Reanastomosierung

  • Hallo DRG-Forum,
    habe ein Problem mit der Verschlüsselung der Hauptdiagnose bei einem Pat., den wir zur Reanastomosierung nach Hartmann- Op bei perforierter Sigmadivertikulitis aufgenommen haben.Was nehme ich als ICD für die Hauptdiagnose? Z93.3 und Z87.1 führen logischerweise zu Fehler-DRGs. Die Sigmadivertikulits hat der Pat. ja aber nicht mehr!
    Noch ein anderes Problem. Wir nehmen alle 3 Monate einen jungen Pat. auf, der aufgrund eines chronischen Ulcus am Unterschenkel transfusionspflichtig ist. Er erhält bei uns die Transfusionen, das Ulcus wird nicht behandelt. Was ist die Hauptdiagnose: die Blutungsanämie als Symptom oder das Ulcus, obwohl es nicht direkt behandelt wird ?
    Und noch etwas: in welcher Situation ( Frage unserer Internisten) darf man denn eine Hepatitis als akut verschlüsseln und nicht nur Z22.5 ? Serologischer Nachweis von irgendwas oder wie ?
    Vielen Dank für Eure Hilfe, Grüße aus Mülheim
    .Kipfmüller
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  • Hallo,
    ich würde im ersten Fall die Sigmadivertikulitis weiter als HD nehmen. Die Behandlung ist meiner Meinung nach Teil der gesamten Behandlung bei dieser Diagnose und ist erst mit der Reanastomose abgeschlossen.
    Zweitens: Wenn das Symptom behandelt wird, muß das die HD sein.
    Drittens weiß ich nicht.
    Wechsung

  • Hallo


    ad 1: Die Behandlung ist noch nicht abgeschlossen! d.h. die perf. Sigmadivertikulitis ist weiter die HD.


    ad 2: Wenn Aufnahme zur Transfusion und nur Therapie der Anämie, dann ist die Blutungsanämie die HD


    ad 3: Nach meinem Verständnis der DKR 0102a ist Z22.5 nur für die Fälle: Z.n. Hepatitis, Trägerstatus und keinerlei Symptome (also auch keine erhöhten Transaminasen) zu benutzen.


    Die Diagnose akute Hepatitis würde ich von der Serologie (IgM-Titer) und der Klinik abhängig machen, analog chron. Hepatitis: Serologie und Symptome.


    M.f.G Oeschger