IMC-Benchmark DRG 901Z

  • Hallo an alle ,


    bei der ersten Durchsicht der Fehler-DRG`s bin ich auf einen (wahrscheinlich) systematischen Fehler gestoßen. Bei uns werden relativ häufig dialysepflichtige Patienten mit einem Shunt versorgt bzw. dieser wird bei Verschluß revidiert.
    Diese Fälle landen dann aber in der (allerdings recht gut bewerteten) Fehler-DRG 901Z: Große Op ohne Bezug zur Hauptdiagnose, obwohl die Dialyseshunt-Operation natürlich in Beziehung zur Niereninsuffizienz steht.


    Hat jemand anderes mit dieser Konstellation auch Probleme?


    Gruß



    --
    Thomas Lückert
    Stabsstelle Medizinisches Controlling
    Krankenhaus Reinickendorf
    ein Haus der Vivantes

    Thomas Lückert
    Stabsstelle Medizincontrolling
    Unfallkrankenhaus Berlin

  • Lieber Herr Lückert,


    ich habe leider unsere Auswertung noch nicht zurück, melde mich nächste Woche wieder (denn wir machen täglich Shunt-OP´s oder revisionen. Mir ist es allerdings in der 99-Auswertung nicht aufgefallen).
    Buis dann
    Gruss patricia klein
    --
    Patricia Klein

    Patricia Klein

  • Hallo,


    ich habe das Problem gelöst.
    IMC hat hier einen Fehler in den Mappingtabellen:
    OPs-301 5-392.10 Shimino-shut wird fälschlich auf ICD-10-AM 3450000
    Gefäß-OP am Unterschenkel gemappt, daher laufen diese Fälle alle in die Fehler-DRG 901Z Große OP ohne Bezug zur Hauptdiagnose, anstatt in L09.


    Gruß


    --
    Thomas Lückert
    Stabsstelle Medizinisches Controlling
    Krankenhaus Reinickendorf
    ein Haus der Vivantes

    Thomas Lückert
    Stabsstelle Medizincontrolling
    Unfallkrankenhaus Berlin

  • Hallo Herr Lückert,


    mit T82.5 Mechanische Komplikation durch sonstige Geräte und Implantate Herz und Gefäße und Nebendiagnose N18.0 Niereninsuffizienz, Prozedur 5-394.5 AV-Shunt-Revision landen Sie in F21B CW 1,87 (1997/98), das trifft es eher.


    Gruss
    Kathrin Birkner

  • Liebe Mitleidenden,


    sollten wir wirklich umkodieren, nur damit es besser in das australische System passt? Ich stehe auf dem Stadnpunkt, dies nicht zu tun. Kodieren mit gesundem Menschenverstand, Kodierregeln und ICD-Tabellen und für Deutschland sauber neu kalkulieren.
    Spinne ich???


    Es kann doch nicht angehen, dass zuletzt in Deutschland eine echte Kalkulation nicht mehr möglich ist, weil einige Kliniken versuchen, sich mit List und Tücke im australischen System darzustellen. Andere Kliniken kodieren wieder anders, weil sie noch überhaupt nichts mit DRG´s "am Hütchen" haben und wieder andere richten sich nach den regeln und monieren "Unmöglichkeiten" und "Schwachsinnigkeiten". herrlich, was dabei heraus kommt!!!


    Sinn macht nur, wenn die Diagnosen und Leistungen nach (schwachsinnigen oder nicht, aber einheitlichen) Regeln kodiert werden, eine Zentralstelle diese kodierten Fälle sauber nachkalkuliert und dann einfach erst einmal Transparenz hergestellt wird. Dabei wird natürlich als erstes der deutsche 100%-Ansatz ins Wanken geraten. Aber wäre es nicht schon einmal ein Fortschritt, in 2004 sauber ca. 50 DRG´s in der Basiskalkulation vorliegen zu haben?


    Immer mit der Ruhe, ein sauberes Mapping muss erst mal her, das steht außer Frage. Wie sieht es da mit Unterstützung der fachgesellschaften aus. Weiß einer was?
    Gruss
    Patricia:dance1: :dance1: :dance1:
    --
    Patricia Klein

    Patricia Klein