Personalbedarfsermittlung Medizin-Controlling

    • Hallo,

      ich habe diese Formel heute auch zur Kenntnis bekommen.
      Kliniken haben ja einen unterschiedlichen Case Mix Index, wie ist diese Formel in diesem Zusammenhang zu beurteilen.
      Oder trifft sie unabhängig zu?

      Es gab ja auch noch die andere Formel, die sich auf die Fallzahl bezog.

      (Fallzahl:3000) x 1VK + (Intensivtage :3000) x 0,5 VK + (Verlegungsfälle:500)x 0,1 VK + (MDK-Anfragen :200) x0,1 VK
      Auf welche Ergebnisse kommen Sie, wenn Sie diese Formeln anwenden?

      Herzliche Grüße Medctr

      Bin gespannt auf einen regen Austausch.
      Habe hierzu auch noch weitere Fragen, stehen die Akten komplett elektronisch zur Verfügung oder müssen dies von den Stationen geholt werden. Werden die Diagnosen und Prozduren kodiert?
      Wie gestalten sich hier die Arbeitabläufe in den anderen Kliniken?
    • Hallo,
      die angewendete Methode mit Berechnung baut wohl auf 4 Parameter auf:

      Casemix-Basis zur Bewertung der Komplexität eines Falles. Wobei eine VK im Jahr 6.000 Punkte kodieren muss. Die Akten sind hierbei so vorbereitet, dass aus Akte und KIS die vollständige Kodierung erbracht wird.
      Die Intensivtage werden gesondert hinzugerechnet mit dem Schlüssel 6.000 Intensivtage ergeben eine 1 VK.
      Bei Verlegungsfällen ist der Aufwand geringer, so dass hier bei 5.000 Verlegungen eine VK als Schlüssel angewendet wird.
      Für die MDK-Fälle baut die Berechnung auf Unterlagen heraussuchen (Archiv), kopieren und versenden. Zudem wurde hier für MDK-Begehungs-Krankenhäuser, die Begehung und Bearbeitung berücksichtigt.

      Wobei ich die Originalarbeit nicht kenne, sonern nur die Kommentierungen (s.o.) dazu.
      Herzliche Grüsse aus Mittelfranken
      E. Horndasch
    • Hallo,

      ich habe heute "das Krankenhaus" 9.2011 auf den Tisch bekommen.

      Dort ist ein kurzer 2 seitiger Artikel zu den beiden o.g. Formeln drin.

      Die CM-Formel weicht bei uns um ca. 0,5 VK ab. D.h. wir haben 2 VK und die Formel ergibt 2,6 VK wobei ich den Faktor MDK mal rausgelassen habe und mir nur die reine Kodierung betrachtet habe.

      Die Fallzahlformel hat einen Wert von 4,6 VK und ist damit deutlich zu hoch.

      Wie sieht es in den anderen Häusern aus?

      Gruß

      Sven Lindenau
    • Schönen guten Tag allerseits,

      ich habe mir den Bewertungsrelationen als generelle Grundlage der Personalbedarfsbemessung so meine Probleme. In der (Wirbelsäulen-)chirurgie oder der Geriatrie habe ich mit einem einzelnen OPS, der auch noch ganz offensichtlich ist, mal ganz schnell zwei Bewertungsrelationen, während ich auf der Inneren schon in den Krümeln suchen muss, bis ich überhaupt mehr als 0,9 BR zusammen bekomme.

      Personalkennzahlen für das Medizincontrolling wären zwar ganz nett, so sind sie allerdings meines Erachtens etwas zu platt.

      Ich wünsche noch einen schönen Tag,
      Reinhard Schaffert
      Facharzt für Chirurgie
      Krankenhausbetriebswirt(VWA)
      Mediator

      Main-Kinzig-Kliniken
    • Hallo,

      ohne nähere Erläuterung kann ich auch den Abschlag bei den Verlegungsfällen in der Formel nicht nachvollziehen.
      Bei einer (zunächst) internistischen konservativen Gallenbehandlung bspw. habe ich praktisch den gleichen Kodieraufwand, egal ob der Pat. nun unmittelbar in die Chirurgie zur OP verlegt oder zunächst entlassen wird.
      Einziger Unterschied ist der Klick auf den "Freigabe"- Button.

      Gruß,
      fimuc
    • Schönen guten Tag allerseits,

      das mit den Verlagungsfällen kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Handelt es sich um externe Verlegungen (warum?) oder interne Verlegung zwischen verschiedenen Abteilungen? In der Formel ist dies auch nicht als Abschlag, sondern als Zuschlag dargestellt, da die Fallzahl als solches ja nicht um Verlegungsfälle bereinigt wird, oder? Wenn man davon ausgeht, dass die Kodierung von zwei Abteilungen mehr Aufwand macht, als die Kodierung einer Abteilung, und es somit die 0,1VK Zuschlag bei den intern verlegten Fällen gibt, dann kann ich das schon eher nachvollziehen.



      Ich wünsche noch einen schönen Tag,
      Reinhard Schaffert
      Facharzt für Chirurgie
      Krankenhausbetriebswirt(VWA)
      Mediator

      Main-Kinzig-Kliniken
    • Bearbeitung QS-Bögen

      Hallo Forum,

      fällt die Bearbeitung der QS-Bögen in den Aufgabenbereich der MDA`s?

      Wer ist offiziell für die Richtigkeit der Angaben verantwortlich?



      Gruß,

      B. Schrader
      B. Schrader
      Med. Dokumentationsassistent
      Fachwirt im Soz.- und Gesundheitswesen (IHK)
    • Hallo Gomer,

      ich kenne viele Häuser, in denen dies Aufgabe der MD(A)s ist.

      Bezüglich der Verantwortlichkeit der Richtigkeit der Angaben gibt es durch eine Definition
      bqs-qualify.com/online/public/…ngen/qualify/praktik/gk18
      nur eine indirekte Aussage. Man geht also davon aus, das die Angaben direkt aus einer nach dem "Goldstandard" geführten Akte ersichtlich ist. Somit wäre der behandelnde Arzt zunächst für die Primärdokumentation verantwortlich.

      Praktisch könnte man die Bestätigung der Richtigkeit der Angaben durch die Unterschrift des Arztes auf dem ausgedruckten Erfassungsbogens realisieren.

      Für die Richtigkeit der Sollstatistik ist durch die sog. Konformitätserklärung übrigens der Geschäftsführer verantwortlich.


      Freundliche Grüße

      E. Rah.
      E. Rah.

      Medizinische Dokumentarin
    • Guten Morgen,

      recht vielen Dank.

      Gruß,

      B. Schrader
      B. Schrader
      Med. Dokumentationsassistent
      Fachwirt im Soz.- und Gesundheitswesen (IHK)
    • Guten Tag,

      der Hinweis auf die Verantwortlichkeit des Arztes führt hier nicht wirklich weiter, schließlich ist diese auch die Grundlage der DKR 001.

      Die Letztverantwortlichkeit für die Richtigkeit dieser Daten mag beim Arzt liegen, dennoch dürften solche Aufgaben leichter als vieles Andere zu den delegationsfähigen gehören. Das gilt natürlich auch für die QS-Daten. EInige der dort abgefragten Items dürfte von Nicht-Ärzten nur bei sehr guter Detaikenntnis überhaupt zu beantworten sein. Somit wird es ohne ein vernünftiges, abgestimmtes Konzept zur gegenseitigen Information nicht gehen.

      Gruß

      merguet