Beiträge von URU

    Hallo Medo,


    ich würde wie folgt kodieren:


    HD 065.0 (fetale Bradykardie)
    ND 048 (Übertragung - ist auch Grund für die Einleitung)
    Z37.0!
    o09.7! (nicht vergessen, SS-Alter muß immer angegeben werden)


    OPS: 5-740.1 (sekundäre Sectio klassisch)
    oder wenn sie (so hoffe ich doch) Misgav-Ladach-Sectios machen
    5-749.11


    Die 063.0 ist m.E. nicht gerechtfertigt, da die Geburt ja noch gar nicht so recht angefangen hatte (sonst hätte Sie ja nicht nachprimen wollen)
    Die 082.1 gibt es in meinem ICD überhaupt nicht, sondern nur die o82 und die ist \"nur anzuwenden, wenn sonst kein Grund für die Sectio vorliegt\" (Orginalbegleittext der schriftlichen ICD10 Ausgabe.


    Den Ultraschall können sie m.E. auch nicht seperat kodieren, denn der gehört zu jeder Routineaufnahmeuntersuchung dazu


    Grüße aus Schwaben


    Uli Runge :)

    Hallo Frau Eihs,


    habe diese Diskussion mit meinen Kollegen auch schon häufig geführt. Ich meine aber, dass die 5-549.5 im Normalfall völlig entbehrlich ist, den das ich eine Drainage einlege kodiere ich am offenen Bauch ja auch nicht extra und das ich spüle (auch in der OPS enthalten), gehört nun auch dazu, damit ich beim Laparoskopieren den Überblick behalte.
    Der einzige Fall, in dem wir die OPS noch einsetzen ist die rupturierte EUG. Wenn ich erst mal 10 min spülen und saugen muss bevor ich überhaupt so richtig sehe, wo ich an der Tube operieren will bzw. z.T. erhebliche Mengen Blut aus dem Bauch absaugen muss, habe ich schon auch einen deutlichen Mehraufwand.


    Bei allen anderen Fällen kann ich Herrn Finke nur zustimmen. Es gibt keinen Informationszugewinn und verschlüsseln nur um des verschlüsselns willen???



    Ebenfalls Grüße aus Bayern (naja bayrisch Schwaben)


    Uli Runge

    :d_gutefrage:


    Hallo liebes Forum,


    ich habe da mal eine Gyn-spezial Frage:
    Bei einer Patientin war extern eine sog. Prolenenetzgestützte Refixation der Scheide am Kreuzbein (Kolposacropexie) beidseits erfolgt. Wegen hartnäckiger chron. Obstipation mußte nun eines dieser Prolenenetze wieder durchtrennt werden. Dabei wurde zusätzlich wegen eines sekundären Megasigmas eine Sigmateilresektion durchgeführt.


    Nun habe ich allerdings die undankbare Aufgabe, die erbrachte Leistung in eine gültige OPS umzusetzen. Die Sigmaresektion ist kein Problem, aber die Netzdurchtrennung??????
    Vielleicht weiß irgendeiner Rat??!! :a_augenruppel:


    Und wenn ich gerade beim fragen bin: Wie verschlüsseln den andere Gynäkologen den \"abdominalen paravaginalen Defektrepair\"? Wir haben da bis jetzt immer die 5-707.x genommen (sonst. plastische Rekonstruktionen des kleinen Beckens und Douglasraum), aber so richtig glücklich bin ich mit der OPS eigentlich nicht (wegen dem .x)


    Bin für konstruktive Vorschläge echt dankbar.


    Gruß aus Schwaben


    Uli Runge

    Hallo liebes Forum,


    erstmal ein gutes neues Jahr an alle.


    Bin mal wieder über ein Problem in der Geburtshilfe gestolpert.
    Eine Frau kommt mit Wehen, entbindet spotan, außer einem kleinen Dammriß keine Geburtsverletzungen oder Komplikationen. Bisher habe ich so einen Fall immer so verschlüsselt:
    HD O70.ff
    OPS 9-260 (Überwachung normale Geburt)
    5-758.ff (Naht Dammriß)


    Jetzt gibt mir mein DRG-Proof aber immer eine Warnung, dass diese Kodierung nicht korrekt sei und ich neben einer \"geburtshilflichen Operation\" nicht die 9-260 verschlüsseln dürfte. Also verschlüssle ich jetzt nur noch den Dammriß und seine Naht und habe damit die Geburt korrekt abgebildet????? :sterne:
    Das ist doch wohl nicht ernsthaft so oder?? :a_augenruppel:
    Wie handhaben den andere Gynäkologen dieses Problem?


    Für Antworten wie immer meinen Dank im voraus


    Uli Runge

    Hallo Forum!


    Wir haben eine Patientin, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob eine Fallzusammenlegung erfolgen muß.
    Pat kam erstmal 22.03. notfallmäßig wegen vaginaler Blutung. In der Cervix erkennt man Tumorgewebe, eine PE wird entnommen. Wegen der starken Blutung wird die Pat stationär überwacht
    (HD C54.1/ OPS 1-571.1 DRG N09Z)
    Nach Vorliegen der Histologie wird die Patientin bei nun gesichertem Corpuscarcinom erneut aufgenommen zur OP nach Wertheim am 29.03.2004
    (HD C54.1
    OPS 5-685.1
    5-653.10
    5-543.2
    DRG N03B


    Jetzt wird von der Krankenkasse eine Fallzusammenführung gefordert. Ist das o.K.?
    Heißt das aber auch, das alle Karzinomfälle, bei denen während eines Aufenthaltes eine histologische Sicherung, z.B. durch Cürettage erfolgt und in einem zweiten Aufenthalt die Tumoroperation, nun doch zusammengeführt werden müssen. Hatte es bislang so verstanden, das diese Carcinomfälle von der Wiederkehrerregelung ausgenommen sind?!


    Etwas ratlose Grüße aus Schwaben


    Uli Runge

    Hallo Forum,


    heute gebe ich mal eine Frage unserer Anästhesisten weiter:
    Bei einer Patientin soll im Kreissaal eine PDA gelegt werden. Der Anästhesist probiert mehrere Male, schließlich kommt es zur Perforation, die PDA wird deshalb abgebrochen.
    Wie verschlüssele ich das korrekt?
    Mein Vorschlag:


    ICD 074.6 Sonstige Komplikationen bei PDA während Wehentätigkeit


    OPS 8-910 Epiduralanästhesie


    Einen Kode für die abgebrochene Prozedur habe ich nämlich nicht gefunden, aber den \"Aufwand\" hatten wir ja trozdem, oder darf ich nicht erfolgreiche Eingriffe nicht verschlüsseln :d_gutefrage:


    Gruß aus Schwaben
    (ich gehe jetzt erst mal auf fachliche (nicht DRG- Fortbildung)


    Uli Runge

    Hallo Forum!


    Habe einen Fall, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob unsere Verschlüsselung so o.k. ist.


    Pat kommt in der 20. SSW mit vorzeitigem Blasensprung und beginnendem Amnioninfektionssyndrom in die Klinik. Binnen 24 h entwickelt sie Wehen und bringt ein extrem unreifes Frühgeborenes (360g) zur Welt, das nach 11 min verstirbt. Wegen der extremen Unreife (20.SSW) sind Reanimationsmaßnahmen unterblieben.
    Verschlüsselt haben wir
    HD P28.5 (respiratorische Insuffizienz)
    ND P07.00 (Frühgeburt < 500g)
    OPS keine, da wir ja nichts für das Kind tun konnten


    Damit komme ich in die DRG 60A und mein Grouper zeigt mir einen Gesamterlös von € 1641.88 an. Nicht dass ich etwas gegen hohe Erlöse habe, aber dafür, dass wir dem Kind 11 min beim Sterben zusehen mussten und letztlich nichts getan haben, erscheint mir das doch etwas viel.
    Wie seht Ihr das??


    Danke im voraus für kluge Kommentare


    Uli Runge :noo:

    Hallo Frau/Herr Kuessner!


    Die Kodierung der Beckenendlagengeburt ist eindeutig in Kodierrichtlinie 1513a festgelegt:
    Bei Geburt aus Beckenendlage ist nicht die O80, sondern bei Vorlage eines Geburtshindernisses
    O64.1 Geburtshindernis durch Beckenendlage
    als Hauptdiagnosezu kodieren oder bei Spontangeburt ohne Geburtshindernis
    O32.1 Betreuung der Mutter wegen Beckenendlage


    Sprich: Sectio O64.1
    spontane BEL-geburt 032.1


    Dazu als ND immer die Angabe Z37...
    Die O82 als HD einer Sectio darf nur verschlüsselt werden (laut ICD 10 Katalog) wenn keine andere O-ICD den Grund für die Sectio angeben kann. Da bleibt m.E. aber nur die Wunschsectio übrig.


    Gruß


    U. Runge

    Liebes Forum,


    habe mal wieder einen Fall, bei dem ich auf "keinen grünen Zweig" komme:
    Eine 61 jährige Patientin kommt über die Internistische Abteilung zu uns wegen Unterbauchtumor, Ascites und Pleuraerguß, ergo V.a. Ovarial-Ca. Intraoperativ zeigt sich ein derber Tumor im Cavum Rezii, der sich histologisch als banales Myom herausstellt (hatte keine!!! Verbindung zum Uterus) sowie eine Reizung des Peritoneum mit entzündlichem Ascites. Das ganze Becken war vom Sigma abgedeckelt, eine ausgiebige Adhäsiolyse ist erfolgt
    Verschlüsselt habe ich:
    HD: D21.5 (gutartige Neubildung Bindegewebe und Weichteile Becken)
    ND: K66.0
    R18
    D62
    OPS: 5-591.1 (Excision perivesicalen Gewebes)
    1-559.4
    5-469.20


    Damit lande ich allerdings in einer Fehler-DRG (901Z). Nochmaliger Versuch mit d25.. (Myom) bringt das gleiche Ergebnis;(
    Ist das mal wieder so eine DRG-"Ente", die man einfach hinnehmen muß oder gibt es vielleicht eine bessere Verschlüsselung:no:


    Gruß
    Uli Runge

    Hallo zusammen,


    ist ja wirklich eine interessante Diskussion hier. Nur geht mir als Gynäkologin ziemlich "der Hut hoch".
    Wieviele von Ihnen waren eigentlich schon mal bei einer Geburt dabei? Wieviele von Ihnen haben schon mal so richtig miese Geburtverläufe - mit hoher VE/Forceps, Schulterdystokie und als Dank dafür dann noch einen hohen Scheidenriß (vielleicht noch mit paravaginalem Hämatom, wenn man Pech hat) einem DR II/IV und ähnlichem gesehen. Wissen Sie, wieviel "manpower" reell verbraucht wird, wenn man eine Frau über x-Stunden betreut unter der Geburt (im Gegensatz zur Sectio, die im allgemeinen eine recht kurze Angelegenheit ist)? Und haben Sie mit Patienten zu tun, die mal eine große Epi oder einen ausgedehnten Dammriß hatten, die z.T. monatelang Schmerzen beim Sitzen und beim GV (sofern sie dann noch welchen haben) hatten? Wie steht es denn mit den Folgeschäden: Descensus, Streßinkontinenz, z.T. Stuhlinkontinenz? Verursacht die Behandlung dieser Schäden denn nicht auch Kosten?
    Die heutige Misgav-Ladach-Sectio ist im Gegensatz dazu sehr schonend, die Frauen sind kaum länger im Krankenhaus als nach einer Spontangeburt, die Morbidität (wenn man die "Spätmorbidität" der Spontangeburt mal mit einrechnet) ist nicht höher als beim Spp.


    Noch zwei Anmerkungen zum Nachdenken:
    Bei anderen Operationen fordern wir, daß der Patient über alternative Behandlungsmethoden/Operationsmöglichkeiten aufgeklärt wird und sich dafür auch entscheiden kann. Von einer Frau, die ein Kind erwartet, verlangen Sie aber offensichtlich, daß Sie sich, auch wenn Sie um die möglichen Probleme einer Spontangeburt weiß, viellcht sogar aus eigener Erfahrung und sich bewußt dagegen entscheidet, daß sie dafür zur Kasse gebeten wird?! Soll sie dann vielleicht auf ihr Kind lieber ganz verzichten?


    Andererseits werden weiter Mammaaugmentationen aus psychologischer Indikation gezahlt. Keiner würde einem Raucher, der sein Plattenepithel-Ca der Bronchien entwickelt, sagen: Tja Pech, sind Sie selber schuld dran, müssen Sie die Behandlung eben selber zahlen. Wieviele Kosten entstehen wohl jährlich durch Alkoholismus, durch Extremsportarten etc? Das wird aber alles von der Solidargemeinschaft getragen, oder gibt es da vielleicht Veränderungspläne, von denen ich nichts mitbekommen habe?


    Fragen Sie doch mal im Kollegenkreis nach, wieviele Medizinerinnen bei sich selbst die Sectio durchführen lassen würden bzw. wieviele Mediziner diese für ihre Frau wünschen, eben weil sie die "Problematik" der Spontangeburt kennen. Und machen wir uns nichts vor: Die Probleme werden größer werden, die Kinder jedenfalls werden immer schwerer, das Becken der Frau deshalb aber nicht breiter!!


    Vielleicht habe ich jetzt manchen der Diskussionsteilnehmer etwas auf die Zehen getreten, aber ich denke bei der ganzen Diskussion um die DRG's und die Bezahlbarkeit des Gesundheitswesens sollten wird das "Humane" an der Medizin (die Ängste und Sorgen unser Patienten)nicht ganz aus den Augen verlieren. Oder wird das auch ersatzlos gestrichen??


    Gruß


    U. Runge

    Hallo liebes Forum,


    bin heute mal wieder über etwas Seltsames gestolpert, daß ich hier zur Diskussion stellen möchte.
    Schon immer etwas merkwürdig fand ich, daß man bei abd HE + marlexnetzgestützer Refixation der Scheide statt in der No6Z - Rekonstruktive Eingriffe inneres Genitale in der N04Z - Hysterektomie landet. Denn das Marletznetz "einzubauen" ist deutlich mehr Arbeit und technisch wesentlich anspruchsvoller als die HE!!!!:chirurg:
    Jetzt haben wir folgenden Fall: Bei einer marlexnetzgestützten Refixation der Scheide (bei vorausgegangener HE)únd paravaginalem Defektrepair kommt es zur Blutung aus dem ovariellen Gefäßstiel, die letztlich die einseitige Adnektomie nötig machte (ca 10 min Mehraufwand). Verschlüsselt habe ich das Ganze so:
    HD N99.3
    ND T81.2
    OPS: 5-704.41 (Haupteingriff)
    5-709.y
    5-653.00
    Mit großem Erstaunen stelle ich fest das der Fall jetzt in der N05A - Aufwendige Eingriffe an den Adnexen landet. Die ist zwar noch höher bewertet als die No6Z (als einzig positivem Nebenaspekt), nur verstehen tue ich diese "Logik" nun wirklich nicht mehr?( :no: ?( :no:
    Mache ich irgendeinen gedanklichen Fehler beim verschlüsseln oder ist das wirklich korrekt so ?????
    Ist bei solchen Fällen (auch beim Marlexnetz + HE) nicht irgenwie mal eine Änderung im DRG-System nötig? Ist da was geplant??


    Verwirrte Grüße von
    U. Runge
    ?(

    Hallo Forum,


    in ähnlicher Form ist dieses Thema zwar schon diskutiert worden, aber so richtig eine Antwort auf meine speziellen Fragen habe ich beim Suchen nicht gefunden.
    Wann gilt ein Fall als Wiederaufnahme?


    Fall 1) Eine Frau kommt mit Wehen, wird stationär aufgenommen, die Wehen sistieren, die Frau geht wieder heim. Ein paar Stunden oder Tage später kommt sie erneut mit Wehen und entbindet.
    Gilt das als Wiederaufnahme oder sind das jetzt zwei Fälle? Gibt es da vielleicht eine zeitliche Grenze?


    Fall 2) Eine Frau kommt wegen Übertragung/kindl. Retardierung o.ä. zum Prostaglandinbelastungstest. Dieser ist unauffällig. Die Frau geht heim, kommt einige Stunden/Tage später mit Wehen wieder
    Frage: wie oben


    Fall 3) Eine Frau kommt wegen Postmenopausenblutung zur Cürettage. Nach Entlassung der Patientin erreicht uns der histologische Befund: Corpus-Carcinom. Die Frau wird also wieder aufgenommen und operiert
    Ist das eine geplante Wiederaufnahme? Oder abrechnen wie bisher als zwei Fälle?


    Für "Erleuchtung" wäre ich echt dankbar
    ?( ?(?( ?( ?(
    Muß jetzt weiter Abrechnungen kontrollieren;(


    U. Runge