Beiträge von pmoeckel

    Danke für die Rückmeldungen.


    RA Berbuir : das hatte ich der Kasse schon geschrieben, auf die Argumentation sind sie nicht eingegangen. Es wird wohl auf ein Sozialgerichtsverfahren hinauslaufen, da wäre mir dran gelegen ob es evtl. schon analoge Verfahren bzw. Urteile gibt. Gefunden habe ich bisher nichts.


    kodierer2905 : den Säugling haben wir in dem Fall nicht als separate DRG abgerechnet.

    Eine klassische IKK will eine unkomplizierte Entbindung, aufgenommen ungeplant morgens, Entlassung nach komplikationsloser Entbindung am frühen Nachmittag, nicht als DRG-Ein-Tagesfall bezahlen sondern fordert die ambulante Abrechnung.


    Bei der Suche nach einschlägigen Sozialgerichtsurteilen bin ich auf die Schnelle nicht fündig geworden. Kann mir jemand argumentativ oder mit einem Urteil weiter helfen?


    Und falls nein: Wie rechne ich als Krankenhaus ohne ambulante Zulassung eine ambulante Geburt ab?

    Bei angiologischen Interventionen bei peripherer AVK wird bei uns zur selektiven Thrombolyse das Medikament Actilyse (Alteplase, rt-PA) verwendet. Nach Aussage unseres leitenden Arztes wie in sehr vielen anderen Kliniken auch.

    Ein findiger MDK-Gutachter hat jetzt die entsprechende schweregradsteigernde Prozedur als Off Label Use gestrichen mit dem Argument, das Medikament sei nur für die Lyse bei Infarkt, Schlaganfall und Lungenembolie zugelassen, was die Rückfrage beim Hersteller leider bestätigt. Die Prozedur als solche wurde unzweifelhaft erbracht, das wurde im Gutachten auch bestätigt.

    Meine heutige Internetrecherche hat ergeben, dass Actilyse in vielen Kliniken mit dieser Indikation angewendet wird und sogar Eingang in Lehrbücher und in die Leitlinie der DGG "Der akute periphere Arterienverschluss" gefunden hat. Man kann es daher guten Gewissens als gängige Praxis bezeichnen.


    Macht es Sinn hier zu widersprechen und es unter dem Eindruck des aktuellen BSG-Urteils zu Off Label Use auf eine Klage ankommen zu lassen? Oder lieber gleich dem Angiologen empfehlen, wieder zur alten Urokinase zurückzukehren.


    Grüße aus Frankfurt :/

    aktualisierte Frage an die Gynäkologen:


    wie ist das mit den ab 2016 differenzierteren Kodes zu sehen?


    kann man bei der Hysterektomie die zusätzliche "Rotundumfixation" zusätzlich mit 5-704.5b kodieren?

    Hallo Forum,


    Wie ist die laparoskopische Hemikolektomie mit Minilaparotomie bzw. die laparoskopisch assistierte Hemikolektomie zu kodieren?


    Es wird wegen eines kleinen Kolon-Ca eine Hemikolektomie rechts durchgeführt. Die gesamte Präparation des Darmes inklusive zentraler Ligatur der A. colica media erfolgt laparoskopisch, erst dann wird über eine kleine Laparotomie im rechten Oberbauch der freipräparierte Darm vor die Bauchhöhle luxiert, reseziert und die Kontinuität mit einer terminolateralen Anastomose wieder hergestellt.


    Ist das eine


    1. 5-455.41 Hemikolektomie rechts, offen chirurgisch, ergänzt mit 5-986 Anwendung minimal-invasiver Technik


    2. 5-455.45 Hemikolektomie rechts, Laparoskopisch mit Anastomose (von unserem Chirurgen präferiert)


    2. 5-455.47 Hemikolektomie rechts, Umsteigen laparoskopisch - offen chirurgisch


    Das OP-Verfahren ist ja so selten nicht, ich bin aber erst heute drüber gestolpert.


    Grüße aus dem verregneten Frankfurt.


    P. Möckel

    Hallo Forum,


    gelten die Fristen für die Anforderung von Unterlagen, zuletzt z. B. im BSG Urteil vom 18.07.2013, B 3 KR 21/12 R präzisiert, auch für private Versicherungen? Kann der Begriff "zeitnah" hier analog zum Umgang mit den gesetzlichen Kassen angewendet werden?


    Konkret habe ich den Fall, daß Behandlungsunterlagen für eine Behandlung aus 2012 ca. 1 Jahr nach Rechnungsstellung (direkt an die Kasse und zunächst auch problemlos bezahlt) erstmalig angefordert werden. Ich habe das jetzt erst einmal abgelehnt, mich würde aber interressieren, wie die Kollegen mit solchen Anfragen umgehen?


    Mit freundlichen Grüßen aus Frankfurt.


    P. Möckel

    Hallo NorrinRadd, hallo Forum,


    ich würde erst mal prüfen, ob die "geriatrische Reha" nicht doch eine Behandlung in der Geriatrie eines Akutkrankenhauses war (erkennbar an einer IK Nummer, die mit 26 beginnt). Dann hätte die Kasse Recht.


    Im Krankenhausinternen Jargon wird so etwas gern "geriatrische Reha" genannt, obwohl es die Verlegung in ein Akuthaus ist. Bin auch schon darauf reingefallen.


    Ansonsten gelten die FPV-Regeln und damit keine Fallzusammenführung, da Wiederaufnahme außerhalb der OGV.


    Grüße aus Frankfurt


    P. Möckel

    Hallo Forum,


    wer kann mir denn nähere Informationen zu der genannten vertraglichen Regelung zur Schlaflaborabrechnung in Bayern geben?


    Zwischen wem wurde da was vereinbart?


    Viele Grüße aus Frankfurt


    P. Möckel

    Hallo Forum,
    im §18 (1) Nr. 4. KHEntg. steht "Leistungen des Belegers sind 4. die von ihm veranlassten Leistungen von Ärzten und ärztlich geleiteten Einrichtungen außerhalb des Krankenhauses."
    Ein Labor ist ja in der Regel ärztlich geleitet.
    M.E. muß der Belegarzt dem Labor eine Überweisung ausstellen und dieses mit der KV abrechnen. Wenn das Labor keine KV-Zulassung hat wird es problematisch.


    Grüße aus Frankfurt (nass)


    P. Möckel