Gyn-Tumor und Folgen von Radiatio

  • Hallo,
    In der Urologie werden häufig Patientinnen behandelt, die vor langer Zeit einen gyn. Tumor hatten, aufgrund der Bestrahlung dann aber multiple Komplikationen enstehen (Blasen-Darm-Fistel u.ä. Mißlichkeiten im Urogenitaltrakt.
    Tumorrezidiv bzw. MTS sind nicht bekannt oder vorhanden (ansonsten wäre HD klar - Tumor oder MTS). M.E. muß die Tumorerkrankung hier aber trotzdem noch eine Rolle spielen, denn die ganzen Komplikationen gehören ja letztendlich zur Tumorbehandlung.
    Also: HD Tumor
    HD Fistel
    HD Folgen med. Behandlung
    HD Strahlenschäden


    Vielen Dank für die Auflösung des Knotens
    E. Wechsung

  • Hallo Frau Wechsung,


    es sind die Grundsätze in DKR 0202a und 0209a zu beachten. Ihr Beispiel: HD (was führt zum KH-Aufenthalt?) Fistel o.ä.; ND Tumor in Eigenanamnese; ND Folge; ND Schaden.



    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Hallo Frau Wechsung, Hallo Herr Konzelmann,


    entscheidend ist, ob die Tumortherapie abgeschlossen ist.
    Ist sie es, so wird das "Symptom" bei bekannter Tumorerkrankung kodiert bzw. wie Herr Konzelmann schon schrieb, wenn der Tu nur noch anamnestisch existiert.
    Findet das Problem aber unter der Tumorbehandlung statt, so könnte man trefflich drüber streiten. Dann gibts´da die DKR 0201a:
    Der Malignom-Kode ist als Hauptdiagnose für jeden Krankenhausaufenthalt in Zusammenhang
    mit der bösartigen Neubildung anzugeben, bis die Behandlung endgültig abgeschlossen...
    So aber, wie Sie es beschreiben, ist die TU-Behandlung ja schon längst abgeschlossen.


    Gruß
    Jörg Noetzel

    FA für Chirurgie, Leiter Medizincontrolling, Klinikum Stuttgart, Vorstand DGfM