Beiträge von Th. Wagner

    Guten Morgen Lunge48,


    in der Kodierrichtlinie P001 findet sich auch:


    Zitat

    Normalerweise ist eine Prozedur vollständig mit all ihren Komponenten, wie z.B. Vorbereitung, Lagerung, Anästhesie, Zugang, Naht, usw., in einem Kode abgebildet.


    Wenn also die Thorakotomie als notwendiger Zugang zu verstehen ist, "ohne diese eine Resektion nicht erfolgen kann", ist sie im Resektionskode inklusive.

    Guten Morgen,


    ich möchte auf die Kodierrichtlinie P001 hinweisen:


    Zitat

    ... Ebenso sind eingriffsverwandte diagnostische Maßnahmen nicht gesondert zu kodieren, wenn diese in derselben Sitzung duirchgeführt werden und regelhaft Bestandteil der interventionell-therapeutischen Prozeduren sind und dies im OPS nicht anders geregelt ist (z.B. diagnostische Arthroskopie vor Arthroskopischer Meniskektomie wird nicht verschlüsselt).


    Damit ist die explorative Thorakotomie nicht gesondert zu kodieren.

    Hallo Herr Holzwarth,

    Zitat

    ...es geht ja nur um die Operationen bei denen regelhaft (standardmäßig) eine Spongiosaplastik durchgeführt wird. Hier kommt die zusätzliche Kodierung nur in Betracht, wenn im Katalogtext ausdrücklich darauf hingewiesen wird.


    Bei den Fällen, bei denen dies nicht der Fall ist, kann selbstverständlich auch ohne Hinweis im OPS-Katalog die zusätzliche Maßnahme kodiert werden


    ...aber bei einer Pfannenbodenplastik wird doch nicht regelhaft (standardmäßig) allogene Spongiosa verwendet. Ihre Argumentation spricht doch eher dafür, die allogene Spongiosaplastik zusätzlich zu kodieren !? :S

    Guten Morgen an alle,


    ich hatte eine Anfrage beim INEK gestellt, da eine BG meinte, bei einer Frakturosteosynthese sei eine Spongiosaplastik nicht zusätzlich zu kodieren, da sich der entsprechende Hinweis unter den Frakturosteosynthesen nicht findet.


    Antwort vom INEK (26.01.2012):


    Zitat

    Gemäß DKR P001 ist eine Prozedur normalerweise vollständig mit all ihren Komponenten, wie z.B. Vorbereitung, Lagerung, Anästhesie, Zugang, Naht, usw., in einem Kode abgebildet. Deshalb werden diese individuellen Komponenten einer bereits kodierten Prozedur nicht noch einmal gesondert verschlüsselt.

    Wenn eine Spongiosaplastik kein regelhafter Bestandteil einer Frakturosteosynthese ist, ist diese entsprechend gesondert zu kodieren. Die Tatsache, dass der Kodebereich 5-79 "Reposition von Fraktur und Luxation" keinen Hinweis enthält, der auf die zusätzliche Kodierung einer Spongiosaplastik aus dem Kodebereich 5-784 verweist, läßt nicht automatisch den Rückschluss zu, dass in dem von Ihnen geschilderten Fall die Spongiosaplastik nicht kodiert werden kann.


    Also klare Aussage: Kein Hinweis unter dem OPS bedeutet NICHT, dass nicht kodiert werden darf.

    Hallo Forum,


    wer kann mir bei einem "gynäkologischen Problem" helfen?


    Folgender Fall: Pat. mit Cervixdysplasie kommt zur Konisation.


    OP-Bericht:
    ... Die kleine schmale Portio hat eine oberflächlich unauffällige Schleimhaut, deswegen Ausschneiden eines doch relativ schmalen, dafür aber etwas längeren Portiokonus. Markierung bei 12 Uhr. SL 6 cm. Anschließend Abrasio: unauffälliges Material, das zur Histologischen Untersuchung eingeschickt wird. Von der Cervix war fast nichts mehr nachweisbar. Danach Sturmdorffplastik zum Aufbau einer neuen Portiooberfläche. Das Wundgebiet ist bluttrocken.


    OPS-Kodierung: 5-671.0; 5-675.2; 1-471.2



    Ist es korrekt die Portioplastik zur Konisation zu kodieren oder ist die in dieser Art und Weise immer inklusive?

    Hallo Herr Selter,


    Zitat


    Original von D. D. Selter:
    das ist keinesfalls so klar abzulehnen. Nehmen wir an, es wird eine Schraube und ein K-Draht eingebracht: 2 Kodes.
    Warum sollte dann nicht zur korrekten Darstellung von 2 Schrauben auch 2 x der Kode für Schraubenosteosynthese eingegeben werden? Hier zu unterscheiden macht keinen Sinn.


    Den Sinn von Kodierrichtlinien oder Hinweisen zu erfragen, habe ich mir schon vor einiger Zeit abgewöhnt :erschreck: .


    Natürlich macht es weder von Aufwand noch von den Kosten einen entscheidenden Unterschied ob 2 Schrauben oder 1 Schraube + 1 KD verwendet werden...


    aber was ich hier im Forum gelernt habe: Das geschriebene Wort zählt,... und da steht nun offiziell: Eine Schraubenosteosynthese ist eine Osteosynthese die nur mit Schrauben erfolgt. :a_augenruppel:

    Hallo MC Sven,


    Zitat


    Original von MC Sven:
    Berechtigt dies zur Kodierung von 3x 5-790.0e ?


    Nein! ?(


    Unter der Kapitelüberschrift zu 5-79 findet sich der Hinweis:
    \"Eine Schraubenosteosynthese ist eine Osteosynthese, die nur mit Schrauben, ggf. mit zusätzlicher Unterlegscheibe, erfolgt\"


    Schraubenosteosynthese=Osteosynthese durch Schrauben

    Guten Morgen Doerdi,
    die Antwort ist doch eindeutig:

    Zitat


    Original von mhollerbach:


    das ist natürlich reiner Schwachsinn - aus dem OPS lässt sich eine derartige Behauptung keinesfalls ableiten.


    Die TEA der A. illiaca externa wurde durchgeführt und MUSS daher auch kodiert werden. Sie ist nicht regelhafter Bestandteil der anderen Prozeduren und die Forderung nach einem gesonderten Zugang finde ich auch nirgendwo.