Beiträge von DRGist

    Guten Tag,


    ich wärme diesen Thread nochmal auf, da sich die Situation nach der Differenzierung von 8-923 in 8-923.0 "Invasiv" und 8-923.1 "Nicht invasiv" neu darstellt. Mir stellt sich nun erst recht die Frage nach der Abgrenzung zwischen 8-923.0 und 8-924. Beide Kodes bilden ein invasives Monitoring der intrazerebralen Sauerstoffsättigung ab, beim einen ist jedoch von der "hirnvenösen" Sättigung die Rede, beim andern von der Sättigung im "Hirngewebe". Vielleicht kann hier ein neurologisch versierter Intensivmediziner mal den Unterschied der beiden Verfahrensklassen darstellen. Vielen Dank im Voraus!


    Mit freundlichen Grüßen,

    B. Liebermann

    Hallo Medman2,


    ohne die L89.14 ergäbe sich in der Basis-DRG A11 kein PCCL von 4, daher würde der Fall eigentlich in die A11I gehen. Diese steht jedoch an Abfrageposition 85 (s. Seite 60 Definitionshandbuch 2017/2019, Band 1). Und vorher kommt an Abfrageposition 81 der Abzweig zur MDC 18B aufgrund der intensivmedizinischen Komplexbehandlung und der T01 bzw. T36-Konstellation (siehe Seite 65 Def.handbuch 2017/2019, Band 1).


    Schöne Grüße,
    B. Liebermann

    Guten Morgen Herr Sommerhäuser,


    auch von meiner Seite herzlichen Glückwunsch zur Volljährigkeit und vielen Dank für die kontinuierliche und zuverlässige Bereitstellung dieser hilfreichen Plattform über einen so langen Zeitraum! Mögen noch viele weitere Jahre folgen!


    B. Liebermann

    Guten Tag,

    ...die entscheidende "Fundstelle" ist das DIMDI: Klassifikationen -OPS -Kodierfragen zum OPS

    https://www.dimdi.de/static/.d…-intensivmedizin-8009.pdf

    Fußnote 3 zum SAPS: "Entsprechender ICD-10-GM Code (Version 2005) muss als Haupt- oder Nebendiagnose kodiert sein"

    die Formulierung in der Fußnote lässt meiner Ansicht nach offen, ob hier eventuell nur der Kode für den Primärtumor gemeint ist, insbesondere da der Singular "Entsprechender ... Code" verwendet wird. Eine metastasierte Neubildung erfordert in der Regel einen Kode für den Primärtumor sowie jeweils einen für jedes von Metastasen betroffene Organ. Und Kodes für Metastasen können bekanntlich nach DKR nicht ohne Kode für den Primärtumor verschlüsselt werden. Wenn es die Intention gewesen wäre, die Punkte dieses Items an einen Aufwand zu koppeln, der spezifisch im Zusammenhang mit einer oder mehreren Metastasen entstanden ist, hätte das DIMDI meines Erachtens hier den Plural gewählt.


    Schöne Grüße,
    B. Liebermann

    Liebe Forumskolleginnen und -kollegen,


    ich greife diesen Thread nochmals auf, da wir festgestellt haben, dass man auch für den Katalog 2018 mit der vom InEK im Abschlussbericht dargelegten Berechnungsmethode zur Sachkostenkorrektur in manchen Fällen nicht auf das ausgewiesene Katalog-Relativgewicht kommt. Als Beispiel sei die DRG T60E aufgeführt:

    • Die durchschnittlichen Sachkosten betragen laut Report-Browser 277,24 €. Geteilt durch die Größe "Berech60" (=3212,19 €) ergibt sich ein Sachkosten-RG in Höhe von 0,086.
    • Die Personal- und Infrastrukturkosten betragen zusammen 2917,78 €. Geteilt durch den Korrekturwert (=2932,96 €) ergibt ein anteiliges RG von 0,995.
    • Beide Teilgewichte addieren zusammen auf ein Gesamt-RG von 1,081, was deutlich von der Katalog-Bewertungsrelation 1,072 abweicht

    Eine denkbare Erklärung wäre, dass die durchschnittlichen Fallkosten pro Kostenmodul, die im Report-Browser ausgewiesen werden, noch die Anteile für über Zusatzentgelte vergütete Leistungen enthalten. Die Ermittlung der Bewertungsrelationen hätte demzufolge auf der Basis einer modifizierten Kostenmatrix stattgefunden, die jedoch nicht veröffentlicht ist - zumindest nicht im Report-Browser. Allerdings müsste dann das Nachvollziehen der BWR-Berechnung anhand der Report-Daten bei fast allen DRGs zu mehr oder weniger großen Abweichungen führen. Insofern kommt mir dieser Erklärungsansatz wiederum nicht sehr plausibel vor.


    Eventuell gibt es auch neben den DRGs mit gezielter BWR-Absenkung noch eine zweite Liste mit DRGs, die von der Sachkostenkorrektur ausgeschlossen sind?


    Vielleicht kann ja jemand hier Licht in das Dunkel bringen :/.


    Viele Grüße,
    B. Liebemann

    Hallo dotcom99,


    da wir gerade ein Tool für derartige Simulationen entwickeln, habe ich diese Problematik bereits vor kurzem für ein nicht-universitäres 1000-Betten-Haus durchgespielt. Im Ergebnis führte die Änderung von 8-98f zu 8-980 dort zu einem Verlust von im Mittel ca. 0,33 Casemix-Punkten (gerechnet über alle Fälle mit intensivmedizinischer Komplexbehandlung), wobei der Effekt in kleineren Häusern möglicherweise anders ausfällt... Wenn Sie Interesse an dem Simulations-Tool haben, können Sie mich gerne per PN kontaktieren.


    Viele Grüße,

    B. Liebermann

    Liebe Forenteilnehmer,


    wie schätzen Sie die Nebeneinander-Kodierung von T86.11 und Z94.0 ein? Hintergrund der Frage ist, dass Z94.0 in einigen Basis-DRGs (z.B. G67) als komplizierende Diagnose gewertet wird, nicht jedoch die T86.1.-. Gegen eine parallele Kodierung spricht, dass die Funktionsverschlechterung des Transplantates natürlich den Zustand nach Nieren-Tx bereits impliziert und die Z94.0 somit keine zusätzliche Information zur Kodierung beisteuert. Für eine parallele Kodierung hingegen spricht, dass die durchgeführte Immunsuppression allein durch den Z.n. Tx bedingt ist, während andere Maßnahmen wie die Diurese, Calciumantagonisten etc. eher auf die eingeschränkte Nierenfunktion zielen (egal ob transplantiert oder nicht). Auch das Exklusivum unter Z94 ("Exkl. Komplikationen bei transplantiertem Organ oder Gewebe") spricht m.E. eher für die gleichzeitige Kodierung.


    Ideal wäre es natürlich, wenn das InEK nächstes Jahr einfach die entsprechenden T86.-Kodes den relevanten Z94-Kodes gleichstellen würde.
    Für Ihre Einschätzung des Sachverhalts schon vorab vielen Dank!


    Schöne Grüße,
    B. Liebermann

    Hallo tweetyCo,


    zu Tight Rope habe ich bei Arthrex nur etwas im Zusammenhang mit Sprunggelenksfrakturen gefunden?! Meinen Sie das hier: Distal Biceps Repair with Tension Slide? Eine Osteosynthese scheint mir dabei nicht im Spiel zu sein, von daher halte ich 5-855.02 für ausreichend (bzw. 5-855.03, falls man als Lokalisation die Insertionsstelle (Radius) wählen mag). Können Sie vielleicht noch einen Auszug aus dem OP-Bericht posten? Vielleicht wird dann klarer, warum Sie auf den Osteosynthese-Kode hinaus wollen...


    Schöne Grüße,
    B. Liebermann