Beiträge von Ductus

    Hallo zusammen,


    das und vieles mehr sind wichtige Gründe, weshalb sich die Institution MDK von der GKV vollständig abgekoppelt gehört.

    Leider wird das derzeit wieder verwaschen und aufgeweicht :-(


    Wenn Kostenträger trotz Argumentation dann trotzdem nicht zahlen, bleibt einen nur reihenweise der Gang vor das Gericht... doch das soll ja zukünftig auch erschwert werden.


    Es ist derzeit einfach deutlich entspannter bei einer Kasse oder dem MDK zu arbeiten, erst recht wenn man bedenkt welch tatkräftige Unterstützung von ganz oben kommt... und damit meine ich nicht den Herrgott.

    Im Zuge des MDK-Reformgesetzes bin ich sehr gespannt, wie schnell dann die Klärung bei den bekannten Baustellen erfolgen wird.


    Hallo Herr Selter,


    ja eine solche angestrebte Klärung wird von vielen Med.-Controllern sehnlichst erwartet...

    Irgendwie beschämend, dass die Schweiz mit ihren Anpassungen und Klarstellungen deutlich besser aufgestellt ist.


    Eigentlich möchte ich mich ja fast auf diese Spahnsche Klärung freuen, ich weiß gerade nicht was mich bzgl. der Vorfreude noch so blockiert...:/ ... vielleicht die letzten 12 Jahre Hoffnung auf Verbesserungen...welche dann doch nicht eingetroffen sind.


    Also das mit dem nicht einklagen bezweifle ich erheblich. Ich habe diese Woche mit einem überörtlichen Sachgebietsleiter einer großen Kasse telefoniert. Er meinte dass "die ganzen Änderungen z.T. eh nicht BSG tauglich wäre... was würde passieren, wenn die Kassen trotzdem einfach aufrechnen, dann müsste das Krankenhaus trotzdem klagen und im schlimmsten Fall geht es dann weiter wie gehabt." Man fühlt sich halt derzeit mit dem BSG recht sicher.


    Wenn man es so sieht könnte die Kasse damit sogar recht behalten, kann dann zwar sein, dass das Kh im Klagefall recht bekommt, da die Richter aber eine Amtsermittlungspflicht haben, müssten Sie die Fälle inhaltlich prüfen. Zudem wäre es interessant wir der holde 1. Senat sich dazu aufstellen wird.


    Also ich persönlich glaube dass das in weiten Teilen (MDK Reform) weiter geht wie bisher und dass letztendlich nur die Sanktionen (in welcher Form auch immer) gegen die Krankenhäuser hauptsächlich greifen werden.

    Ja das ist mir natürlich bekannt, wir hatten hohe Kosten und keine Einnahmen und doppelte Untersuchungen, da alle positiven PCR Ergebnisse wegen MDK Ablehnungen nochmals per Abstrich überprüft werden mussten...häufig auch bei Kurzliegern...

    Hallo zusammen,


    ich kenne diese Diskussion aus Zeiten früherer Tätigkeiten. Wir haben damals einige Zeit lang die PCR erfolgreich abgerechnet.

    Es macht bei positiven Befund allerdings schon Sinn Abstriche zu entnehmen, auch damit der Behandlungserfolg überprüft werden kann, da der Test auch bei inaktiven Keimen anschlägt.


    Ohne diese gab es dann immer Schwierigkeiten mit den durchlauchten Kostenträgern. Das Ende vom Lied war, dass wir den PCR eingestellt haben, da dieser bei zu häufiger Doppeluntersuchung zu teuer war. Damit dürften die Kostenträger auch zufrieden, dann können die Ihr Feindbild "Hygiene und verkeimte Kliniken mit häufigen Wundinfektionen" brav aufrecht halten. Hauptsache jede neue Maßnahme blockieren.


    Das wäre mal ein Klassiker für den von BMG Spahn initiierten Schlichtungsausschuss... wenn er denn so wie im Entwurf beschrieben kommen sollte :-P

    Hallo zusammen,


    egal wie hart oder weich die Veränderungen umgesetzt werden... der 1. BSG Senat ist härter und wird es weiter zukünftig

    zerpflücken, dass sicherlich auch ohne Herrn Dr. Hauck an der Spitze.

    Ich habe schwer den Eindruck, dass sich die Bashing-Kampagne der Krankenkassen in den Köpfen der Entscheider festgesetzt hat.


    Mich nervt es eigentlich nur noch, wenn man privat angesprochen wird und mich fragt "warum können Krankenhäuser eigentlich nicht richtig abrechnen, eine Haus- und Hofwerkstatt kann das ja auch<X"... der Populismus ist - auch dank der Medien - modern und in der Bevölkerung zu diesem Thema angekommen.

    Es ist in der Gesellschaft immer leichter negative Schlagzeilen zu vermarkten, wer will schon wissen dass eine Klinik innerhalb eines sehr komplexen Abrechnungssystem "korrekt" abrechnet.


    Nein, man verdient sein Geld mit schlechten Nachrichten, frei nach dem Motto "bad new are good news"... <X

    Hallo zusammen,


    der Entwurf ist sehr fortgeschritten und zum Großtteil m.E. nach recht gut durchdacht.


    Auch die Rolles des Schlichtungsausschuss unter Einbeziehung von SEG4 + FoKA werden ausführlich niedergeschrieben.

    Es bleibt abzuwarten wir das im Detail ablaufen wird, in der Praxis wir es sich zeigen.

    Es gibt auf beiden Seiten Vor- und Nachteile.


    Ich finde es gut, dass endlich Bewegung rein kommt. Hat sich der Spitzenverband der GKV schon zu Wort gemeldet?

    Finde dazu noch nichts.


    Alle Parteien werden in diesem Entwurf zu Veränderungen und (Um)Organisation gezwungen.

    Allerdings bleibt es spannend, wie das BSG die Vorlagen wieder zerlegen wird. Schon der Hinweis zur Aufwandspauschale bleibt mehr oder weniger wie er ist. Damit verbunden auch die weiteren Streitigkeiten.


    Das bleibt sicherlich nicht so stehen wie es niedergeschrieben wurde.

    Hallo geoff,


    diesen Fall hatten wir bzgl. Verlegung noch nicht. Allerdings den Umstand, dass bei primär notwendiger Beatmung gleich zu Beginn auf Masken-NIV auf niedrigem Niveau begonnen wurde, um den Patienten möglichst schnell wieder zu entwöhnen. Also erst gar keine "Standardbeatmung" zu beginnen... jeder vom Fach weiß, dass das erheblich größerer Aufwand ist.


    Eine Kasse meinte allerdings dass diese durchgehende Stundenberechnung wegen nicht vorliegendem Weaning im "Sinne des BSG"... - weil ja nicht richtig beatmet wurde, kann der Pat. nicht abhängig gewesen sein :-) - nicht durchgehend abgerechnet werden kann.


    Wir haben des Öfteren diese Fälle, daher haben wir Klage eingereicht.

    Es bleibt abzuwarten was dabei rauskommt.


    Für mich ist es nicht nachvollziehbar warum die Kassen sich bei der Finanzierung verwehren, wenn Kliniken gleich von Beginn an und sehr personalintensiv versuchen die Patienten erst nicht in diese Gewöhnung zu bringen...


    Ein Urteil gegen die durchgehende Abrechnung der sehr personalaufwändigen Behandlung wäre wohl für Patienten sicherlich nicht von Vorteil.


    In Ihrer Konstellation würde ich den Rechtsweg ebenso zumindest prüfen, da eine Verlegung mit vorheriger ggf. vorliegender Langzeitbeatmung wohl einwandfrei vorlag. Wieso sollte das Weaning nicht rechtlich anwendbar sein. Nur um Geld zu sparen und den Patienten zu schaden?!?!