Beiträge von gerald_poschmann

    Hallo Herr Konz,
    ich habe allerdings auch ein kleines Verständnisproblem:
    private Versicherer bezahlen nach dem Prinzip der Handschlagmedizin (jede Leistung, nicht aber die Diagnose), zusätzlich die Begleichung der Hotellerie. Natürlich können sie die angegebenen Diagnosen und Prozeduren (=Leistungen) durch einen Grouper laufen lassen, aber was haben Sie davon? Zahlreiche Leistungen, die sie bezahlen, werden doch gar nicht vom Grouper erfasst (z.b. Ultraschall). Sie erhalten auch nie die spezialisierten Unterdiagnosen, die eine relevante Upcoding bewirken (z.B. akut und Blutung usw) Und die Ärzte, die im Krankenhaus kodieren, sind nie und nimmer die gleichen Ärzte, die ihre Leistungen bei Ihnen einreichen (Fehlerquelle !)
    Ob sie damit wirklich Regresse begründen können... ich glaube es nicht.
    Und in Deutschland hatte bislang noch keiner ein vergleichbares Problem



    --
    Grüße aus Hanau
    Poschmann

    Hallo Herr Kilian,
    das hat mir gut gefallen...ja, die Kollegen mutieren im Falle der Niederlassung zu GOÄ/EBM Houdinis. Aber da greift die Software auch gewaltig unter die Arme: elektronisches Reizen der noch freien Resourcen, Hinweise auf noch "freie" Ziffern, implementierte Hinweise zu den einzelnen Ziffern.
    Warum gibt es im Krankenhaus Probleme ?
    unzählige Masken, benutzerfremde Oberfläche mit ein, manchmal zweimaligem Klicken, keine automatisierungsmöglichkeiten, keine Warnhinweise, keine Implementierung der allgemeinen und speziellen Kodierrichtlinien, vom Kodiermanual ganz zu schweigen. Jedes Krankenhaus mit eigenen Oberfläche...aber wer kodiert am schnellsten ? Es gibt kein Benchmarktest, der das schnellste (und beste) Resultat festlegen kann (vielleicht doch was für Herrn Sommerhäuser...).
    Wieviel Zeit könnte gespart werden, die anderweitig eingesetzt werden kann ?
    Ich brauche daher Software (vielleicht auch Hardware), die auf MEINE Bedürfnisse eingerichtet werden kann: Automatisierung sich wiederholender Abläufe, Warnhinweise (fehlende Klickfelder, fehlende Diagnosebereiche), logischer Ausschluß bei Inkompatibilität nach SKR, Vorsortierung der Auswahlfelder usw. Wenn ich dann auch noch andere Krankenhaustätigkeiten elektronisieren kann (Diktat, Anordnungen, Bildübermittlung, Visite) oder die verschlüsselten Diagnosen für den Arztbericht nutzen kann, wird das Auflisten der Diagnosen und Prozeduren zu einer ganz normalen Tätigkeit (ob auch Ärzte verschlüsseln müssen, ist eine anderes Thema)
    Da können wir in Berlin vielleicht auch etwas diskutieren


    Grüße aus Hanau
    Poschmann

    Hallo Herr Lueckert, da kommt das Unglück gleich doppelt: schon jetzt will der Kostenträger nicht zahlen, nach australischen DRG zahlt er auch nur für ein RG von ca 1,5, das reicht auch nur ein paar Tage.
    Ich habe das schon mit meinem Gesundheitsamt durchexerziert: nach meiner Auffassung ist zunächst der Kostenträger zuständig, existiert kein Kostenträger (nicht immer ist das Sozialamt zuständig !) muss das Gesundheitsamt für die Kosten der Behandlung aufkommen. Voraussetzung ist, dass ein öffentliches Interesse besteht, einen Ausscheider zu isolieren (Nachweis von TB). Aus meiner Sicht muss das Gesundheitsamt die Kosten übernehmen und hat dies im Einzelfall auch bereits getan.
    Grüße Poschmann