bereits veröffentlicht waren und auch einige KIS-Anbieter haben den Text in ihrer Fassung nicht geändert. In den Online-Versionen des ICD-Katalogs ist aber die korrekte Fassung zu finden.

    Jede Pneumonie, die potentiell einen QS-Bogen auslösen kann, muss daher einen U-Kode angehängt bekommen mit der Unterscheidung kleiner oder größer 48h.


    Gruß

    Zwart