ORBIS - DRG-Workplace

  • Hallo an die Runde!


    Wir stehen kurz vor der Einführung des DRG-Workplaces von Orbis. Arbeitet von den Groupis hier jemand bereits damit? Mich würde ein kurzer Erfahrungbericht interessieren.


    Dankeschön!




    :roll:


    Grüße
    Simone

  • Hallo Simone, wir arbeiten schon seit Monaten damit und haben gute und schlechte Erfahrungen. Bei Zugang aus OMED über Patientenübersicht (od. ähnlich benannt) kommt oft eine Fehler-DRG, während bei Einsatz des 3M-Groupers aus der Stationsmaske über DRG-Prüfliste bzw. im Modul ASPM ganz gute Ergebnisse zu erhalten sind.
    Wir haben jetzt z.B. den OA der Abt. Gynäkologie und Geburtshilfe alle Fälle dieses Jahres überprüfen lassen hinsichtlich der richtigen Kodierung und groupen lassen, so daß wir jetzt fast keine Fehler-DRGs mehr drin haben. Allerdings werden beim erneuten Batch- oder Einzelgrouping dann wieder Fehler-DRGs angezeigt. Dies liegt daran, daß ja auch nach BPflV kodiert werden muß. Z.B. muß bei Dammriß zuerst die O80 raus, dann DRG zuweisen, danach O80 wieder als ENT-Haupt-Diagnose rein. Wenn Sie Probleme haben, nicht verzweifeln, es hat sich bei uns in den letzten Monaten ständig verbessert.
    Freundlichen Gruß aus Schorndorf vom MDA

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!
    Gegebenfalls komme ich noch mal mit der einen oder anderen Frage auf Sie zu, wenn es dann "ernst" wird - d.h., wenn Sie nichts dagegen haben, natürlich!


    :rotate:


    Gruß Simone

  • Hallo Simone, gerne auch tel. od. eMail: 0 71 81 / 67-10 57
    gkonzelmann@khrmk.de
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Hallo Simone,
    auch wir in HH haben den Workplace seit über einem Jahr im Einsatz, beantworte auch gerne jede Frage persönlich, bitte ggf. mailen.
    Ich habe vor ein paar Monaten einmal eine Liste mit ca. 20 Verbesserungsvorschlägen an die GWi gemailt, unterdessen ist manches besser geworden, aber einige kapitale Fehler/Unschärfen persistieren.
    Ansonsten denke ich, dass man ein solches Tool heute haben muß.
    Gruß,
    Jan Cramer

    Dr. J. Cramer
    AGAPLESION Diakonieklinikum Hamburg

  • Hallo


    auch wir arbeiten mit dem DRG-Workplace, zumindest auf Controller Seite. Für die einzelnen Ärzte haben wir das Programm noch nicht frei gegeben, es würde einfach nur zu sehr Verwirrung stiften. Für Rückfragen, siehe meine e-mail Adresse.


    Viele Grüße aus dem verregneten Wildau


    Dr. Haubold :smokin:

  • Zitat


    Original von Machaon:
    Für die einzelnen Ärzte haben wir das Programm noch nicht frei gegeben, es würde einfach nur zu sehr Verwirrung stiften. Für Rückfragen, siehe meine e-mail Adresse.


    Vielen Dank für die "Nachfrage-Angebote" (ich bitte alle BWLer unter uns um Verzeihung für diese Wortspiel
    ;) ),


    @ Dr. Haubold: wir planen ebenfalls, den Einsatz erstmal auf das Controlling (nicht Medizincontrolling) zu beschränken. Man kann ja doch sehr damit "herumspielen", oder habe ich da einen falschen Eindruck bekommen?


    Gruß
    Simone


    [ Dieser Beitrag wurde von Simone am 22.03.2002 editiert. ]

  • Hallo DRG-Worker, beim Einsatz des DRG-Workplace außerhalb der Medizin möchte ich zu bedenken geben, daß zur Beurteilung eines Grouping auch medizinischer Sachverstand gehört. Wir haben deshalb von GWI CÄ und OÄ einweisen lassen. Es gibt nicht nur "Fehler-DRGs", sondern auch falsche DRG z.B. wegen Zuordnungsfehlern bei ICD und OPS zu DRG (siehe mein Beispiel von gestern). Beim Optimieren muß beurteilt werden, ob die vorgeschlagene alternative Hauptdiagnose in Frage kommt. Dazu muß man den Patienten, seine Krankheiten und deren Behandlungen kennen. Woher sollen wir wissen, wo bei gleichwertigen Diagnosen der Hauptaufwand lag? Haben Sie die Zeit, beim Patienten auszurechnen, wieviel Zeit und Material verbraucht wurde?



    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Hallo an die Runde!


    Wir haben seit Ende letzten Jahres den DRG-Workplace im Hause.
    Ursprünglich war geplant, in jeder Fachrichtung einem Oberarzt / Facharzt die Möglichkeit zu geben mit dem DRG-Workplace zu arbeiten. Nachdem aber die Probleme offenkundig wurden, die Günter Konzelmann in seiner mail beschreibt,haben wir von dieser Plan Abstand genommen, bis GWI hier eine fehlerfreie Version zur Verfügung stellt. Ansonsten schafft das nur Verwirrung.


    Kennt jemand aus der Runde eine Antwort von GWI zu diesem Problem?


    Mit Release 21 hat GWI eine eigene Diagnoseart kreiert, die "DRG-Diagnose". Über Sinn und Zweck dieser Diagnose ist in den Release-Informationen nichts zu erfahren. Daher habe ich die nachstehend aufgeführte Nachricht an GWI gesandt:


    Sehr geehrte Damen und Herren,


    seit Release 21 ist im GBDM in den Statistikeinstellungen eine
    sogenannte "DRG-Diagnoseart" angehakt. Wir erfassen keine separaten
    DRG-Diagnosen,da vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist, ab 1.1.2002 die
    Entlaßdiagnose für die DRG-Kalkulation zugrundezulegen.
    Um gesetzeskonforme Datensätze zu erzeugen, wollen wir den Haken bei
    DRG-Diagnose löschen. Dies ist jedoch nicht möglich.
    Bitte teilen Sie mir mit, wann dieser Fehler behoben ist. Wozu ist
    überhaupt die DRG-Diagnose eingerichtet worden?


    Als Antwort habe ich von H.Bühl folgende Nachricht bekommen:


    Aufgenommen am: 19.03.2002
    Produkt: GBDM Globales Basisdatenmanagement, Rel.5.00.01.0003
    Ansprechpartner: Herr Wolf-Beyrich, Tel. 05121 - 90 - 13 69


    Sehr geehrter Herr Wolf-Beyrich,


    zum Thema "DRG-Diagnose" eine Informationen aus der "Wissensbasis" des Auftragsmanagements :


    seit dem Release 21 kann die sogenannte DRG-Diagnose zum Fall erfasst werden. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Diagnoseart. Nach den Kodierrichtlinien ist die Definition der Hauptdiagnose die Diagnose, die hauptsächlich die Aufnahme begründet hat. Nach den bisherigen Kodierungen für die BPflV ist als Haupt-Entlassdiagnose
    die Entgelt relevante Diagnose.
    Um beides parallel abbilden zu können, wird zur Abrechnung nach BPflV verschlüsselt wie bisher (Haupt-Entlassdiagnose). Zusätzlich kann die DRG-Diagnose erfasst werden, wenn sich nach Definition der Kodierrichtlinien eine andere Diagnose ergeben würde. Übermittelt wird die DRG-Diagnose an die Krankenkassen noch nicht, da es noch keine entsprechende Fortschreibung nach § 301 SGB V gibt.
    In ca. einem Monat (Ende April) wird für den DRG-Grouper die DRG-Diagnose als Haupt-Diagnose verwendet.
    Ist keine DRG-Diagnose erfasst, so wird die Haupt-Entlassdiagnose als Haupt-Diagnose zur Gruppierung herangezogen.
    Alle anderen Diagnosen werden als Neben-Diagnose zur Gruppierung herangezogen.
    In GBDM unter dem Menüpunkt: Einstellungen -> Statistikeinstellungen -> Relevante Diagnosen für DRG können Sie
    wählen, welche Diagnosearten für die DRG-Ermittlung berücksichtigt werden sollen.



    Diese Aussagen sind schlichtweg FALSCH! In den Übergangsregelungen der "Deutschen Kodierrichtlinien, Version 2002" wird vom Verordnungsgeber eine einfache, aus der Krankenhauspraxis stammende Regelung vorgeschrieben.
    Auf S.XIX steht zu lesen:
    Zitatanfang
    "Die technischen Details sind in der Datenübermittlungsvereinbarung gemäß § 301 SGB V geregelt:
    Anlage 5, Durchführungshinweise, 1.2.5 Entlassungsanzeige
    ...
    Die Hauptdiagnose für den Krankenhausfall ist in der als "Hauptdiagnose" bezeichneten Datenelementgruppe anzugeben. ...
    Für die Diagnoseangaben sind die Deutschen Kodierrichtlinien zu berücksichtigen. (Kommentar W-B:==> bei GWI Diagnoseart EN H)


    Im Segment FAB hingegen werden die für die Abrechnung nach BPflV relevanten Diagnosenschlüssel zusammen mit eventuell
    notwendigen Diagnosezusatzschlüsseln sowie weiteren Diagnoseschlüsseln, die bei den Entgelten in Kombination mit der
    Hauptdiagnose benötigt werde, angegeben." (Kommentar W-B: ==> bei GWI Diagnoseart FEN H).
    Zitatende.


    Wie sich aus dem obigen Zitat klar ablesen läßt, ist eine weitere, vom einzelnen Benutzer zusätzlich zu verschlüsselnde Diagnoseart vom Verordnungsgeber im Interesse der Arbeitsvereinfachung NICHT GEWOLLT!
    Es wird in diesem Sinne auch nicht die von GWI vermutete "Fortschreibung" nach § 301 SGB V geben. Bei Einführung der
    FP in der BPflV hat der Verordnungsgeber auch keine spezielle "FP-Diagnose" als eine eigene Diagnoseart eingeführt.
    Mit der DRG-Diagnose mutet GWI ihren Kunden zusätzliche MEHRARBEIT auf, die vom Verordnungsgeber NICHT
    beabsichtigt ist.


    Bei dem Arbeiten mit dem DRG-Workplace sollte man nicht vergessen, daß das oberste Ziel eine richtliniengetreue Kodierung sein sollte, auf deren Basis dann der Workplace fehlerfrei arbeiten sollte.


    Ich hoffe, daß meine Ausführungen zu diesem Thema für alle Workplace betroffenen Kolleginnen und Kollegen von Interesse sind.


    Mit freundlichem Gruß
    S.Wolf-Beyrich

  • [quote]
    wir planen ebenfalls, den Einsatz erstmal auf das Controlling (nicht Medizincontrolling) zu beschränken. Man kann ja doch sehr damit "herumspielen", oder habe ich da einen falschen Eindruck bekommen?



    Guten Morgen


    Es kommt meines Erachtens darauf an, was man von den ermittelten DRG Ergebnis erwartet (Cave: Baserate selbst festlegbar!!, Kostengewichte für Deutschland??, einzubeziehende Diagnosen selbst bestimmbar; Fehler-DRG).
    1. Zumindest einen Überblick über die zu erwartenden Top-Ten DRG jeder Abteilung läßt sich über das Modul ASTM (es gibt eine csv-Datei) problemlos erstellen. Zudem werden über diesen Weg mögliche falsch verschlüsselte Hauptdiagnosen und Nebendiagnosen sofort sichtbar. Editierbar dann leider nur über den Stationsarbeitsplatz oder ASPM.
    2. Über ASPM ist nur ein Patient zu groupen, hier kann man dann problemlos mit den Hauptdiagnosen jonglieren. Allerdings sollte man bedenken, dass die Hauptdiagnose entsprechend den Kodierrichtlinien, und damit nur vom Arzt/in festgelegt werden kann.


    Verregnete Grüße aus Wildau


    Dr. Haubold :smokin:



  • Hallo Dr. Haubold,


    Ich habe seit einer Woche den DRG-Workplace und bin ein wenig enttäuscht, aber vielleicht können Sie mir oder andere Nutzer etwas auf die Sprünge helfen. Mir geht es besonders um die Abfrage im ASTM. Sie schreiben durch die CSV_Datei ist eine Hitliste relativ einfach. Hmm, ich erhalte diese erst, wenn ich das Ganze in eine Pivottabelle umgewandelt habe. Und dann fehlen mir wieder entsprechende Kostengewichte, von der Textbezeichnung der DRG ganz zu schweigen. Auch fehlt mir die Suche nach Fehler-DRG pro Abteilung. D.h. die Fehler_DRG kann ich nur über den Fall im 3M-Grouper(rote Kreuze)bearbeiten, aber dieses Tool groupt ja das ganze Haus....
    Aber vielleicht bin ich ja auch nur zu blond und mir kann jemand helfen.


    Mit sonnigen Grüssen aus dem verregneten Mitteldeutschland


    Dirk Hohmann

  • Hallo Herr Hohmann,


    beim Batch-Grouping 3M-DRG-Grouper werden alle Fälle gruppiert. Es gibt hier keine andere Möglichkeit. Wir können dann die Datei als DRGGROUPER.CSV speichern und b.B. "Abgewiesene" und "Fehler im Satz" überprüfen, um die ICD-/OPS-Dokumentation im ASPM oder OMED zu ändern. Dagegen kann ich mit DRG-Auswertung beim Reiter "Organisation" u.a. Auswahlen treffen, um mir meine Abteilungen gesondert anzusehen oder bestimmte MDC. Vielleicht hilft Ihnen dies weiter.



    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.