Beiträge von WStark

    Sehr geehrter AmbulantCheck,


    8-831.0 ZVK-Anlage; Nichtoperative therapeutische Prozedur z.B. in der Intensivmedizin, i.d.R. für einige Tage belassen


    5-399.5 Port-Anlage, Demers-Anlage; Operative Prozedur, z.B. Gefäßchirurg, wird längerfristig / dauerhaft belassen

    Immerhin findet sich im zweiten Teil des Artikels folgende Ergänzung:

    Zitat

    Der Medizinische Dienst prüft der Zeitung [=Rheinische Post] zufolge jeweils 10 bis 12 Prozent aller Krankenhausabrechnungen. Allerdings haben die Kliniken in der Vergangenheit diesen Kassen-Berichten widersprochen. Sie argumentieren, dass die beanstandeten Rechnungen häufig nicht falsch, sondern strittig seien, weil Kassen und Ärzte lediglich unterschiedliche medizinische Einschätzungen hätten.

    Sehr geehrte Diskutanten,


    mittlerweile liegt die schriftliche Antwort des DIMDI vor:

    Zitat

    Das nichttraumatische Muskelhämatom wird mit M62.8- verschlüsselt. Wenn es im Rahmen einer hämorrhagischen Diathese durch Antikoagulanzien aufgetreten ist, sollte zusammen mit D60.30 verschlüsselt werden.
    Zur Auslegung der DKR (z.B. Festlegung der Haupt-/Nebendiagnosen, Mehrfachkodierung etc.) nehmen wir nicht Stellung, bitte wenden Sie sich hierzu ggf. an das zuständige Institut (InEK GmbH, s.a. www.g-drg.de).


    Insofern wurde die mündliche Aussage revidiert und entspricht der Auffassung im vorigen Beitrag.

    Sehr geehrte Forums-Mitglieder,


    ich hatte mir vor einigen Jahren eine Excel-Tabelle gebastelt, die mir für jede Nebendiagnose den CCL-Wert in Bezug zur Basis-DRG liefert.


    Ich möchte diese jetzt aktualisieren, habe aber die enstprechenden Daten nicht gefunden.
    Das seinerzeitige Format war:
    1. Tabelle weist der Basis-DRG eine Spaltennummer zu
    2. Tabelle weist der Nebendiagnose eine Zeilennummer zu
    3. Tabelle enthält die jeweiligen CCL-Werte
    -> hieraus läßt sich dann diese Kreuztabelle basteln


    Ich konnte diese Daten/Tabellen für 2012 oder gar 2013 nirgendwo finden. Wer kann mir helfen?

    Sehr geehrter Herr Dr. Trump,


    Dyspnoe ist eine subjektive, schwer messbare Beschwerde, die viele, auch lebensbedrohliche Ursachen haben kann. Aufgrund der multifaktoriellen Genese kann eine eindeutige Zuordnung im Einzelfall schwierig bis unmöglich sein -> Konsens?
    Stellt sich ein Patient mit dieser Beschwerde vor, sollte u.a. eine BGA zur Objektivierung einer Hypoxie bzw. Hyperkapnie erfolgen -> Konsens?


    Vorsicht: In der Chaouat-Arbeit wurden 998 Pat. mit einer COPD (definiert als FEV1/VC < 60%) und hypoxämischer respiratorischer Insuffizienz mittels RHK untersucht. Von diesen hatten 27 einen PAPm über 40 mmHg, davon wiederum 11 ausschließlich eine COPD als weitere Erkrankung. Interessanterweise lag der Median des FEV1 bei den eingangs erwähnten 11 Pat. bei 50% (39-69%) -> unklar ob PH wegen COPD oder eher PAH und daneben COPD.
    Von den übrigen 971 Pat. wurde eine Stichprobe gezogen, von dieser Stichprobe hatten 53% einen PAPm > 20 mmHg. Für das Gesamtkollektiv errechnet sich eine Prävalenz von 55%, wobei offen bleibt, inwiefern andere Erkrankungen auch ursächlich sein könnten.
    Die Angabe 90% stammt aus einer Arbeit von Scharf et al., die bei 120 Patienten mit schwerem Emphysem vor Lungenvolumenreduktion in 90% einen invasiv gemessenen PAPm von über 20 mmHg fanden.

    Die Diskussion droht vom DRG-Thema abzuweichen, aber:


    1.

    Zitat

    Wenn über 80% aller patienten bei der aufnahme auf einer internistischen intensivstation bei gezielter nachfrage luftnot/ kurzatmigkeit angeben, dann

    haben diese Patienten häufig Gründe, warum sie auf die Intensivstation gelegt werden. Luftnot kann eben viele, auch lebensbedrohliche Ursachen haben und ist damit sehr wohl ein relevantes Symptom.


    2.

    Zitat

    Zudem haben Ihre COPD-patienten prozentual gesehen selten ein Cor pulmonale; nach studien mittels Rechthsherzkatheter etwas über 1%.

    Wo nehmen Sie diese Zahlen her?? Je nach Studienkollektiv findet sich bei fortgeschritteneren Lungenerkankungen wie COPD oder Lungenfibrose in 30% - 90 % der Fälle im Rechtsherzkatheter eine relevante pulmonale Druckerhöhung. Dies sagt dann etwas über die Druckverhältnisse aus. Das Cor pulmonale chronicum ist davon differenziert zu betrachten und die Rechtsherzinsuffizienz auch noch mal differenziert.


    3.

    Zitat

    Wenn Sie die dyspnea in 99% Ihrer COPD-fälle der copd zuordnen liegen Sie richtiger. Dyspnea ist ein subjektives symptom, technisch erfassbarer ist die Hypoxämie/ Hypercapnie

    Diese Verlautbarung ist ebenso plakativ wie undifferenziert. Luftnot kann viele Ursachen haben (s.o.). Mit der Hypoxämie/Hyperkapnie erfassen Sie eine respiratorische Insuffizienz, niemals aber den Schweregrad einer COPD oder von Luftnot.


    Unter diesen Umständen sollte ET.gkv sich mit einer Signatur outen und sich nicht hinter einem Kürzel verstecken, um dann Behauptungen in die Welt zu setzen.

    Vorsicht, nicht verwechseln:
    I50.01 ist - wie bereits oben beschrieben - für die Rechtsherzinsuffizienz auf dem Boden einer Linksherzinsuffizienz reserviert. Dies entspricht als Diagnose einer Pulmonalen Hypertonie Gruppe II. Für alle anderen Formen der Rechtsherzinsuffizienz gilt die I50.00.


    zu GOMER1s Frage: bei fehlenden Zeichen/Symptomen der Rechtsherzinsuffizienz, als da wären: Zyanose, Dyspnoe, Arm-/ Halsvenenstau, Beinödeme, Anasarka, Aszites, kodieren wir das Cor pulmonale chronicum bei idiopathischer/familiärer PAH mit I27.0, bei assoziierter PAH (Sklerodermie) sowie PH der Gruppen III und V mit I27.28 und bei CTEPH mit I27.20. Für die Verwendung der Kodes I27.8 und I27.9 sehe ich keine rechte Veranlassung.


    Zitat

    I50.0- Rechtsherzinsuffizienz
    Soll das Vorliegen ... eines Cor pulmonale angegeben werden, so ist eine zusätzliche Schlüsselnummer zu benutzen.
    I50.00 Primäre Rechtsherzinsuffizienz
    I50.01 Sekundäre Rechtsherzinsuffizienz
    Globale Herzinsuffizienz
    Rechtsherzinsuffizienz infolge Linksherzinsuffizienz


    P.S. Die Venedig-Klassifikation von 2004 wurde in Dana Point 2008 im Wesentlichen fortgeführt. Mit den Schaltjahren hat ET.gkv für diese beiden Jahre sogar Recht, allerdings findet die nächste Welt-Konferenz dann erst 2013 statt. Diese Klassifikationen besitzen für das diagnostische und therapeutische Vorgehen eine hohe Relevanz und lassen sich im ICD befriedigend abbilden. Zur Ursachensuche bei Pulmonaler Hypertonie finden sich in den Leitlinien der europäischen Fachgesellschaften ERS und ESC (2009) Empfehlungen, mit deren Hilfe sich Albträume vermeiden lassen. :)

    Sehr geehrtes Forum,


    ich habe heute mit einer Mitarbeiterin des DIMDI gesprochen:
    Auch in 2012 wird das Nichttraumatische Muskelhämatom, wenn es unter Antikoagulation entstanden ist, mit D68.30 kodiert.

    Sehr geehrtes Forum,

    Zitat

    im Hinweis zum OPS 1-430 heißt es: Die nachfolgende Kodes unfassen die Entnahme von 1 bis 5 Biopsien. Die Entnahme von mehr als 5 Biopsien ist mit dem Kode Stufenbiopsie zu kodieren.
    Üblicherweise spricht man von einer Stufenbiopsie, wenn z.B. an der OL-Aufzweigung, am OL-Abgang, im Tracheobronchialwinkel, an der Hauptcarina usw. Proben entnommen werden. Allerdings lässt es der Hinweis offen, ob mit diesem Kode nicht auch mehr als 5 PEs an gleicher Stelle kodiert werden können. Anfrage an DIMDI läuft.


    Hier die Antwort des DIMDI:

    Zitat

    Bei der Stufenbiopsie geht es um die Anzahl der Biopsien und nicht um die Anzahl der Lokalisationen. Bei weniger als 5 Biopsien sind verschiedene Lokalisationen separat zu kodieren.


    Ein schönes und sonniges Wochenende