Beiträge von Gluecksritter

    Liebes Forum ! Ich hatte diese Frage schon einmal gestellt, aber leider keine Antwort erhalten:


    Bei einer Schulterluxation entsteht ja fast regelhaft eine Hills-Sachs-Delle, also formal eine (Impressions-)Fraktur (S42.21). Gemäß DKR 1903c wäre dann ja die Fraktur als Hauptdiagnose zu werten und die Luxation (S43.01) als Nebendiagnose. Bei athroskopischen Repair des Labrums gelangt man dann aber immer in die DRG I29A (statt I29B, wenn man die Fraktur nicht kodiert), auch wenn die Hill-Sachs-Delle gar nicht operativ behandelt wurde ... das ist doch eigentlich nicht Sinn der Sache ... aber kann man die DKR 1903c ignorieren ? ?(


    Gruß vom Glueckritter"

    Ein Nachtrag/Nachfrage:


    Bei der Kombination Schulterluxation und knöchernen Pfannenabriss kann ich sehr gut nachvollziehen, dass Luxation und Fraktur kodiert werden. Ich sehe jetzt aber häufiger Fälle, bei der die (ja regelhafte vorhandene) Hill-Sachs-Delle als Humeruskopffraktur (S42.21) kodiert wird, was formal ja auch korrekt sein mag. Auch diese Kombination führt in die DRG I29A, was sicherlich nicht im Sinne des Erfinders ist. Die Hill-Sachs-Delle wird im Rahmen eines "normalen" arthroskopischen Repairs des Labrumabrisses ja wirklich nicht behandelt (zumindestens nicht operativ). Ist die zusätzliche Kodierung der Hills-Sachs-Läsion als "Kopffraktur" wirklich immer zulässig ??? ?(

    Hallo Mitstreiter,


    der OPS ist ja jetzt etwas aktualisiert worden, insbesondere bei der Wirbelsäule. Hat jemand eine aktuelle Meinung, wie man eine spinopelvine Abstützung bei Sakrumfraktur (z.B. L5 auf Os Ileum) 2015 kodiert ? Und gibt es einen Unterschied zwischen geschlossenen und offenen Vorgehen ?


    Grüße vom Gluecksritter

    Liebe Kollegen,


    ich möchte nochmal das Problem der McLaughlin-Zerklage als zusätzliche Sicherung einer Patellarsehnennaht [5-855.18] diskutieren.


    Ist die (temporäre) Zerklage zusätzlich als Augemtation [5-854.38] zu verschlüsseln oder "nur" der Zusatzkode für das Einbringen von Osteosynthesematerial [5-869.2] bei Weichteileingriffen zu benutzen ?


    Ich habe auch schon den Vorschlag gesehen, dass ganze als "offene chirurgische Refixation und Naht am Kapselbandapparat des Kniegelenkes: Kombinierte Rekonstruktion" [5-802.8] zu kodieren ...


    Im Forum habe ich nur zwei Stellen gefunden, die aber unterschiedlich argumentieren:


    1.)


    2.)

    Hallo Mia,
    5-803.0 geht auf keinen Fall, damit ist eine Kreuzbandoperation gemeint. 5-79b.1j kenne ich nicht, aber fällt in den Bereich Osteosynthesen und ist also falsch. Ich würde doch 5-855.08 (Reinsertion einer Sehne am Knie) vorschlagen.
    Viele Grüße
    Mathias Finke


    Was ist nun richtig ??? ?(

    Mal wieder eine Frage zur modularen Endoprothese:


    Es wird eine gekoppelte Knieprothese implantiert. Die femorale und tibiale Komponente besteht jeweils aus zwei Teilen (Stem und Gelenkkomponente). Wird der Kopplungsbolzen (Rotationsverbinder) zum Verbinden der femoralen und tibialen Komponente dann einer der beiden Komponenten zugerechnet, d.h. liegt dann definitionsgemäß wirklich eine modulare Endoprothese gemäß OPS vor ??? Ich meine, eher nicht. Wer hat eine Meinung oder sogar eine Stellungnahme der Fachgesellschaften oder des DIMDI parat ? :S


    Grüße von Kodi

    Liebe Kollegen,


    immer wieder gibt es bei uns Diskussionen mit dem MDK.


    Wir kodieren bei einer ventralen Versorgung einer Wirbelkörperfraktur im Bereich der HWS, bei der beide angrenzenden Bandscheiben und der betroffene Wirbel subtotal reseziert werden und mit einem Beckenkammspan ersetzt wird immer mit dem OPS 5-837.1 (vorderer Abstützspan ohne Korrektur). Zusätzlich Osteosynthese mit Platte.


    Meistens wird das akzeptiert. Gelegentlich fordert der MDK aber, dass lediglich eine "Knochentransplantation, kortikospongiöser Span" kodiert wird. Argumentation: Dient nur der besseren knöchernen Ausheilung. Eigentlich ersetzt ja aber der Span mechanisch den resezierten Wirbelkörper und ist somit aus meiner Sicht ein Wirbelkörperersatz. Zweites Argument des MDK: In der OPS-Gruppenüberschrift (5-837) steht als Beispiel die Kyphose, also sei der Kode bei der Fraktur nicht anzuwenden. Ich frage mich dann allerdings, in welchen Fällen der Kode 5-837.1 überhaupt angewendet werden kann.


    Gibt es eine Meinung.


    Gruß aus Berlin von Kodi

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    anbei ein heikler Fall: Ein Patient erleidet einen Stromschlag mit initialen Herz-Kreislaufstillstand. Nach primärer Reanimation durch Laien und Notarzt wird er in die Klinik verbracht und stirbt dort bei im Verlauf nachgewiesenen hypoxischen Hirnschaden nach einigen Tagen.


    Was ist als Hauptdiagnose zu werten ? Im ICD ist unter dem Kode T75.4 (Schäden durch elektrischen Strom) der Schock durch elektrischen Strom sowie der "Stromtod" inkludiert. Dieser Kode führt ohne Berücksichtigung des Verlaufs und der Beatmunsdauer immer in die "Bagatell"-DRG X64Z, was dem Fall natürlich nicht im geringsten gerecht wird.


    Alternativ könnte man ja folgenden Hauptdiagnosen wählen:


    I46.0 Herzstillstand mit erfolgreicher Reanimation
    I49.0 Kammerflattern/-flimmern (was ja wahrscheinlich initial zu Grunde lag)


    Der hypoxische Hirnschaden (G93.1) scheidet aus meiner Sicht eher aus.


    Gibt es Meinungen dazu ? Die DKR sind aus meiner Sicht in diesem Fall nicht besonders hilfreich.


    Grüße von Kodi :wacko: