Beiträge von SLindenau

    Hallo zusammen,


    wie sehen Sie denn die zukünftig eingeschränkten Möglichkeiten der Rechnungskorrektur auch bei Fällen die nicht in der Abrechnungsprüfung sind.

    Lese ich den Entwurf richtig, dass wir dann eigentlich nur noch einen Schuss frei haben und der muss ins Schwarze?

    Kodierrevisionen am Ende des Jahres werden dann wohl hinfällig

    Und die Stammdatenpflege, sowie die Generierung von E3.2/ E3.3-Leistungen um so wichtiger, da ich ja keine neue Rechnung mehr schreiben darf, falls das ind. ZE nicht gezogen wurde.

    In vielen Häusern wird im Stapel mit einer Fire and Forget Mentalität abgerechnet. Fehler werden im Nachhinein korrigiert, da müssen wohl die Abläufe angepasst werden.

    Wie sieht es mit formalen Fehlern aus, wenn zB ein prozentualer Abschlag fehlt oder falsch berechnet wurde...Pech gehabt?

    Ist eine Fallzusammenführung eine Rechnungskorrektur?


    S. Lindenau

    Guten Morgen,


    vielen Dank für die Rückmeldungen.


    In der Regel nehme ich die Einstellungen vor. ;)

    Allerdings sind das Einstellung im KIS, die nur der Softwarehersteller vornimmt.

    Unser System (ORBIS) nimmt Abschläge vor. Die kann man umgehen, wenn man etwas Bescheid weiß.


    Mich interessiert woher der KIS-Hersteller die Logik bekommt. Ich denke da an die Auslösekriterien im QS-Bereich. Dort ist bis auf kleinste beschrieben, wann ein Bogen ausgelöst wird.

    Dies müsste es dann hier doch auch geben!?

    Ansonsten müsste sich jeder KIS-Anbieter, diese Logik selber herleiten, dass kann es dann auch nicht sein.


    Gruß


    S. Lindenau

    Hallo zusammen,


    ich bin gerade auf der Suche wo genau geschrieben steht welcher Entlassungs-/Verlegungsgrund (§301-Schlüssel 5) ggfs. zu einem Verlegungsabschlag führt.


    Es gibt hier gerade eine Diskussion, dass nur 06 Verlegung in anderes KH einen Verlegungsabschlag auslöst, 13 externe Verlegung zur psychiatrischen Behandlung nicht.


    Ich finde nirgendwo eine Stelle wo die Logik dahinter beschrieben steht.


    Vielen Dank


    S. Lindenau

    Hallo,


    ich habe gerade mal das ganze mit unserem Sozialdienst durchgesprochen, wie wahrscheinlich diese Konstellelation überhaupt ist.


    Wenn wir einen Antrag auf Pflegegrad stellen, machen wir dies über einen Eilantrag. Damit bekommen wir eine vorläufige Entscheidung. Diese Entscheidung geht bis Pflegegrad 2 nicht höher. Ungefähr 14 Tage später wird der Pat. in der gewohnten Umgebung Zuhause begutachtet und dann wird die endgültige Entscheidung getroffen.

    Die endgültige Entscheidung wird nicht an das Krankenhaus übermittelt, so dass wir im Regelfall keine Kennntis darüber erlangen, ob der Pat. doch noch auf Pflegegrad 3 eingestuft wurde.

    Selbst wenn wir diese bekommen, muss intern sicher gestellt werden, dass diese Info ins MedCo übermittelt wird.


    Nach Rücksprache mit unserem Rechtsbeistand würden wir den OPS nachkodieren, falls wir Kenntnis davon erlangen. Da wir allerdings davon ausgehen, dass diese Situation sehr selten ist, wird keine eigener Prozess dafür eingeführt.


    Interessanter sind da eher die Rückmeldungen der Kassen mit angeblich zu hohen Pflegegraden.


    S. Lindenau

    Hallo,


    scheint allerdings noch nicht bei den Kostenträgern angekommen zu sein.


    Wir bekommen weiterhin Ablehnungen für Datensatzkorrekturen (Mehrerlös für KHs) in Rahmen von Inhouseprüfungen.


    Stehen jetzt alle auf der Agenda für den nächsten Rechtsanwalt-Termin.


    Gruß


    S. Lindenau

    Hallo Herr Schaffert,


    vielen Dank für Ihre Antwort.


    Im im eigenen Haus wird eine Verlegung vom voll- in den teilstationären Bereich mit dem §301 Schlüssel 22 Fallabschluss (interne Verlegung) bei Wechsel zwischen voll-, teilstationärer und Behandlung gekennzeichnet. Dieser löst kein Verlegungsabschlag aus. AUf jeden Fall machen wir dies so bei unserer geriatrischen Tagesklinik. Diese ist allerdings auch KHEntgG und nicht BPflv.


    Zudem gibt es ja auch noch den Entlassgrund 13 externe Verlegung zur psychiatrischen Behandlung.


    Da auch die Kostenträger jedesmal mit einer anderen Meinung auftreten kam hier die Frage auf.


    Wenn Sie jetzt richtig verstehe würden Sie den Fall mit 06 Verlegung in ein anderes Krankenhaus entlassen und ggfs. Verlegungsabschläge abziehen?


    Gruß


    S. Lindenau

    Hallo Medicos,


    wir bekommen nur bei Vorverfahren eine KAIN, beim Direktverfahren mal Post vom Kostenträger und die Prüfanzeige per Fax vom MDK. Leider keine KAIN. Die lassen sich auch nicht darauf ein.

    Wie gesagt, würde mich freuen, wenn alle rechnerischen Prüfungen egal ob AOP , med. Begründungen etc über die KAIN laufen würde, so dass sich die Vorgänge automatisch anlegen lassen....


    Hallo Kodierer2905,

    S276 Abs. 2 SGB V:

    "Der Medizinische Dienst darf Sozialdaten erheben und speichern sowie einem anderen Medizinischen Dienst übermitteln, soweit dies für die Prüfungen, Beratungen und gutachtlichen Stellungnahmen nach § 275 erforderlich ist."


    Die sachlich-rechnerische Prüfung wird nicht vom §275 SGB V erfasst. Daher lässt sich der §276 als Grundlage für die Herausgabe von Patienenakte an den MDK bei sachlich-rechnerische Prüfung nicht nicht heranziehen.


    Gruß


    S. Lindenau

    Guten Morgen,


    wir haben die Falldialoge auch durchgeführt und nun so gut wie eingestellt. Die Gründe wurde bereits genannt (gestiegene Prüfquote, überbordende Anforderung an die Stellungnahme, schriftliche Begründungen, faule Kompromisse, gestiegene Ablehnungen, Datenschutz). Wir haben jetzt ca. 75% (Tendenz steigend) Inhouseprüfungen und fahren sehr gut damit. Damit miene ich nicht (nur) die Prüfergebnisse, sondern den schlankeren Prozess.


    Ich stimme Medicos zu. Die KAIN finde ich super, da sie das MDK-Verfahren ein wenig mehr automatisiert. Leider nicht bei den Direktverfahren (also ohne Falldialog). Das wäre eine gute Verbesserung, wenn bei jeder Rechnugnsprüfung ein KAIN-Datensatz geschickt werden müsste. Die Zeitersparniss bei der Anlage der Vorgänge wäre enorm.


    Ich habe zu diesem Thema Unterlagenversand an Kostenträger Frau Dr. Schräder (Bundesbeauftrage für den Datenschutz) angeschrieben. (Das Schreiben werde ich nicht veröffentlichen.) Sie kannte die meisten Urteile damals (vor ca. 2 Jahren) noch nicht. Es ging da um die sachlich-rechnerischen Prüfungen und das Verlangen der Kostenträger auf Herausgabe von medizinischen Unterlagen die unsere Stellungnahmen begründen. Zusammengefasst sagt sie, dass die Kasse nach BSG wohl Recht hat die Rechnung zu bezweifeln (sachlich-rechnerisch) sie aber nur anrecht auf Daten im Rahmen des §301 hat.


    Ich habe das Schreiben in einem laufendem SG-Verfahren (PKMS sachlich rechenrisch) jetzt beigelegt mal sehen was passiert. Wir haben uns geweigert die Pat.Akte an den Kostenträger zu übersenden, da diese kein Recht auf Einsicht hat. Der MDK auch nicht, da §276 SGB V nicht zieht.

    Die Kasse hat uns jetzt verklagt.


    Frohes Neues!


    S. Lindenau

    Hallo Ductus,


    sehe ich ähnlich. Und bin auch an Rückmeldungen interessiert, ob wir Nachteile davon haben das Nachverfahren nicht zu machen bzw. ohne NKA zu machen bevor wir klagen


    Aber könnten Sie Ihren ersten Absatz noch mal näher erläutern?


    Was fordert das SG bei Ihnen an? Und wie sieht das in Verbindung mit dem geriatrischen BSG-Urteil vom 19.12.17 aus?


    Vielen Dank


    S. Lindenau