Peritonitis nach Divertikulitis-OP

  • Hallo,
    ich habe folgendes Problem.
    Ein Patient kommt mit einer Divertikulitis ohne Perforation, Abszeß...(K57.92) zur Anus Praeter Rückverlagerung und wird operiert.
    Er entwickelt dann 6 Tage später eine Peritonitis und wird wieder operiert (Laparotomie, Lavage usw.).
    Ich kann aber K57.92 und K65.0 nicht zusammen kodieren, da bekomme ich vom System eine Fehlermeldung(Gemäß Exkl. der ICD 10 darf bei Divertikulitis eine Peritonitis nicht kodiert werden...usw.)


    Ich kann hier doch aber nicht die Divertikulitis mit Peritonitis in einem Code abbilden, da die Peritonitis ja erst später aufgetreten ist. Sehe ich das richtig???
    Wie muss ich hier jetzt vorgehen?


    Gruß,
    nicole33

  • Hallo,


    leider macht die ICD da keinen Unterschied. Dort steht \"exkl. Peritonitis bei oder nach ... Divertikulose (K57-). Also müssten Sie die Divertikulose mit Abszeß kodieren. Siehe dazu auch den Hinweis unter K57.0-, K57.2, K57.4- und K57.5- \"Divertikulitis des Dünndarmes mit Peritonitis\"


    Viele Grüße

    Gruß
    papiertiger


    Sport: eine Methode, Krankheiten durch Unfälle zu ersetzen.

  • Schönen guten Tag allerseits,


    Zitat


    Original von nicole33:
    Ein Patient kommt mit einer Divertikulitis ohne Perforation, Abszeß...(K57.92) zur Anus Praeter Rückverlagerung und wird operiert.


    Wenn ich das richtig verstehe ist die akute Divertikulitis schon eine Weile her. Seinerzeit wurde ein AP angelegt. Jetzt kommt der Patient (nach Heilung der Divertikulitis) zur Rückveregung ?


    Demnach wird als HD zu dieser geplanten Folgeoperation gemäß DKR D005 Beispiel 5 die seinerzeit bestehende Divertikulitis zur HD für den Folgeeingriff ?


    Zitat


    Original von nicole33:
    Er entwickelt dann 6 Tage später eine Peritonitis und wird wieder operiert (Laparotomie, Lavage usw.).


    Wenn die oben genannten Schlussfolgerungen korrekt sind, dann entwickelt der Patient die Peritonitis nicht in Folge der Divertikulitis sondern (vermutlich) wegen einer Nahtinsuffizienz. Somit greift m. E. das Exklusivum bei K65.0 nicht. Ihre Kodierung halte ich dann für korrekt, sie wäre allenfals noch um eine T81.4 zu ergänzen. Der Hinweis ihres Systems ist zwar nachvollziehbar, müsste aber übergangen werden.


    Ich wünsche noch einen schönen Tag,

  • Hallo,


    aller guten Dinge sind drei - alle (zwei) Jahre wieder...


    Hier die beiden ersten threads zu dem Thema:


    2005


    2007

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. med. Roland Balling

    Chirurg
    Medizincontroller
    "Ärztliches Qualitätsmanagement"
    Chirurgische Klinik, 82229 Seefeld

  • Guten Abend!


    Wie ist es bei folgendem Fall:
    Perforierte Appendizitis K35.2. Laparoskopische Appendektomie. 4. postop. Tag subhepatischer Abszess. Relaparoskopie. Darf nun K65.0 kodiert werden?

    Freundlicher Gruß
    Gefäßchirurg

  • Hallo Gefäßchirurg,


    warum nicht, wenn der subhepatische Abszess primär noch nicht vorhanden war?

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. med. Roland Balling

    Chirurg
    Medizincontroller
    "Ärztliches Qualitätsmanagement"
    Chirurgische Klinik, 82229 Seefeld