Beiträge von NoWi

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    heute erreichte uns ein Gutachten des MD bezüglich eines tagklinischen Aufenthalts zur Erhaltungs-EKT.

    Bisher werden Erhaltungs-EKTs bei uns regelhaft teilstationär abgerechnet, in seltenen Ausnahmefällen vollstationär.

    Bestrebungen des MD und der Kassen die EKT-Behandlung zu einer ambulanten Leistung herabzustufen bestehen ja schon seit langem.

    Nun versucht der MD anders zu argumentieren:


    "Gemäß Sozialrechtssprechung des BSG (B 3 KR 4/03 R) entspricht dieses Setting eher einem Tagesaufenthalt im Krankenhaus in Abgrenzung zu einer teilstationären Behandlung. Es handelt sich nicht um eine typische psychiatrische oder psychosomatische tagesklinische Behandlung bei der auf Grund der Symptomatik über einen längeren Zeitraum (mehrere Tage bis Wochen) eine multimodale psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung erforderlich war. Formal wird deshalb im Gutachten angegeben, dass die teilstationäre Krankenhausbehandlung nicht erforderlich war.

    Wie die erbrachten Leistungen abzurechnen sind, kann gutachterlich nicht beurteilt werden."


    Wie sind Ihre Erfahrungen hierzu?

    Herzliche Grüße!

    Der Hersteller hat einen vorgefertigen Antrag. Habe ihn mir schon zuschicken lassen, allerdings noch nicht geprüft wie die Qualität ist.

    Herzliche Grüße nach Hannover! Habe an der MHH meine Approbation gemacht. :)

    Hatten wir auch schon im Hinterkopf... Da Risperdal aber ein alter Wirkstoff ist und wir mit dem Aripiprazol-Depot auch nicht erfolgreich waren, denke ich stehen die Chancen ohnehin eher schlecht.

    Die Diagnosestellung ist Aufgabe des Arztes, die Kodierung ist Aufgabe der Kodierfachkraft und hat diese Zweifel, dann besteht Diskussionsbedarf. Wir Medizincontroller werden oft von den ärztlichen Kollegen auf Station zu Rate gezogen mit "Hilfe, was sollen wir dem Patienten geben??". Also Realität und Praxis divergieren da schon oft deutlich... von dem her, kann ich die Frage von Lucifer1982 schon gut nachvollziehen. Entspricht auch unserem Alltag.

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    ich hatte heute eine fachliche Diskussion mit unserem Chefarzt der Gerontopsychiatrie.

    Wir haben im genannten Fall eine Patientin aufgrund einer ausgeprägt wahnhaften Symptomatik aufgenommen und entsprechend behandelt. Es zeigten sich nur leichte kognitive Defizite. Die Kriterien für eine Demenz sind nicht erfüllt. In der durchgeführten Diagnostik (CT, Liquor) konnte die Diagnose Alzheimer-Krankheit gesichert werden und es wurde eine entsprechende Therapie eingeleitet. Andere Ursachen für die organische Symptomatik gibt es nicht.

    Nach ICD 10 ist nur die Demenz ein Exklusivum für die F06.

    Wie würden Sie das fachlich sehen?

    Kann man eine F06 mit einer G30 kombinieren? Und macht es überhaupt Sinn, wenn wir die organische Symptomatik ohnehin auf die Alzheimer-Erkrankung zurückführen?

    HG

    Hallo,


    wir hatten früher ein EKT-Konzept mit 3 stationären Tagen. Fast regelrecht wurde 1 Tag gestrichen, dann 2 und auf teilstationär gekürzt. Mittlerweile führen wir Erhaltungs-EKTs nur noch an einem teilstationären Tag durch (in Ausnahmefällen 2 teil- oder vollstationäre Tag mit medizinischer Begründung) und berechnen die Leistungen vom Vortag ambulant.

    Mfg

    "..., dass alle Falldaten aller Fälle zu einem Gesamtfall zusammengefasst werden."

    Inwiefern sehen Sie hier einen Widerspruch? Auch wenn es zu einem Gesamtfall zusammengefasst wird heißt es ja nicht, dass im zweiten Fall nicht eine Diagnose kodiert werden darf die im ersten Fall noch nicht vorlag?