Abrechnung ZE122

  • Hallo,


    wir sprengen mit einem Fall den §301, da wir mehr als 98xENT-Segmente in der RECH aufführen.

    Dies liegt vor allem an dem ZE122

    Es wurde 122x der 8-857.0 verschlüsselt, was 122x das ZE122 ausgelöst hat.

    Laut OPS-Katalog ist jede Peritonealdialyse einzeln zu kodieren, daher ist die Kodierung m.E. korrekt.

    Ich meine, dass es nicht erlaubt ist jetzt 122x das ZE122 abzurechnen - also eine Zeile anstatt 122.

    Leider kann ich dazu nichts finden, ob dies möglich ist oder nicht

    Natürlich können wir das ausprobieren und auf die Reaktion warten, ich hätte aber gerne die Grundlage dafür


    Vielen Dank


    S. Lindenau

  • Hallo Herr Lindenau,


    das ist interessant (vor allem die Punktlandung 122 x ZE122 ;)). Die Kodierung der OPS führt ja erstmal nur zur Übermittlung der Daten in dem Entlassungsdatensatz, da sollten ja > 100 OPS in einem Datensatz übermittelt werden können. Aber auf der Seite gkv-datenaustausch findet man nicht so eine explizite Aussage dafür oder dagegen.


    Bekommen Sie denn Ihr Abrechnungsprogramm dahingehend "überlistet"? Das ZE01.01 wird ja z.B. automatisch aufgrund der OPS als Rechnungsposition erzeugt.


    Ansonsten versuchen Sie doch mit der Schlussrechnung nur 100 Positionen abzurechnen, den Rest dann per Nachtragsrechnung(en).


    Gruß

    zakspeed

  • Hallo zakspeed,

    das mit der Anzahl war mir gar nicht aufgefallen :)


    Der Weg wäre jetzt in der Schlussrechnung die 98x voll zu machen und den Rest in einer Nachtragsrechnung. Hört sich einfach an ist es aber nicht. Fängt mit der Berechnung der %-ualen Zu- und Abschlägen an und hört bei der Datenannahme beim Kostenträger auf


    Daher die Frage, ob es in der RECH erlaubt wäre das ZE in einer Zeile mit Anzahl 122 abzurechnen

    In der ENTL werden natürlich die OPS einzeln aufgeführt


    Aber leider ist dazu, außer im OPS-Katalog, nichts zu finden.


    Danke für die Antwort


    Gruß


    S. Lindenau

  • Hallo,


    du meine Güte, wie lange lag der Patient denn im KH?


    Haben Sie zwischen jeder Sitzung mindestens 24 Stunden Pause gehabt?


    Viele Grüße

    stellv. Leitung Medizincontrolling
    Fachwirt Gesundheits- und Sozialwesen (IHK)
    MDA

  • Hallo zakspeed,

    das mit der Anzahl war mir gar nicht aufgefallen :)


    Der Weg wäre jetzt in der Schlussrechnung die 98x voll zu machen und den Rest in einer Nachtragsrechnung. Hört sich einfach an ist es aber nicht. Fängt mit der Berechnung der %-ualen Zu- und Abschlägen an und hört bei der Datenannahme beim Kostenträger auf


    Daher die Frage, ob es in der RECH erlaubt wäre das ZE in einer Zeile mit Anzahl 122 abzurechnen

    In der ENTL werden natürlich die OPS einzeln aufgeführt


    Aber leider ist dazu, außer im OPS-Katalog, nichts zu finden.


    Danke für die Antwort


    Gruß


    S. Li

  • Aufnahme im Sommer 2019

    Entlassung Frühjahr 2020


    die OPS-Kodierung ist u.E. korrekt


    Habe jetzt noch die KGNW dazu geholt. Wenn ich von da was hilfreiches mitgeteilt bekomme, gebe ich dies hier weiter

  • Hallo,

    wenn Sie Zwischen-/Teilrechnungen erstellen müsste es funktionieren.

    Liebe Grüße aus Sachsen
    D. Zierold

  • Hallo,

    das haben wir auch gemacht und hoffen das beste, aber warum dürfen wir das ZE122 nicht in einer Zeile abrechnen

    Wo steht das?

    Das kann mir halt gerade keiner sagen

    Trotzdem vielen Dank für die Rückmeldung

    S. Lindenau

  • Hallo Herr Lindenau,

    ich glaube, da müssten Sie sich mit dem Kostenträger absprechen, ob es in einer Zeile angeliefert werden kann.

    Ich habe da durchaus gute Erfahrungen gemacht. Da geht bei manchen Kassen ganz viel im PC...

    Liebe Grüße aus Sachsen
    D. Zierold

  • Hallo zusammen,

    mir ist nicht bekannt, dass bei der Abrechnung mehrere Zeilen notwendig sind. In der Entlassung sind die einzelnen Daten erfasst.

    Ich kenne etliche Krankenhäuser die das Zusatzentgelt in der Rechnung dann auf 1 Zeile zusammenfassen.


    In der Rechnung ist beim Entgeltschlüssel bis Anzahl 999 pro Zeile möglich.

    Das Prozedere wird ja z. B. bei Bluterprodukten und Zusatzentgelten in mg auch gemacht.


    Oder habe ich jetzt was ganz falsch verstanden?

    Gruß

    SaSchu

  • Oder habe ich jetzt was ganz falsch verstanden?

    Gruß

    SaSchu

    Hallo SaSchu,


    ja und nein: Wenn Sie in einem KIS-System z.B. am 01.01. und 03.01. und 05.01. jeweils den OPS 8-854.2 erfassen, dann wandelt das System diese OPS automatisch in das ZE01.01 zu € 172,59 (Anlage 2 und 5 FPV) für den 01.01. und 03.01. und 05.01. um. So erscheint das auch auf/in der Rechnung: 76ZE0101 vom 01.01. bis 01.01. und 76ZE0101 vom 03.01. bis 03.01. und 76ZE0101 vom 05.01. bis 05.01.

    Ist i.d.R. für alle bundeseinheitlichen Zusatzentgelte der Anlagen 2 und 5 hinterlegt.


    Wenn Sie aber z.B. ein krankenhausindividuelles Zusatzentgelt der Anlage 6 verabreichen, nehmen als Beispiel Rituximab (und gleich der Hinweis: es ist ein BEISPIEL, Menge und Daten der Applikation sind fiktiv!), sie geben 500mg am 02.01. und 500mg am 04.01., dann sind das 1000mg und wird einmalig mit dem OPS 6-001.h8 am 02.01. kodiert. Abrechnungstechnisch führt es zum ZE2020-151 der Anlage 6 FPV. Haben Sie es nicht vereinbart = € 600,- Haben Sie es vereinbart, dann wandeln Sie es manuell um (manche Programme können das auch selbst) in das vereinbarte Entgelt und den entsprechenden Entgeltschlüssel, z.B. 76090E9E und dann die frei definierbare Anzahl (i.d.R. 1). So erschient das auf/in der Rechnung 76090E9E 02.01. bis 02.01. € 3.080,00


    Hier haben Sie die Möglichkeit, die Anzahl bis 999 frei einzugeben.


    Jetzt zum ursprünglichen Problem: das ZE122 ist in Anlage 2 und 5 mit einem bundeseinheitlichen Wert festgelegt. Man müsste also die vom System erzeugten 122 Zeilen mühsam einzeln stornieren und dann wie ein kh-individuelles Entgelt erfassen. Da stellt sich dann die Frage von SLindenau, ob das a) zulässig ist (und wenn ja, wo steht das?) b) überhaupt technisch möglich ist und c) von den Kassen überhaupt akzeptiert wird.


    Denn die Kasse müsste ja, bei dem Beispiel ZE122 bleibend, aus der einen Abrechnungszeile 122x 76ZEC200 vom 01.07.2019 bis 31.03.2020 händisch abgleichen, ob denn der passende OPS 8-857.0 auch tatsächlich 122 mal kodiert wurde. Viel Spaß dabei ;)


    Ich hoffe das Problem etwas veranschaulicht zu haben


    Gruß

    zakspeed

  • danke zakspeed für die ausführliche Erläuterung
    genauso ist es
    ich möchte wissen, wo es steht um zum einen auf den KIS-Hersteller einwirken zu können und dann am Ende auch den Kostenträger damit zu konfrontieren.

    Es ist eine mühselige Arbeit und es kann nicht sein, dass wir erst jedes mal beim Kostenträger anrufen müssen und fragen wie sie es denn gerne hätten

    Mal abgesehen davon, dass die Mitarbeiter mit denen man im täglichen Austausch steht idR keinen Einfluss auf die internen §301-Prüfungen haben und sich am Ende nur wundern warum nichts ankommt....

    Warte noch auf Antwort von der DKG

    S. Lindenau