Konsiliarbesuchsabrechnung AND Verdachtsfälle

  • Hallihallo
    bin neu im Forum und von meiner Hautklinik verdonnert -äh freigestellt :dance1: worden- um in den Diagnose- und Prozedurenwust Ordnung und Ahnung zu bringen . Hier schlief man :sleep: bisher lieber, denn wer schläft, sündigt ja nicht...
    In den letzten Wochen ist ein erstaunliches Interesse erwacht :shock1: und alle stürmen mit mehr oder weniger sinnreichen Fragen :D auf mich ein. Hier drei der sinnvolleren, die ich nicht recht zu beantworten weiß:
    ?( Wie werden eigentlich die Konsiliarbesuche, die ja so manchen Ober- oder Facharzttag füllen korrekt im OPS 301 abgebildet?? Laufen die alle für lau :dance2: ???
    ?( ?( Nächste Frage: Ich glaub, Verdachtsfälle wurden bereits diskutiert. D008a sagt aber nix über Patienten, die z.B. zum Ausschluß eines systemischen Lupus erythematodes aufgenommen werden, teure, mannigfaltige Untersuchungen:nuke: erhalten und man nichts I)findet, außer daß der Patient kerngesund ist?!?!? Da kann ich wahrscheinlich nur das lumpige Symptom codieren, das den einweisenden Oberarzt :kong: auf den Verdacht brachte ?!?
    ?( ?( ?( Kennt jemand eine Prozedur/Nebendiagnose, um sehr teure Medikamententherapie z.B. bei Autoimmunkrankheiten adäquat abzubilden? Ich denke da an Medikamenten wie Ilomedin, IVIG´s, Cellcept...), die alle ein Vermögen X( kosten.


    :bounce: :bounce: :bounce: bin schon ganz gespannt auf ne schlaue Antwort oder zumindest ne Idee.


    Gruß aus der megaorganisierten Uniklinik Leipzigs
    Helmut Friedlein:kangoo:
    --
    Helmut Friedlein

    Helmut Friedlein
    Dermatologe und Kodiersklave der Unihaut Leipzig

  • Hallo Herr Friedlein,

    Zitat


    Original von helmutfriedlein:
    ?( Wie werden eigentlich die Konsiliarbesuche, die ja so manchen Ober- oder Facharzttag füllen korrekt im OPS 301 abgebildet?? Laufen die alle für lau :dance2: ???



    Konsiliaruntersuchung als solches ist nicht zu verschlüsseln, aber die evtl. durchgeführte Diagnostik, wenn abbildbar im OPS. Aber vor allem die Diagnosen die dort erhoben werden sind selbstverständlich zu kodieren und sind auch eher als die Prozeduren geeignet evtl. eine Erhöhung der Vergütung über einen CCL zu erreichen. Da es keine Aufteilung einer DRG pro involvierter Fachabteilung gibt, ist es ein hausinternes Problem, Konsiliaruntersuchungen in den einzelnen Budgets zu berücksichtigen. Das ist aber auch schon vorher so gewesen...


    Zitat

    ?( ?( Nächste Frage: Ich glaub, Verdachtsfälle wurden bereits diskutiert. D008a sagt aber nix über Patienten, die z.B. zum Ausschluß eines systemischen Lupus erythematodes aufgenommen werden, teure, mannigfaltige Untersuchungen:nuke: erhalten und man nichts I)findet, außer daß der Patient kerngesund ist?!?!? Da kann ich wahrscheinlich nur das lumpige Symptom codieren, das den einweisenden Oberarzt :kong: auf den Verdacht brachte ?!?


    Hier ist wirklich nach den Kodierrichtlinien zu kodieren. Eine ggf. gerechtere Vergütung kann dann nur letztlich über die RGs erzielt werden (Kalkulation steht ja noch aus), ist aber in allen Fällen nicht zu erwarten (DURCHSCHNITTSFALLPREIS).


    Zitat

    ?( ?( ?( Kennt jemand eine Prozedur/Nebendiagnose, um sehr teure Medikamententherapie z.B. bei Autoimmunkrankheiten adäquat abzubilden? Ich denke da an Medikamenten wie Ilomedin, IVIG´s, Cellcept...), die alle ein Vermögen X( kosten.


    Für einzelne Medikamente gibt es keine Schlüssel, egal wie teuer sie auch sein mögen. Dieses Problem stellt sich ja auch bei der Chemotherapie da, hier kann man nur die Aplikationsart verschlüsseln.
    Deswegen ist eigentlich zu fordern, dass die Medikamente in Einzelfällen zusätzlich zu der DRG vergütet werden (Australien).


    Zitat

    :bounce: :bounce: :bounce: bin schon ganz gespannt auf ne schlaue Antwort oder zumindest ne Idee.


    Weder schlau, noch ideenreich, sondern einfach nur reproduziert. ;)
    Die Icons gefallen wohl? !:)


    Gruß

    --
    D. D. Selter
    Arzt, Leiter Med. Cont., DRG-Beauftragter, Kliniken d. MTK GmbH, Hofheim/Taunus




    [ Dieser Beitrag wurde von Selter am 22.01.2002 editiert. ]

    Mit freundlichen Grüßen

    D. D. Selter

    Ärztlicher Leiter Medizincontrolling

    Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau