Beiträge von Frings

    Hallo,


    wir würden das als neonatales Abstinenzsysndrom (NAS) mit P96.1 Entzugssymptome beim Neugeborenen bei Einnahme von abhängigkeitserzeugenden Arzneimitteln oder Drogen durch die Mutter verschlüsseln. Eine gute Dokumentation der Entzugssymtomatik (Symptomkontrolle, Finnegan- Score, ärztliche Einschätzung und Ressourcenaufwand) ist hier essentiell.


    Viele Grüße aus Stolberg


    Jörg Frings

    Hallo merguet,


    das ist doch ein schönes Beispiel für den Zusatzkode (mit dem entsprechenden Zusatzentgelt) 5-829.k2 Implantation einer modularen Endoprothese oder (Teil-)Wechsel in eine modulare Endoprothese bei knöcherner Defektsituation und ggf. Knochen(teil)ersatz, Schaftkomponente mit einer dem Knochendefekt entsprechenden Länge und Dicke.

    Der Knochendefekt ist ja im OP- Bericht beschrieben ("findet sich eine proximale Pseudarthrose mit avitalen Knochenfragmenten. Es erfolgt die distale Femurresektion.") und die Prothese ist modular aufgebaut. Der distale Femuranteil ist durch die Prothese mit einem dem Konchendefekt entsprechenden Länge und Dicke ersetzt. Im post-OP- Röntgenbild schön zu sehen.

    Schöne Grüße

    J. Frings

    Hallo Frau Brüning,


    wir führen gerade einen Prozess vor dem LSG in der Frage der Zählbarkeit von Spontanatmungsphasen im Rahmen einer nichtinvasiven Beatmungstherapie. Insofern interessiert mich das Urteil des LSG Baden-Würtemberg brennend. Unter dem von Ihnen angegebenen Datum und der Referenznummer kann ich leider kein solches Urteil im Internet finden. Könnten Sie mir das Urteil per Mail zusenden oder einen Link.


    Vielen Dank und viele Grüße aus Stolberg


    Jörg Frings
    Medizincontrolling
    Bethlehem- Gesundheitszentrum Stolberg

    Liebe Forumsteilnehmer,
    ich habe nochmal eine Frage an alle Pädiatrieexperten:
    für die Kodierung des Komplexkodes 8-89d muss das Kind mehr als 28 Tage, aber unter 1 Jahr (365) Tage alt sein.
    So weit so gut. Wie ist mit dem Kind zu verfahren, dass bei Aufnahme z.B. 24 Tage alt ist und 10 Tage auf der neonatologischen Intensivstation behandelt wird? Darf ich dann ab dem 5. Krankenhaustag scoren (ab diesem Tag ist das Kind auf der Intensivstation älter als 28 Tage) oder zählt generell das Alter bei Aufnahme in das Krankenhaus.
    Ich bin zu dieser Frage nicht fündig geworden.
    Vielen Dank und allen ein schönes 'Winterwochenende' (im Osten soll es ja richtig frühlingshaft sein;))


    J. Frings

    Liebe Forumsmitglieder,


    da das akute Nierenversagen von den Kassen und dem MDK mit Hinweis auf besagte Kodierempfehlung der SEG4 zum Dauerbrenner geworden ist, interessiert mich brennend, ob Herr Horndasch auf seine Anfrage an das DIMDI (" Ich habe - da mich die Frage auch aus anderen Gründen interessiert - eine Anfrage beim DIMDI gestellt, ob aus klassifikatorischer Sicht der Kode N17.9 erst ab einem bestimmten RIFLE oder AKIN-Stadium anzugeben ist.") schon eine Antwort bekommen hat?


    Vielen Dank und sonnige Grüße!


    Jörg Frings

    Hallo Andrea, hallo Forum,


    hatten Sie schon erste MDK-Prüfungen zum Thema PKMS? Wir schon!- zum Thema der Entgeltdifferenzierung bei den PKMS- Zusatzentgelten brauchen wir uns keine Gedanken zu machen (auch nicht für die Zukunft: trotz intensivster Bemühungen der Pflege (Projektgruppen, PKMS- Verantwortliche, hausinterne Fortbildungsreihen, spezielle Dokumentationsformulare .... ) liegt die Erfolgsquote des MDK (=Ablehnung des Zusatzentgeltes) hier bei über 90%.
    Die Pflegekrafte strampeln sich ab und die Kassen lachen sich kaputt! PKMS ist ein reines MDK- Prüftool. Die Pflegedokumentation verkommt zur Erbsenzählerei und wenn 2 Erbschen zu wenig im Töpfchen sind, gibt's halt kein Geld.
    Der Deutsche Pflegerat hat das ja als bahnbrechenden Fortschritt verkauft- ich hoffe die Pflegekräfte danken es Ihrem Dachverband!


    Sie merken schon, das Thema regt mich auf! :cursing:
    Trotzdem ein schönes Wochenende!

    Guten Morgen Forum,


    Anfrage vom 28.02.2012:
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    bei einem Neugeborenen, dessen Mutter in der Schwangerschaft geraucht hat
    (Nikotinabusus) wird in der ersten Woche nach der Geburt klinisch ein
    Entzugssyndrom diagnostiziert (starke Unruhe , Zittrigkeit, schrilles Schreien,
    erhöhtes Saugbedürfnis). Es wird täglich der Finnegan-Score erhoben, der
    Säugling muss durchgängig aufwendig pflegerisch versorgt werden (erhöhter
    Betreuungsaufwand). Wie ist im ICD das Nikotinentzugssyndrom eines Neugeborenen
    korrekt zu verschlüsseln?
    Für eine Antwort in dieser Frage danke ich Ihnen recht herzlich.




    Antwort des DIMDI vom 06.03.2012
    Sehr geehrter Herr Frings,
    vielen Dank für Ihre
    Anfrage.
    Grundsätzlich ist nach den amtlichen Klassifikationen (ICD-10-GM
    bzw. OPS) in der jeweils gültigen Version so spezifisch wie möglich zu kodieren,
    unabhängig vom Ergebnis der Gruppierung. Bei der Kodierung von Diagnosen und
    Prozeduren im Geltungsbereich des § 301 SGB V sind die Deutschen
    Kodierrichtlinien (DKR) und die Deutschen Kodierrichtlinien für die
    Psychiatrie/Psychosomatik (DKR-Psych) in der jeweils gültigen Fassung zu
    beachten.



    Aus unserer Sicht ist das Nikotinentzugssyndrom beim
    Neugeborenen mit P96.1 zu verschlüsseln.


    Wir weisen daraufhin, dass
    unsere Antwort auf den zur Verfügung gestellten Informationen beruht.
    Zusätzliche oder abweichende Informationen können zu einer anderen Antwort
    führen.
    Das DIMDI beantwortet Fragen zur Klassifizierung von Diagnosen
    und Prozeduren und ist bemüht, richtige und vollständige Auskünfte zu erteilen.
    Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Beantwortung von Fragen
    zu Klassifikationen/Kodierungen eine Serviceleistung des DIMDI ist. Für die
    Richtigkeit der Antworten wird keine Gewähr übernommen, die gegebenen Auskünfte
    sind rechtlich nicht verbindlich. Eine Haftung des DIMDI für Schäden, die
    aufgrund von oder in Verbindung mit den erteilten Auskünften entstehen, ist
    daher ausgeschlossen.


    Mit freundlichen Grüßen
    im Auftrag
    Ihr
    Klassi-Team

    Hallo zusammen,


    wir dokumentieren schon seit einigen Jahren mit sehr gutem Erfolg auf einem gemeinsamen Blatt, allerdings erfolgen die Einträge zeilenweise untereinander. Damit ergibt sich eine zeitlich lückenlose Chronologie der Einträge: die Pflege sieht was der ärztliche Dienst zeitlich vor dem eigenen Eintrag dokumentiert hat und umgekehrt. Inzwischen dokumentieren auch andere Berufsgruppen auf diesem Blatt (Krankengymnastik, Logopädie ....). Dafür wurde hinter Datum und Zeit eine dritte Spalte "BG" (Berufsgruppe) eingeführt. A für Arzt, P für Pflege, KG für Krankengymnastik usw.. Funktioniert tadellos und ein wesentlicher Fortschritt zur "getrennten" Verlaufsdokumentation.


    Viele Grüße


    J. Frings

    Liebe Forumsteilnehmer,


    der Pulverrauch zur Z83.3 bei Neugeborenen hat sich zwar seit der CCL- Abwertung zum Jahr 2011 ein wenig gelichtet, wir haben uns aber bis dato in unserem Haus beharrlich mit den Kostenträgern (und dem MDK) gestritten und jetzt auch ein entsprechendes Gerichtsurteil dazu. Berufung hat die Kasse nicht eingelegt.Das Urteil ist rechtskräftig (siehe Dateianhang). Wenn man wirklich gute Argumente hat lohnt sich der Streit eigentlich immer :D


    J. Frings


    Medizincontrolling

    Hallo an Herrn Merguet und an Lunge,


    danke für die Klarstellung.


    Im Kern ging es bei der eingangs in diesem Thread gestellten Frage um die Zählung der \"Beatmungspausen\" oder ob man den MDK- Forderungen nach \"Netto-Maschinenzeiten\" nachgeben muss. Ich denke da sind wir einer Meinung- ansonsten wollte ich keine neuerlichen Verwirrungen zum Thema CPAP lostreten.


    Viele Grüße

    Liebes Forum,


    was mich am meisten ärgert ist der immer unverhohlenere Betrugsvorwurf. Wenn es Betrugstatbestände gibt, warum bringen die Kassen diese nicht zur Anzeige?
    Aus meiner Sicht ist diese Pressekampagne die letzte Bestätigung dafür, das von Kassenseite an einer sachlichen Diskussion beim Thema Einzelfallprüfung gar kein Interesse besteht. Lasst uns mehr Einzelfallprüfungen vor die Sozialgerichte tragen!
    Dann wird sich schnell zeigen, wer hier das (DRG-) System ständig zur eigenen Vorteilsnahme beugt und wieviel von diesen Betrugsvorwürfen übrig bleibt.
    Wir haben in den letzten Jahren etliche Sozialgerichtsverfahren geführt und kein Einziges verloren!


    Viele Grüße