Beiträge von phlox

    Hallo,


    aber wenn Sie die Argumentation des BSG auf Ihren Fall transferieren, wie sieht es denn dann aus? Sie sind innerhalb der 14 Tage Frist und der med. Zusammenhang ist gegeben. Vermutlich war die OP sogar schon geplant? Auch wenn es nicht schön ist, so denke ich doch, dass Sie bei einer gerichtlichen Klärung ein nicht unerhebliches Verlustrisiko, wie unsere Juristen zu sagen pflegen, haben.

    Hallo miteinender,


    es ist doch immer wieder erstaunlich, was für Interpretationspielraum die "im Wortlaut anzuwendenden" Kodierregeln bieten.


    In der gängigen Lesart und in Übereinstimmung mit der Bedeutung eines ! Kodes kann R65 nie ohne Primärkode stehen und dieser steht nun mal immer davor. Handelt es sich um ein SIRS infektiöser Genese ist die "damalige" und kodiertechnisch noch sachgerechte Definition der Sepsis erfüllt.

    Dazu Verwendung der Synonyme in :" Die jeweiligen Kriterien eines SIRS infektiöser Genese ohne Organkomplikation(en) (Sepsis) sowie derjenigen eines SIRS infektiöser Genese mit Organkomplikation(en) (schwere Sepsis) müssen maßgeblich durch die Infektion begründet sein." (https://www.dimdi.de/static/.downloads/deutsch/maticd-sirs-def-2007-1007.pdf; 16.8.19;12:15 Uhr).


    Die einzige Frage, die Sie meines Erachtens für sich und ggf. dem Richter erläutern müssen, ist das Vorliegen der Organkomplikation- Encephalopathie- diese müsste allerdings nach Wortlaut der oben zitierten DIMDI Quelle lebensbedrohlich sein- denn Sie haben keine andere Komplikationen die in Kombination vital bedrohlich wären?

    Auch müssen Sie sich fragen, ob diese Encephalopathie durch das SIRS/ respektive die Infektion bedingt ist und nicht andere Ursachen- Niere, Leber.. haben könnte.


    Siehe auch KDE 250 der SEG 4.




      



    Ich möchte hier an den Wortlaut der DKR Hauptdiagnose erinnern: Diagnose, " die hauptsächlich für die Veranlassung des stationären Krankenhausaufenthaltes des Patienten verantwortlich ist" .


    Daher in dem Fall einer Einweisungsdiagnose, die nicht versorgt werden kann, sondern der Therapie einer ebenfalls bei der Aufnahme vorhandenen Diagnose weichen muss, muss diese wie bei Ihnen zur HD werden.


    MfG von der Küste

    Hallo miteinander,


    ich möchte hier einmal noch einen Gedanken anhängen:


    Wenn es bei perforierter Sigmadivertikulitis zur Abszeßbildung und lokalen Peritonitis kommt- direkte Folge und nicht verzögert- ist die lokale Peritonitis (Abszess) mit K57 abgebildet. Gilt dies auch für die 4 Quadranten Peritonitis? Im Wortlaut z.B. bei K57.2 steht ja nur Abszess und das ist maximal eine lokale Peritonitis und keine 4 Quadranten-P.!
    Nun steht allerdings direkt unter dem 4 Steller z.B. K57.2- ... mit Peritonitis, also incl. echter Peritonitis?

    Bei der Appendizitis K35 wird klar zwischen generalisierter und lokalisierter Peritonitis unterschieden!


    Je länger ich darüber nachdenke, umso eher tendiere ich dazu jede direkte Peritonitis unter K57 abgebildet zu sehen und nicht unter K65?

    Deshalb ja die Frage. eine trockene HLM, die muss noch gefüllt werden, was Zeit kostet, aber bei räumlicher Trennung eher "weiterverwertet" werden kann, die gefüllte nur bei räumlicher und zeitlicher Nähe. Trotzdem würde ich die prä ECMO hier nicht kodieren, HLM Bereitschaft in TAVI für mich integriert.


    Mfg

    Im Sinne der monokausalen Kodierung und unter der Annahme, dass die HLM immer bereit gehalten wird? sollte dies im OPS der TAVI enthalten sein.

    Ist Ihre HLM denn gefüllt oder trocken?


    Mfg

    Hallo, bezugnehmend auf das Excl. unter 8-842 bleibt dann die 5-38a.c0 mit 5-38a.u0. Allerdings ist das ja Stent in Stent und nicht in Aorta. Warum soll der gecoverte Life Stent keine Stent-Prothese sein. Unter 8-842 steht: "Exkl.: Perkutan-transluminale Einbringung von Stent-Prothesen (Stent-Graft) in die Aorta über großlumige Schleusen (5-38a ff.) "

    Ich wüsste keinen anderen Weg. Nur die großlumige Schleuse könnte schwierig werden, auch sind ja 12 mm Durchmesser für die Aorta nicht viel.

    Hallo,


    darüber habe ich noch nie nachgedacht, denn I25.1* ist eine eher morphologische Feststellung- KHK- Anzahl der Gefäße, Aufwand z.B. ASS ... kodierbar,
    I50.13 ist eine eigene Entität nämlich die Herzinsuffizienz, die ja nicht jeder KHK -Pat hat, also abgrenzbar; insofern auch kodierbar- selbst wenn Medis für beides gut sind!
    Kausalität egal.

    Hallo,
    Platzbauch laut Alpha ICD T81.3


    im System ICD:

    T81.3. Aufreißen einer Operationswunde, anderenorts nicht klassifiziert

    Hallo,


    nur ergänzend: Der AOP Katalog ist eine abschließende Auflistung, nur das, was darin gelistet ist, darf im Rahmen des Ambulanten Operieren im KH erbracht/ abgerechnet werden.


    Bsp. 5-377.8 Ereignis-Recorder klassisch ambulanter Eingriff
    steht nicht im AOP
    ps. auch nicht im EBM, soweit ich weiß


    Formal damit gar nicht abrechenbar!

    Hallo miteinander,


    habe hier in dem Zusammenhang mit der knöchernen Bankert Läsion, was wir seit Jahren im Haus versorgen, nun die Mitteilung einer KK erhalten, dass dies im
    Verletzungsartenverzeichnis dem Punkt 7.4 (S) Brüche des Schulterblattes mit und ohne Gelenkbeteiligung bei gegebener oder abzuklärender Operationsnotwendigkeit
    zuzuordnen ist und damit nur in Einrichtungen mit der Zuordnung zum SAV zulässig sei. Dazu gehören wir nicht.
    Formal ist es eine Fraktur des Schulterblatts. Allerdings ist der Eingriff ja nicht viel anders als bei der nicht knöcherne Läsion mit Abriß "nur" des Labrum glenoidale.
    Wie sehen unsere Unfallchirurgen den Sachverhalt?