Eltern-Kind-Setting in TK

  • Hallo zusammen,


    ich habe eine Frage zum Eltern-Kind-Setting in der Tagesklinik.
    Mutter und Sohn (9 Jahre) sind in der TK aufgenommen. (Mutter TK Erwachsene und Kind in TK KJP, jeder ist ein eigener Fall)


    Welchen OPS-Code nehme ich?
    9-643 für die Mutter oder 9-684 im Bereich KJP?


    Vielen Dank für eure Hilfe :)
    zuckerschnute

  • Hallo Zuckerschnute0,


    der Kode 9-68... sagt dir schon, das du eine eltern-Kind-Th. hast. da muss du nicht zusätzlich noch bei der Mutter das angeben. Lies mal den Hinweis im Kode für das Kind. Die Mutter wirde als regel kodiert, als in A6 und R einstufen.

  • Hallo Ariane,


    vielen Dank für deine schnelle Antwort. :thumbup:


    Ich war mir nicht sicher, welchen ich zuordnen muss. Nun bin ich schlauer.


    Liebe Grüße nach Leipzig :)

  • Guten Tag zusammen!
    Wenn beide Patienten in unterschiedlichen Tageskliniken aufgenommen sind, sehe ich eigentlich keine Möglichkeit für die Anerkennung eines Eltern-Kind-Setting-OPS.
    Die Mutter dürfte ja so sehr mit ihren eigenen Therapien beschäftigt sein dass da keine Zeit sein wird, auch noch an den geforderten Therapien gemeinsam mit dem Kind teilzunehmen.


    beim Eltern-Kind-Setting geht es ja darum, dass die Eltern zusätzlich zu den Kindern in der gleichen Klinik aufgenommen werden und da entsprechenden Störungen _beim Kind_ behandelt werden.


    Viele Grüße,


    B. Gohr

    Das Problem am Gesundheitssystem ist der aufrechte Gang. Der aufrechte Gang ist moralisch wünschenswert, orthopädisch aber eine Katastrophe.

  • Hallo B. Gohr,


    die beiden Tageskliniken sind örtlich in einem Gebäude, so dass auch gemeinsame Interaktionen stattfinden, wobei Mutter und Kind auch eigene Therapien haben.


    Wie sieht es dann aus? Welcher OPS-Code ist der richtige?


    Viele Grüße,
    Zuckerschnute

  • Das Mutter-(Vater)-Kind-Setting bedeutet m.E. dass eine/r behandelt wird und der andere als Begleitperson mit "beherbergt" wird. Dies handhaben wir so beispielsweise auf unserer Mutter-Kind-Station, wo postpartale psychiatrische Erkrankungen der Mütter behandelt werden. Auch wenn Mutter-Kind-Interventionen stattfinden und die Kinder einen zeitweiligen Mehraufwand für die Pflege bedeuten, werden sie als Begleitperson aufgenommen. Ich denke, das gilt auch bei einer umgekehrten Konstellation, wenn ein Elternteil das Kind in der Klinik begleitet. Deshalb halte ich eine getrennte Berechnung für richtig und es greift weder der Kode 9-643 noch der Kode 9-684. Das ergibt sich für mich aus dem OPS:


    Es findet eine Behandlung von psychisch kranken Kindern oder retardierten Jugendlichen oder von Kindern/Jugendlichen mit psychischer Symptomatik gemeinsam mit Eltern und ggf. Geschwistern statt, wenn die Eltern-Kind-Dynamik einen wesentlichen Faktor zur Entstehung oder Aufrechterhaltung der Störung darstellt.


    Von ebenfalls erkrankten und behandelten Eltern ist nicht die Rede.

    Erro, dum vivo. :whistling: