Lange Liegedauer durch Streik

  • Hallo zusammen.
    Gibt es im Forum Erfahrungen mit der Argumentation von erhöhten Liegedauern, die durch den bundesweiten Streik bedingt waren?
    Insbesondere operative Fälle waren ja dadurch betroffen.
    Leider konnte ich in den bisher diskutierten Themen hierzu nichts finden.



    Viele Grüsse aus dem Chiemgau.
    Jörg Liebel

    _________________________________________________________
    Dr. Jörg Liebel, M.Sc.
    Abteilungsleiter Medizincontrolling
    Klinikum Fürth
    Jakob-Henle-Straße 1
    90766 Fürth

  • Hallo Liebel,
    da bei einer Prüfung des MDK´s vorrangig die medizinischen Aspekte (nicht organisatorischen) zu Grunde gelegt werden, werden diese mit Voraussetzungen, wie: es war kein Arzt im Hause..., nicht viel Einsicht zeigen.
    Also ich persönlich würde es mir verkneifen, in solch einem Fall Zuschläge abzurechnen.
    Aber, wie immer, kann man eines Besseren belehrt werden...


    Schönes WE-

    N. Richter
    medCo, DRGB, DSB


    \"Haben Sie jemals darunter gelitten, dass sie trotz Ihrer enormen Intelligenz
    von Menschen abhängig sind, um Ihre Aufgaben ausführen zu können?\"
    - \"Nicht im geringsten. Ich arbeite gerne mit Menschen.\"

  • Hallo Liebel,
    :a_augenruppel: wie eastfries würde ich da auch nicht alzuviel Kraft drauf verschwenden.


    Dies kann bzw. wird man als \" unternehmerisches Risiko \" bewerten und das wars dann wohl auch schon. :sterne:

    8) Stefan Schulz, Med. Controlling

  • Hallo Herr Richter.
    Eine kleine Ergänzung: Ich würde es schon für die Aufgabe des MDK halten, zu entscheiden, dass ein Eingriff aus chirurgisch-organisatorischen Gründen verlegt werden musste, da z.B. ein Notfall vorgezogen wurde.
    Dies ist eine Entscheidung, die ein Facharzt, der für den MDK beurteilt auch treffen sollte, sofern ich diese Änderung des Programms stichhaltig nachweisen kann.

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    Dr. Jörg Liebel, M.Sc.
    Abteilungsleiter Medizincontrolling
    Klinikum Fürth
    Jakob-Henle-Straße 1
    90766 Fürth

  • Hallo Liebel,
    geht es in Ihrem Beitrag um einen Notfall oder den bundesweiten Streik ? :d_gutefrage:

    8) Stefan Schulz, Med. Controlling

  • @ Schnippler2
    Ich für meinen Teil sehe in diesem Fall (Streik) keine organisatorischen Mängel.


    Dies sind für mich Kapazitätsproblem welches nicht zu Lasten des Krankenhauses gehen.

    Gruß


    MiChu ;)
    Sei nicht unglücklich vor der Zeit, denn was dich, als dir drohend, in Angst versetzt, wird vielleicht nie kommen. (Seneca)

  • Vielleicht sollte man die Fälle noch differenzieren...
    Um was für eine OP handelte es sich denn in o.a. Fall? Wie alt war die Patientin und was lagen für Begleiterkrankungen vor?
    ---


    Vielleicht kann man die verweigerten Beträge auch mit dem Marburger Bund abrechnen ;)


    (((wenn ein Arzt statt mit Skalpell beim Patienten zu stehen, Fähnchen schwenkend durch die Strassen zieht, spreche ich nicht von Kapazitätsproblemen)))

    N. Richter
    medCo, DRGB, DSB


    \"Haben Sie jemals darunter gelitten, dass sie trotz Ihrer enormen Intelligenz
    von Menschen abhängig sind, um Ihre Aufgaben ausführen zu können?\"
    - \"Nicht im geringsten. Ich arbeite gerne mit Menschen.\"

  • @ Schnippler
    Mir war klar, dass diese Frage kommen muss. Ich habe auch keine rechtsverbindliche Antwort. Aber warum den die Leistungserbringer?


    Beispiel:
    Sie arbeiten als Busfahrer im öffentlichen Nahverkehr. Für den Weg zur Arbeitsstelle nutzen Sie den öffentlichen Nahverkehr.
    Dieser wird nun bestreikt. Sie kommen dadurch zu spät zur Arbeit.
    Ich bezweifle das Ihr Arbeitgeber Ihre Ausfälle übernimmt, da ja sein eigenes Unternehmen bestreikt wir.


    Durch den Streik standen nicht genügend Ärzte zur Verfügung. Ergo konnte auch nicht alles was wünschenswert gewesen wäre gemacht werden. Es wurde entsprechend der Notwendigkeit / Dringlichkeit vorgegangen. Die Kapazitäten waren ausgeschöpft.
    Damit bleibt es für mich ein Kapazitätsproblem und kein organisatorisches.

    Gruß


    MiChu ;)
    Sei nicht unglücklich vor der Zeit, denn was dich, als dir drohend, in Angst versetzt, wird vielleicht nie kommen. (Seneca)

  • Wenn ich als Busfahrer im öffentlichen Nahverkehr arbeite und hier gestreikt wird und ich komme zu spät zur Arbeit, dann bin ich nicht gewerkschaftlich organisiert und dumm oder gewerkschaftlich organisiert und noch dümmer...

    N. Richter
    medCo, DRGB, DSB


    \"Haben Sie jemals darunter gelitten, dass sie trotz Ihrer enormen Intelligenz
    von Menschen abhängig sind, um Ihre Aufgaben ausführen zu können?\"
    - \"Nicht im geringsten. Ich arbeite gerne mit Menschen.\"