Esketamin / Spravato

  • In unserer psych. Klinik wollen wir Pat. mit Esketamin nasal/Spravato behandeln, nachdem es auch einen OPS gibt (6-00c.6, s. https://www.dimdi.de/static/de…6-00...6-00.htm#code6-00c).


    Die Behandlung ist sehr teuer und wird sicher von den Krankenkassen geprüft werden. Hier gibt es aber wieder die bekannten Probleme mit der Definition der Voraussetzungen für Behandlung und Abrechnung. Wann liegt bspw. die Diagnose einer "mittelschweren bis schweren" Depression vor oder wo beginnt ein "psychiatrischer Notfall". Beides wird in den Informationen der EMA genannt:

    Spravato, in Kombination mit einer oralen antidepressiven Therapie, wird angewendet bei erwachsenen Patienten mit einer mittelgradigen bis schweren Episode einer Major Depression als akute Kurzzeitbehandlung zur schnellen Reduktion depressiver Symptome, die nach ärztlichem Ermessen einem psychiatrischen Notfall entsprechen.

    (https://www.ema.europa.eu/en/d…roduct-information_de.pdf)


    Bei meiner Recherche habe ich keine weitergehenden Informationen hierzu gefunden.

    Aber vielleicht hat jemand von Ihnen bereits Erfahrungen mit dem Med. Dienst oder Krankenkassen gemacht und könnte sie hier mitteilen?


    Vielen Dank schon einmal im Voraus!

    Chambre

  • Admin

    Hat den Titel des Themas von „Esketamin/Spravato“ zu „Esketamin / Spravato“ geändert.
  • Hallo chambre,


    grundsätzlich ist es wichtig, dass Sie ein "NUB" verhandeln müssen, bevor eine Erstattung in Frage kommt.

    Zuvor muss es beantragt werden.

    Falls Sie für 2022 keinen Antrag gestellt haben müssen Sie bis zum nächsten Jahr warten.


    Viele Grüße - NV

  • Hallo chambre,


    um NV's Angaben zu ergänzen, finden Sie alles Weitere hier:

    PEPP, InEK GmbH


    MfG


    ck-pku

  • Wenn es primär nicht um das Zusatzentgelt, sondern um die Therapie geht (und ich hoffe natürlich mal, dass das die Motivation ist), stellt sich natürlich die Frage, ob man angesichts der Mondpreise für Spravato das Esketamin nicht lieber off-label als Infusion gibt, was die Medikamentenkosten um ca. 99,7% senken würde (bei geschicktem Einkauf sind Sie mit 2 Euro pro Dosis dabei). Aufklärungs- und Haftungsfragen sind bei off-label-Einsatz natürlich zu berücksichtigen, insbesondere, wenn eine on-label-Option existiert. Wie handhaben das denn jetzt die Häuser, die in der Vergangenheit schon Ket i.v. zur Depressionstherapie gegeben haben?


    Was die erfolglose Recherche angeht: Probieren Sie's doch einfach mal mit Google. Eine Suche nach "Depression Schweregrad" oder "Depression mittelschwer schwer" liefert die Information im ersten Treffer. Und im zweiten. Und im dritten. Und im - ach, lassen wir das. Alternativ hilft auch ein Blick in die nationale Versorgungsleitlinie. Und im Extremfall können Sie auch einen Psychiater oder Psychologen fragen, die wissen das alle. Sorry wenn das jetzt etwas harsch klingt, aber es nimmt leider (nicht speziell in diesem Forum) überhand, dass mit dem Verweis auf "erfolglose Recherchen" nach Dingen gefragt wird, die sich mühelos innerhalb von 30 Sekunden ergoogeln lassen...