Kodierung Pflegegrade 2018

  • Guten Morgen,

    der Trick mit der Neueinstufung, deren Ergebnis dann irgendwann gültig ist und das dann noch für die Dauer von 5+x Tagen besteht, wird von der o.g. Kasse gespielt.

    Es scheint offenbar leider unumgänglich zu sein, auch über diesen Unsinn wieder jahrelange Auseinandersetzungen vor den Sozialgerichten zu führen. Angesichts der Betragshöhe und der politischen Absicht ist das beschämend und völlig überflüssig.

    Gruß

    merguet

  • Schönen guten Tag allerseits,


    vielleicht sollte man beim DIMDI beantragen, den Kode für die Beantragung des Pflegegrades ganz zu streichen und gleichzeitig in de DKR den Hinweis aufzunehmen: "Wurde eine Pflegegrad beantragt, ist der OPS für denjenigen Pflegegrad anzugeben, der aufgrund der Beantragung abschließend beschieden wurde. Für die Abrechnung relevante Einstufungen, die nach der Entlassung eingehen, sind für die Kodierung heranzuziehen"


    Ich stelle das mal hier zur Diskussion


    Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag

  • Hallo Merguet, hallo Herr Schaffert,


    ich sehe das genau wie Sie.


    Der Vorschlag von Herrn Schaffert beschreibt das Vorgehen m.E. so, wie es gedacht war.

    Allerdings kann das allenfalls zum 1.1.2020 greifen, und dann sind die Pflegegrade vermutlich nicht mehr entgeltrelevant.


    Viele Grüße


    Medman2

  • hallo,

    s.o. und wer sagt Ihnen dann en Pflegegrad? Fragen sie später bei den Patienten nach? Uns schreiben die Kassen immer nur "aus Datenschutzgründen dürfen wir den aktuellen PG nicht benennen, derzeit ist eine Grundlage zur Abrechnung des ZE nicht vorliegend"

    was heißt: wir(KK) sagen nicht welchen er hat und wie so wir uns die ZE-Abrechnung vorstellen wäre es sowieso nicht erfüllt (in allen Facetten).

    Was ist eigentlich wenn der PG initial nicht genehmigt oder nur PG2 genehmigt wird, dann Widerspruch vom Patienten und dann Genehmigung PG 3(müsste man alles nachverfolgen...wie macht ihr das?), gilt dann auch das initiale Antragsdatum oder das des Widerspruches?


    MFG


    rokka

  • Hallo rokka,

    Hinsichtlich Ihrer Frage zum Widerspruch lautet die Antwort: Es kommt drauf an.

    In der Regel wird im Falle eines positiv beschiedenen Widerspruchs das ursprüngliche Antragsdatum zugrunde gelegt. Sollte sich der Zustand des Patienten zwischen Erst- und Widerspruchsbegutachtung aber verschlechtert haben und beruht der positive Bescheid auf dieser Verschlechterung, gilt m.W. Das Datum des Widerspruchs für den höheren PG.

    Mit freundlichen Grüßen

    Breitmeier

  • Hallo zusammen,


    ich hoffe ich bin bei dem Beitrag richtig,

    ich habe gerade einige Altfälle gescreent und festgestellt, dass viele Pflegrade nicht kodiert wurden. (spreche hier von um die 50 Fälle aus 18/19). Können wir das einfach nachberechnen oder ist das verjährt?


    Viele Grüße und danke vorab, für die rechtliche Hilfe :-)

  • Hallo da_MediCo,

    Rechtsberatung bekommen Sie bei Ihrem Anwalt, wir können hier nur allgemeine Informationen austauschen. ;)

    Lt. bislang weiterhin gültiger BSG-Rechtsprechung können Sie bei ungeprüften Fällen bis zum Ende des auf das Rechnungsjahr folgenden Kalenderjahres Kodierungen ändern (also: Rg aus 2018 = Änderung bis Ende 2019 möglich). Ob sich diese Rspr. angesichts der Verkürzung der Verjährungsfristen seit 2019 weiterhin hält, ist noch offen. Bei Fällen, die der MDK bereits geprüft hat, werden Sie sich mit den Kassen darum streiten müssen, ob die PrüfvV dann insoweit weitere Änderungen ausschließt. Dies wurde noch nicht höchstrichterlich entschieden.


    MfG, RA Berbuir

  • ... bei jeder Rechnungskorrektur kann die Krankenkassen den Fall jedoch durch den MDK wieder prüfen lassen, also nicht selbst ins Knie schießen...

    Mit freundlichen Grüßen

    Kodiere_noskill