Beiträge von stein_m

    Seit mehreren Jahren haben wir in unserem Haus die elektronische Fieberkurve eines führenden KIS-Herstellers sowie ein digitales Archiv desselben Herstellers. Das System ist nicht in der Lage, die digitalen Daten der Fieberkurve in das digitale Archiv zu transferieren. Bei MDK-Fällen werden die Fieberkurven händisch aufgesucht und die Einzelblätter, ebenso wie Visiteneinträge und Pflegeberichte, auf Papier ausgedruckt. Die Ausdrucke werden dann eingescannt und so ins digitale Archiv importiert. Wir sind Meister in der Nutzung menschlicher Schnittstellen.

    Aufgrund dieser Erfahrungen ist Digitalisierung für mich kein Problemlöser.

    Hallo medman2,


    Ihr plakatives Beispiel ist ja kein Einzelfall und auch der Grund, warum ich oben auf die Notwendigkeit hinwies, dass das MedCo bei der Umsetzung der KHZG-relevanten Anwendungen eingebunden werden sollte - denn gerade die Kurve ist ein schönes Beispiel, wie der Transfer von strukturierter Erfassung hin zum PDF nicht immer glücklich umgesetzt wird (kenne ich noch von früher aus Erfahrung in einer Klinik mit elektronischer Kurve und ähnlichem "Extraktionsaufwand" wie bei Ihnen).


    Und letztlich ist es richtig, man/frau bewertet es selbst, ob die angebotenen Dienste wirklich eine Erleichterung darstellen.


    Schöne Grüße

    Markus Stein

    Hallo merguet,


    jepp, das ist richtig, dass hier wenig - ähm gar keine - Investitionsförderung stattfindet und zudem der Aspekt nicht über KHZG-Pakete finanzierbar erscheint (wäre für mich nur mit sehr viel Kreativität vermittelbar).


    Die Problematik der noch viel mit Papier arbeitenden Medizincontroller/innen und MDK-Manager/innen hatten wir auch in einer Befragung im Rahmen einer Masterarbeit mit erhoben - siehe hier im Forum unter Online-Umfrage zur Digitaliserung des MDK-Managements bis 31.8.2019


    Allerdings muss ich dahingehend widersprechen, dass sich auch "Abbilder analoger Daten", sprich gescannte PDF-Dateien schon in einen semi-automativen Prozess einbinden lassen, sofern die eigene IT-Landschaft das hergibt.


    Und "echte Digitaldaten" müssen leider auch in PDFs gewandelt werden, eine Herausforderung, die bei Kliniken mit wachsendem Digitalisierungs- bzw. im KHZG-Sprech "Reifegrad" aufkommt- denn sie "dürfen" die strukturierten Daten in die vom MD geforderten PDF-Strukturen überführen. Dieser Aspekt wäre auch der, den ich als wichtige Mitsprache des Medizincontrollings bei Implementierung der KHZG-Pakete erachte, nämlich darauf zu achten, dass ggf. einzuführende "digitale Pflege/Behandlungsdokumentation" auch eine einfache und solide Ausleitung der strukturierten Daten in PDF-Dateien zulässt.


    Schöne Grüße

    Markus Stein

    Guten Morgen,


    da die MDK-IT nunmehr auch eine automatische Schnittstelle per Web-API zum LD-Portal anbietet, treten genau die Herausforderungen zutage, die für eine nachhaltige Bearbeitung der MD-Anfragen über das LE-Portal auftreten und die IT-seitig unterstützt werden müssten ... nämlich:

    • Beachtung der Dateigröße => möglichst "automatische" Aufteilung der von den Primärsystemen (KIS/Archiv) bereitgestellten PDF-Dateien
    • Mapping auf die Dokumentklassen des MD => auch hier möglichst automatisches Mapping auf die vier Dokumentklassen
    • Transparenz über Anzahl und Umfang der übertragenen Dateien (v.a. bei umfangreichen Prüffällen könnten das trotz der 100 MB nicht wenig Dateien sein)

    Von den erforderlichen Schnittstellen zu KIS/Archiv und MD(K)-Tools ganz zu schweigen, aber durch den nunmehr gegebenen Service der automatischen Übernahme von Prüfanzeigen und auch der Gutachten (schon von einigen MD avisiert) wäre ein vollständiger digitaler Prozess von MD(K)-Tool über die Primärsysteme KIS/Archiv hin zum LE-Portal und zurück möglich ... und damit endlich die Unterstützung, die ich schon lange mit Teilnehmer/innen des Intensivseminars Medizincontrolling der DGfM in meinem Seminarblock diskutiere.


    Jedenfalls erhielte dann das "Bullsh.t"-Bingowort "Digitalisierung" mal eine positive Konnotation.


    In diesem Sinne einen angenehmen Wochenbeginn

    Markus Stein

    Hallo,


    wie bisher auch stelle ich für das folgende Jahr gerne eine aktualisierte "Heidelberger Liste" bereit, die ja eigentlich aus Berlin kommt. Anbei die neue Liste im PDF- und Excel-Format. In letzterer Datei sind auch wieder die zwei Historisierungen enthalten, d.h. die beiden Listen der DRGs mit ihren (virtuellen) DRGs werden auf ihre Kontinuität über die letzten Jahre aufgelistet.


    Und natürlich freue ich mich über Rückmeldungen, wo noch Optimierungen erfolgen könnten.


    Viel Spaß und vor allem Unterstützung mit den Listen wünscht

    Markus Stein

    Guten Morgen,


    am Wochenende konnte ich - nach der bekanntlich späten Veröffentlichung des aG-DRG-Kataloges 2020 - auch die dazu gehörende "Heidelberger Liste" für das kommende Jahr fertigstellen.


    Angehängt finden Sie nun sowohl die Excel- als auch die PDF-Datei.


    Wie im letzten Jahr schon, habe ich für beide Listen in der Exceldatei eine Historie der letzten drei Jahre beigefügt - somit sollte für das Reporting auch eine Kontinuitätsauswertung bzgl. der virtuellen Basis-DRGs eingerichtet werden können.


    Und wie in den Vorjahren auch freue ich mich auf Anregungen und Optimierungsvorschläge aus dem Fachpublikum.


    Viel Erfolg bei der Nutzung der "Heidelberger Liste 2020" wünscht

    Markus Stein

    Guten Morgen,


    eigentlich habe ich - leider - das Ergebnis fast so erwartet. Denn auch wenn ich inzwischen selbst auf Seite eines IT-Dienstleisters arbeite, kenne ich nun noch mehr die Umsetzungen vielen Kliniken. Die beiden Privatkliniken in HD, in denen ich zuletzt tätig war, waren/sind auch nicht unbedingt der Maßstab.


    Und ja, ich finde es auch schade, dass allerorten "Digitalisierung" gerufen wird - für mich ist das Wort inzwischen in das Bullshit-Bingo eingegangen - aber eine echte Durchdringung in die Prozesse nicht angedacht wird. Siehe die bei vielen MDK-Tools und IT-Systemen fehlende oder bei den Nutzern nicht bekannten Features (Danke F15.2!) einer automatisierten Verarbeitung von 301er Nachrichten bis hin zur Kopplung mit der Dokumentenübertragung an den MDK.


    Ein Knackpunkt sind sicher auch erforderliche Schnittstellen, da diese immer Extrakosten generieren und daher auf das ohnehin schmale IT-Budget der Klinik lasten können. Ich beobachte das auch schon lange bei der immer noch sehr geringen Durchdringung der Kliniken mit Point-of-care Arbeitsplätzen, also der Arbeit von Medizin und Pflege direkt am Bett - und darunter sehe ich jetzt nicht die in der Presse zum Teil hochgejazzten "Digitalen Visiten", die nur ein Bruchteil einer echten digitalen Arbeit der Ärzte und Pflegekräfte am Bett darstellt.


    Mal sehen, wie sich die Situation in den Kliniken ändert, wenn die EPA nach §291a ab Januar 2021 vor der Tür steht und die Patienten dann im Frühjahr beginnen, nach einer Übertragung von Entlassbriefen und anderen Dokumenten in ihre EPA fragen.


    Aber das entfernt sich doch etwas von der ursprünglichen Fragestellung.


    Schöne Grüße aus Berlin

    Markus Stein

    Hallo,


    letzte Woche bei der DGfM-Tagung konnten wir die beigefügte Kurzauswertung auslegen bzw. über den DGfM-Mitgliederkreis verteilen - der Aufruf zur Teilnahme dort wie auch in den Foren von myDRG und medinfoweb haben immerhin 101 ausgefüllte Bögen erbracht.


    Anbei nun die Kurzauswertung, eine umfangreichere kann direkt bei mir über die angegebene E-Mailadresse angefordert werden.


    Eine angenehme Lektüre wünscht

    Markus Stein

    Hallo "Anyway",


    bei der Umfrage dürfen ausdrücklich alle Kliniken teilnehmen, die MDK-Prüfungen haben, also natürlich auch Psychiatrische.


    Und bei der Prüfquote können Sie ruhig die aktuelle Quote angeben, da ja schon einige Monate aus 2019 vergangen sind.


    Es freut mich, wenn die Umfrage regen Anklang findet und die Antworten damit aussagekräftiger werden.


    Schöne Grüße

    Markus Stein

    Hallo,


    ich betreue eine Masterarbeit, die eine Studentin an der Universität Bielefeld erstellt und die sich mit dem Digitalisierungsprozess des MDK-Managements in Kliniken befasst. Nach einer umfangreichen Interviewrunde bei Medizincontrollern und MDK-Fallmanagern soll nun als Addon eine kurze Umfrage weitere Rückschlüsse auf die "Digitalisierungspraxis" ziehen lassen.


    Hier der Link zur Umfrage: https://docs.google.com/forms/…N5Q/viewform?vc=0&c=0&w=1


    Die Umfrage ist bis 31.8.2019 geöffnet und wir hoffen, mit der anonymen, industrieneutralen und innerhalb von etwa 10' auszufüllenden Umfrage einen möglichst hohen Rücklauf zu erzielen ... trotz der doch kurzen Zeitspanne bis zum 31.8.


    Die Ergebnisse dieser Umfrage werden wir, d.h. Frau Oldemeyer und ich, nach Abgabe der Masterarbeit (September 2019) veröffentlichen, so dass die Teilnehmenden auch ein zügiges Feedback erhalten.


    Auf diesem Weg schon einmal ein Dankeschön an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage ... schöne Grüße

    Markus Stein