MD(K) Software/Cloud zum Upload von Behandlungsunterlagen

  • Hallo zusammen,


    ich hoffe ich mache hier keinen neuen Poste zum Thema auf, zumindest bin ich nicht darauf gestoßen.


    Der MDK bewirbt gerade mit Flyer und Anschreiben ein Upload-Portal namens "MDK LE-Portal", damit sollen die Kliniken sicher und kostenlos sowohl Prüfaufträge empfangen uns ebenso Akten hochladen können.


    Es handelt sich wohl um eine Art Cloud-Lösung, von dieser unsere IT regelhaft nicht begeistert ist.


    Mal im Ernst, das kann doch nicht die angestrebte Lösung nach dem DVG sein, dass wir uns in ein MDK Portal browserbasiert einloggen dürfen/müssen und Akten hochladen sollen.


    Für mich wäre da lediglich eine Art Kommunikation und Datenaustausche über einen erweiterten DTA KIS bezogen sinnvoll und auch haftungsrechtlich verantwortbar?


    Nutzt schon jemand diese Art der Kommunikation, hat jemand nähere Kenntnisse welche Lösungen eigentlich mit der DVG angedacht waren?

    Wie sind Ihre Erfahrungen.


    Das Risiko bzgl. der Datenschutzsicherheit liegt ja dennoch erheblich bei den Kliniken, wenn da was schief läuft.

    Gerade wenn Daten über Browser in eine Cloud geladen werden sollen.


    Beste Grüße

    MfG
    Ductus
    Die Welt ist global, das Denken lokal

    2 Mal editiert, zuletzt von Ductus ()

  • Guten Morgen,

    was auch immer genutzt wird, im Gesetz steht, dass der Austausch der Daten ab 2021 ausschließlich elektronisch zu erfolgen hat.

    Der MDK versendet mit den Unterlagen dazu ein Addendum zur Auftragsdatenverarbeitung, dass von unseren Juristen und Datenschützern als unbedenklich bewertet wurde.

    Die Zugangskontrolle ist über eine 2- Faktor Authentifizierung zumindest erschwert.

    Den Umgang mit den Daten in der Hand des MDK liegt in dessen Verantwortungsbereich. Auch jetzt haben dem MDK schon Kopien oder elektronische Abzüge von Patientendaten vorgelegen, für deren Datensicherheit dieser verantwortlich war. Die dazu genutzten Transportmedien und -wege (Datenträger, Papier, Postweg, Daten auf Laptops des MDK etc.) waren nicht besonders abgesichert.


    Die Unsicherheit dürfte jedenfalls kleiner als beim (Einzel-) Versand von Papier, CDs, Sticks oder ähnlichem sein.

    In diesem Zusammenhang erinnere ich mich daran, dass ein großer, zentral arbeitender MDK im mittleren Westen in Deutschland jahrelang eine Unzahl von Prüfungen abgelehnt hatte, weil angeblich keine Daten da waren, bis alles nur noch per Einschreiben Rückschein lief. Auch das schien mir wenig sicher.


    Der upload auf eine zentrale Plattform mag zu einer Kanalisierung der Wege beitragen. Wir werden mit dem System in den kommenden Wochen beginnen. Leider scheint im Wesentlichen auf diese uplaod-Funktion begrenzt zu sein. Liste über offene Vorgänge oder fehlende UL sind bislang offenbar nicht möglich, auch die Lieferung von Daten zu älteren Fällen ist wohl nur mit Mühe möglich.


    Den Austausch von Daten über DTA aus dem KIS halte ich für bedingt realistisch. Bei dezentraler IT-Struktur und fotografischen E-Archiven kommen eine Unzahl von Dokumenten zusammen, die (mein bisheriger Rekord) schon mal an 2 GB erreichen können.


    Derartige Daten über den DTA zu versenden scheint mir momentan noch aussichtslos.


    Gruß


    merguet

  • Hallo merguet,


    vielen Dank für Ihre Rückmeldung, ich bin halt nur dafür, dass es zentrale Lösungen gibt.

    Demnächst wird der SMD wohl mit einer eigenen Lösung um die Ecke kommen.


    Hier sollte m.E. nach eine einheitliche gesetzliche Lösung Schnittstelle geschaffen werden, welche für alle verbindlich wäre.


    In vielen anderen Bereichen gelingt dies dem Gesetzgeber ja auch, einheitliche Lösungen zu finden.


    Warten wir mal ab was noch so kommt.


    Mit der Datenmenge gebe ich Ihnen recht, da kommt was zusammen, derzeit versenden wir per DVD (100 MB-8 GB) .

    Ich habe den Passus nicht gefunden, wie genau diese Kommunikation erfolgen soll, ein elektronischer Austausch kann allerdings auch die Übersendung eines Datenträgers sein, welcher dann nur vom MDK selbst eingespeist werden muss.


    Wenn ich diese Daten per Browser übertragen soll, dann braucht man eine ganze andere Internetleitung, als die herkömmlichen "ich surfe mal a bisserl im Netz" Leitungen.


    Beste
    Grüße

    MfG
    Ductus
    Die Welt ist global, das Denken lokal

  • Hallo,


    in unserem Bundesland besteht seit längerem die Möglichkeit, Daten, z.B. MDK-Unterlagen, auf einen Server des MDK hochzuladen.


    Die Funktionalität ist verbesserbar. Man erhält (per Mail) eine Bestätigung, dass Daten hochgeladen wurden, jedoch nicht welche Daten. Die hochgeladenen Daten werden nach einem vergleichsweise kurzen Zeitraum gelöscht, sodass sie auch nicht mehr als Nachweis, dass die Bereitstellung erfolgte, verfügbar sind.

    Wenn zu einem Gutachtenzeichen versehentlich Dateien eines anderen Prüffalls hochgeladen werden, fällt dies bei der Verarbeitung im MDK nicht auf. Die hochgeladenen Dokumente werden ohne Abgleich mit dem Gutachtenzeichen eingelesen.

    Der MDK in in solchen Fällen dann jedoch kooperativ.

    Auch ist die Größe der hochladbaren Dateien pro Fall begrenzt, sodass das Verfahren bei umfänglichen Fällen nicht greift.


    Insgesamt ist das Verfahren jedoch eine deutliche Erleichterung im Vergleich zum Postversand.


    Leider ist eine konsentierte überregionale Lösung gemäß § 11 Abs. 2 PrüfvV für mich nicht in Sicht.


    Viele Grüße


    Pseudo

  • Guten Morgen,


    wir übertragen schon recht lang unsere Krankenakten digital, zwar nicht über eine Cloud, aber digital :) Wir können auch stets ganz genau sehen, welche UL wir versendet haben.

    Die Prüfanzeigen kommen "digital" über ein Fax-Mail Postfach.


    Das besagte Schreiben vom MDK haben wir noch nicht erhalten.


    LG