Wedge-Resektion am Magen - atypische Resektion oder Exzision

  • Guten Morgen ins Forum,


    folgender Fall, bzw. OP-Bericht bei Buried bumper Syndrom beschäftigt mich und den MDK:


    "Spindelförmiges Umschneiden der Eintrittspforte der alten PEG-Sonde. Präparation der Fistel im Subcutansgewebe bis auf die Faszie. Nun vorsichtiges eröffnen der Faszie. Anschließend lässt sich die Magenvorderwand teilweise hervorluxieren. Exzision der eingewachsenen, gut tastbaren Halteplatte. Hier findet sich die Maghenwand in der Umgebung auch entzündet und gerötet, daher Entschluss zu Magenwedgeresktion mittels GIA-Stapler. Zweite-Reihe-Einzelknopfnaht mittles resobierbares 2-0 PDS. Reponieren nach intraabdominell. Anlage einer Easy-Flow-Drainage im Bereich der Magennaht. Kontrolle auf Bluttrockenheit. Diese besteht. Fortlaufende Naht des Peritoneums. Verschluss der Faszie mit 2er CT.

    Nun Durchführung einer Magenspiegelung durch den Internisten.

    Nun Aussuchen einer Stelle neben der alten PEG-Stelle. Die Magenvorderwand wird nun mit der Endoskop beleuchtet. Hautinzision im Bereich der beleuchteten Zone im linken Oberbauch. Präparation bis auf die Faszie. Die Faszie wird aufgeschnitten und die Sonde mitsamt der Kunststoff-Halteplatte eingeschoben. Der Magen wird um die Sonde herum vernäht. Die Sonde durch die Bauchhaut mit einem Schlauch aus der Bauchwand hinausragen. Zum Schluss Anbringen der äußeren Andruckplatte und Annähen derselben an die Haut."


    Kodiert wurden: 8-123.1 Entfernung: Wechsel und Entfernung eines Gastrostomiekatheters

    5-434.0 Segmentresektion: Atypische partielle Magenresektion

    5-431.20 Durch Fadendurchzugsmethode: Perkutan-endoskopisch (PEG): Gastrostomie


    Laut Pathologiebericht:

    Zylinderförmiges, 4,5 cm langes und max. 4 cm durchmessendes Haut-/Unterhautexzidat mit einer PEG-Sonde in situ. Die Bauchhaut spindelförmig ausgeschnitten mit einer Größe von 27 x 15 mm. Zentral ein 6 mm durchmessender Defekt mit einliegender PEG-Sonde. Auf Schnittflächen zungenförmig in die ins subkutane Fettgewebe vorragende Magenschleimhaut mit einer Höhe von 15 bis 16 mm. Auf Schnittflächen der PEG-Kanal fibrotisch ummauert.


    Der Gutachter ist der Meinung, bei einem PEG-Wechsel würde die alte Austrittsstelle immer verschlossen und die Kodierung der 5-431.20 beinhalte bereits sämtliche in der OP durchgeführten Maßnahmen, so dass die Segmentresektion komplett zu streichen sei.

    Ich bin der Meinung, dass die Segmentresektion maximal zu ersetzen ist in 5-433.0 Exzision und Destruktion von erkranktem Gewebe des Magens, da ich eine Segmentresektion bei der Größe des Exzidates für etwas übertrieben halte, ich aber auch keine Information finde, wie groß ein Segment zu sein hat um es kodieren zu dürfen.


    Über eine Begründungshilfe würde ich mich extrem freuen, da auch "meine" Chirurgen ein wenig im Dunkeln tappen.... :/


    Vielen Dank und sonnige Grüße :),


    Luna

  • Moin,


    schade, dass niemand helfen konnte. Thread kann gern geschlossen werden, da ich den Fall nun nach bestem Wissen und Gewissen geklärt habe.


    Schönen Tag....