Psych Entgeltsystem - PEPP 2013

  • Guten Morgen,


    das BMG hat am 29.10.2012 diversen (Fach-) Verbänden den Referentenentwurf für eine „Verordnung zum pauschalierenden Entgeltsystem für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen für das Jahr 2013“ (Verordnung pauschalierende Entgelte Psychiatrie und Psychosomatik – PEPPV 2013) übersandt, die u.a. auch Abrechnungsbestimmungen und Fallzusammenführungsregelungen enthält, und kündigt darin das Vorhaben der Ersatzvornahme gem. § 17d Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 KHG an, „damit psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen entscheiden können, ob sie von der Möglichkeit einer optionalen Nutzung des Entgeltsystems im Jahr 2013 Gebrauch machen wollen.“
    Am 12.11.2012 findet hierzu eine Anhörung der (Fach-)Verbände im BMG statt. Weiterhin wurde als Anlage eine "finale" Version des PEPP-Entgeltkatalogs (Anlage 1a, 1b, 2a, 2b, 3 und 4) veröffentlicht, die diverse Änderungen zum ersten Entwurf aus September 2012 (z.B. bezüglich diverser Bewertungsrelationen innerhalb der Vergütungsstufen aber auch bezüglich der Anzahl der Zusatzentgelte) enthält.


    Dieser PEPPV 2013-Entwurf wird nun nach und nach verteilt, u.a. steht er bereits Mitgliedern der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft e.V. (s. KH/Reha-Mitteilung Nr. 370/2012 vom 30.10.2012) zur Verfügung.


    MfG,


    ck-pku

  • Guten Morgen,


    wer den PEPPV 2013-Entwurf noch nicht kennt, kann sich diesen mit Anlagen u.a. hier beim Gesamtverband des PARITÄTISCHEN herunterladen.


    MfG,


    ck-pku

  • Guten Morgen,


    beachten Sie bitte auch den Entwurf der Fortschreibung der § 301-Vereinbarung (Nachtrag vom 27. November 2012 mit Wirkung zum 1. Januar 2013), in dem auf den Seiten 14 ff. Beispiele zur Abrechnung der PEPP-Entgelte gem. PEPPV 2013 im § 301-Verfahren aufgeführt sind. Hier wird u.a. auch geklärt, wie Zwischenrechnungen erstellt werden können, nämlich über sog. „Teilzahlungsentgelte“ (AD100001 bzw. BD100001) und ggfs. „Teilzahlungskorrekturen“ (AD100002 bzw. BD100002) gem. § 11 Abs. 1 Satz 3 BPflV .


    MfG,


    ck-pku

  • Guten Mittag lieber ck-pku,


    ich möchte mich auf diesem Wege nochmals sehr herzlich für die konstanten raschen und sehr guten Informationen, die Sie einbringen, bedanken. Die heutigen Informationen habe ich gesucht, da ich mit den "jeweiligen Abteilungen der Patientenabrechungen" deswegen zusammen sitze. Grosse Klasse.


    Schöne Grüße in den Norden und ein schönes Wochenende
    Sommersprosse

  • Guten Morgen,


    vielen Dank für die positiven Rückmeldungen zu meinen Beiträgen.


    Eine gute kurze Zusammenfassung des jetzigen Standes der geplanten Einführung des PEPP-Entgeltkataloges im Wege der Ersatzvornahme (PEPPV 2013) bietet das Editorial der aktuellen Ausgabe (11.2012) der Zeitschrift "das Krankenhaus". Die Befürchtungen Betroffener fasst sehr gut ein Schreiben des 1. Vorsitzenden Karl Heinz Möhrmann des "Landesverbandes Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e.V." an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr vom 03.11.2012 zusammen, welches Sie hier finden.


    MfG,


    ck-pku

  • Hallo zusammen,


    im Entwurf der Fortschreibung der §301-Vereinbarung geht es ab Seite 15 auch um die Beurlaubungen (bei uns Belastungserprobungen).
    Wir haben Tage an denen Patienten nicht im Hause sind bisher über einen vereinbarten "Urlaubspflegesatz" abgerechnet.
    Verstehe ich die Textpassage ab S. 15 richtig, dass das - wenn man optiert - nicht mehr möglich ist oder wird es diese Möglichkeit auch mit dem neuen Entgeltsystem geben? Im neuen Entgeltsystem selbst, werden diese Tage ja definitiv nicht vergütet.
    Grüße, helmutwg

  • Hallo helmutwg,


    meiner Meinung nach verstehen Sie die zitierte Textpassage völlig richtig. Beachten Sie dabei bitte auch den unmissverständlichen § 1 Abs. 4 PEPPV 2013-E.


    MfG,


    ck-pku

  • Guten Morgen,


    in den Dateianhängen dieses Threads erhalten Sie ein Schreiben des Aktionsbündnisses Zeit für psychische Gesundheit (ACKPA e.V. , AKP e.V. , BAG KJPP e.V. , BAG Psychiatrie e.V. , BDK , DGPPN e.V. , DGKJP e.V. , BAG KJP e.V. , BFLK e.V. , DFPP e.V. , BApK e.V. ) vom 05.11.2012 zu einer

    • KOORDINIERTEN PROTESTAKTION ZUR VERHINDERUNG DER ERSATZVORNAHME DES PEPP-KATALOGES NACH DEM 12.11.2012

    mit der Bitte um Kenntnisnahme und Unterstützung.


    Die ebenfalls anliegende Unterschriftenliste soll bis Freitag, 09.11.2012 als E-Mail-Anlage oder per Fax an die DGPPN gesendet werden.



    MfG,


    ck-pku

  • Hallo ck-pu,


    vielen Dank für den Hinweis und die Dokumente. Bei uns werden bereits fleissig Unterschriften gesammelt.
    Für viel Erheiterung hat der Schreibfehler "PEEP" gesorgt - ist das alles zum Piepen oder werden die Krankenhäuser so transparent, dass man von einer Peepshow sprechen kann?


    Beste Grüße - NV

  • Auch wenn ich mich jetzt ziemlich outen sollte:


    Jetzt werden in den Krankenhäusern wieder wild von allen möglichen Berufsgruppen Unterschriften eingesammelt, um diese irgendeinem Politiker wieder an möglichst medienwirksamer Stelle (die Öffentlichkeit wird trotzdem nichts davon mitbekommen) in die Hand drücken zu können.


    Dabei würde ich mein Jahresgehalt darauf verwetten, dass die meisten Unterzeichner von der gesamten Problematik überhaupt keinen blassen Schimmer haben bzw. bestenfalls recht plakativ, oberflächlich und einseitig informiert werden.


    Das Resultat wird eine Verunsicherung und grundlegend ablehnende Haltung gegen das System sein. Das wird uns zukünftig im Medizincontrolling das Leben unnötig schwerer machen, denn PEPP wird ohnehin kommen. Ich persönlich finde diese Vorgehensweise kontraproduktiv und genausowenig hilfreich wie zielführend.


    Gruß
    Anyway