Akutes Nierenversagen bei Hydronephrose bei Uretersteinen

  • Hallo Karla,

    Wenn Ich die zugrundeliegende Symptomatik von Kodierer 1704 oben lesen ( und es geht mir nur um diesen abgefragtes Einzelfall) kann ich mir keine ehrliche Analyse vorstellen, die zum ANV als Veranlassung des stationären Aufenthaltes führen würde. Beschrieben ist dort ausschließlich ein Steinleiden, welches urologisch behandelt wird.

    Ich will aber gerne zugestehen, dass es andere Konstellationen geben kann, in denen das ANV auch bei einer Nierenkolik die Aufnahme veranlassen kann. Richtungsweisend dazu wäre für mich neben den Nierenwerten z.B die Aufnahme in der Nephrologie oder einer Intensistation anstelle der Urologie.

    Aber nochmal: Selbst bei konkurrierenden HD´s würden ja wohl fast alle Diskutanten mit Herrn Horndasch übereinstimmen, dass die Steinentfernung dabei „ ganz weit oben steht“, oder?

    Mit freundlichen Grüßen

    Breitmeier

  • Würden Sie ein Nierenversagen ohne klinische Symptomatik (sagen wir Kreatinin von 3 mg/dl bei Ausgangswert von 1 mg/dl) nicht zur stationären Behandlung aufnehmen?

    Nicht unbedingt, jedenfalls nicht, wenn die Creatininerhöhung wie im Beispiel auf einen Harnstau zurückzuführen ist und somit sich rasch normalisieren wird.

    Ich denke, ein guter Internist oder gar Nephrologe würde die Behandlung auch ambulant „hinkriegen“, oder meinen Sie nicht?

    Hallo Herr Breitmeier,

    nachdem wir mehrere Zwischenposts hatten, darf ich nochmal den Grund für meine Frage wiederholen: Es geht darum, ob neben den Harnleitersteinen das ANV per se einen - hinreichenden - Grund zur stationären Behandlung darstellt, somit als konkurrierende Hauptdiagnose in Frage kommt.


    Obwohl von Ihnen formal negiert ("Nicht unbedingt"), spricht aus Ihrer Antwort Unsicherheit. Sie nennen als Voraussetzung einen "guten" Internisten oder gar Nephrologen. Der Krankenhausarzt kann Sie sich diese Unsicherheit nicht leisten, weil er für seine Entscheidung verantwortlich ist. Er kann auch nur von einem "durchschnittlichen" Facharzt ausgehen. Es ist für den Krankenhausarzt eben nicht ausreichend, das ggf. "hinzukriegen". Deshalb werte ich Ihre Antwort als Bestätigung meiner Auffassung. Eine klinische Symptomatik ist nicht erforderlich.


    Viele Grüße


    Medman2

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  • PS: Ich bedanke mich für die ehrliche Ausführung Ihrer Antwort.


    Was mich in MDK-Gutachten häufig ärgert, ist die Diminuierung des Nierenversagens als ja ohnehin spontan rückläufige Kreatininerhöhung bis hin zu der Behauptung, dass bei Exsikkose (zumindest bis 2016) ein Nierenversagen grundsätzlich nicht vorliege.


    Viele Grüße


    Medman2

  • Moin ,


    Kodierer 1704 hat aber auch schon selbst die Antwort auf die HD.


    "bekanntem Steinleiden mit kolikartigen Schmerzen"


    also, wenn das nicht offensichtlich ist , als Grund der Behandlung.


    VG

    luckystroke