Beiträge von medman2

    Hallo Herr Lindenau,


    rein formal wird der neue vorläufige/semiendgültige Pflegeerlöswert von 185 € zwar in § 15 KHEntgG eingeführt.

    § 15 regelt für Fallpauschalen und Zusatzentgelte nach § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2, dass diese nach dem Aufnahmedatum bemessen werden. Der Pflegeerlöswert als Abschlag auf das Pflegebudget ist allerdings in § 6a KHEntgG geregelt. Da es sich um einen "tagesbezogenen" Wert handelt, kann man auch die Auffassung vertreten, dass nicht auf das Aufnahmedatum abzustellen ist, sondern auf den einzelnen Tag. Eine gesetzgeberische Klarstellung wäre hilfreich.


    Die o.g. Regelung Ihres KIS-Herstellers verstehe ich nicht. Bedeutet diese, dass für Überliegertage zwischen 1.4. und 21.4. bei Abrechnung bis zum 21.4. der erhöhte Wert von 185 € berechnet wird, bei Abrechnung danach dann auf den Aufnahmezeitpunkt abgestellt wird, mithin nur 146,55 € berechnet werden?

    Ich hätte zum Pflegeentgelt aber auch noch eine Frage:

    Sind die noch nicht für 2020 verhandelten E3.3-Entgelte jetzt nochmals um 38,45 EUR (185,00 ./. 146,55) zu vermindern, wie bereits zum Jahreswechsel?

    Das verstehe ich so (KHEntgG § 15 Abs. 2a S. 2):


    "Für krankenhausindividuelle voll- und teilstationäre Entgelte gemäß § 6, für die in dem Pflegeerlöskatalog Bewertungsrelationen ausgewiesen sind, ist bis zum Wirksamwerden der Vereinbarung des Pflegebudgets für das Jahr 2020 abweichend von Absatz 2 Satz 3 die bisher geltende Entgelthöhe abzurechnen, die um die Höhe der nach Satz 1 [Anm.: bis zum 31. März 2020 mit 146,55 Euro und ab dem 1. April 2020 mit 185 Euro] ermittelten tagesbezogenen Pflegeentgelte zu mindern ist."


    Viele Grüße


    Medman2

    Hallo Herr Steinke,


    tja, die Differenzierung "der Höhe nach" und "dem Grunde nach" fällt manchem schwer.


    Vielleicht schlagen sie der Gegenseite vor, für die maximal ersparten 54,33 € einen Orden im Kampf für die Versichertenbeiträge zu erwerben.


    Viele Grüße


    Medman2

    Hallo Herr Wegmann,


    sorry, ich verstehe immer weniger.


    Es geht um das

    • SIRS
    • infektiöser Genese
    • ohne Organkomplikation.

    Da waren nach meinem Kenntnisstand bisher (DIVI) immer

    • Abnahme von 2 Paaren Blutkulturen und
    • 4 erfüllte SIRS-Kriterien (sofern die Blutkulturen negativ waren)

    erforderlich.


    Viele Grüße


    M2

    Hallo PsycoControl,


    sofern die von Ihnen genannten Punkte kumulativ gefordert werden, ist das sicher überzogen.


    Die Bestimmung von Gewicht, Größe und BMI ist natürlich Grundvoraussetzung, um die Diagnose überhaupt belegen zu können.


    Eine Diätberatung oder ein Therapiegespräch sind jedoch ausreichend, da der Aufwand größer 0 sein muss.


    Viele Grüße


    Medman2

    Hallo Herr Schaffert,


    Abs. 3:

    "Dieser Aufschlag beträgt

    • 25 Prozent im Falle des Absatzes 2 Satz 4 Nummer 2, ... ."

    Absatz 2 Satz 4 Nummer 2:

    " ... an allen durch den Medizinischen Dienst geprüften Schlussrechnungen für vollstationäre Krankenhausbehandlung zwischen 40 Prozent und unterhalb von 60 Prozent liegt,"


    Nach meinem Verständnis ist die Prüfquote für vollstationäre KH-Behandlung gedeckelt, hier gibt es den Strafaufschlag.


    Anders bei teilstationären Behandlungen.


    Viele Grüße


    M2

    Hallo,


    das ist ja charmant, sofern es sich nicht um ein Versehen handelt.


    § 275c Abs. 2 SGB V:

    • "(2) Im Jahr 2020 darf eine Krankenkassebis zu 12,5 Prozent der bei ihr je Quartal eingegangenen Schlussrechnungen für vollstationäre Krankenhausbehandlung eines Krankenhauses nach Absatz 1 durch den Medizinischen Dienst prüfen lassen (quartalsbezogene Prüfquote). Maßgeblich für die Zuordnung zu einem Quartal ist das Datum der Schlussrechnung."

    Also zählt die Prüfung für das 1. Quartal.


    Sofern die Prüfung (Datum) dann im 3. Quartal durchgeführt wird, geht das Ergebnis dieser Prüfung in den Quotienten zur Bestimmung des Anteils unbeanstandeter Rechnungen ein, der wiederum für die zulässige Gesamtprüfquote und evtl. Strafabschläge im 1. Quartal 2021 maßgeblich ist.

    Interessant wäre die Frage, wie denn die vermutlich vordatierte Prüfmitteilung hinsichtlich des Beginns verschiedener Fristen (Zusendung von Unterlagen, Mitteilung der leistungsrechtlichen Entscheidung) zu bewerten ist.


    Viele Grüße


    M2