Pneumonie bei COVID-19 und Pneu-Bogen

  • Guten Tag,

    wie gehen Sie mit dem Problem um, dass bei einer Pneumonie mit COVID-19 eine Antibiose in nur wenigen Fällen durchgeführt wird und dann in der externen QS die Zeitspanne zur frühen antimikrobielle Therapie nach Aufnahme eher lang ist, bzw. 0 eingetragen wird. Je nach Anzahl der COVID-Fälle werden dann u.U. die Referenzwerte gerissen.

    Oder habe ich irgendwo eine Ankündigung von G-BA, IQTIG etc. überlesen?

    Herzliche Grüsse aus Mittelfranken
    E. Horndasch

  • Hallo,


    dieses Problem haben wir auch schon diskutiert.

    Nun sind ja auch bisher schon virale Nachweise/Genesen bei Pneumonien (s. z. B. J10, J11)) unter den Einschlusskriterien bei Alter > 18 Jahren geführt. Dahingehend muss man u. E. eine Analogie herstellen und ableiten, dass COVID-Pneumonien wg. J12.8 (Pneumonie durch sonstige Viren, ebfs. Einschlusskriterium der Tabelle PNEU_ICD) erst einmal einen QS-Bogen erzeugt.


    Bzgl. der Therapie mit Virustatika u./o. (verzögert?) Antibiotika sind je nach Konstellation unterschiedliche Szenarien möglich, darunter dann auch solche, die die Referenzwerte reißen.

    Ich denke, das könnte man im strukturierten Dialog auf jeden Fall plausibel argumentieren. Besser wäre natürlich eine (wie auch immer geartete) Ausnahmeregelung bzgl. der "Antibiotikagabe" bei viralen Pneumonien, die diesen Umstand und Aufwand vermeidet.


    Beste Grüße

    geoff