SAP und Pocket-PC

  • Hallo,
    noch einmal etwas Umfrage...
    nach meiner Überzeugung wäre Verschlüsseln effektiver, wenn jeder Arzt die Belegung seiner Station auf einen Pocket-PC ziehen kann, um dann am Bett des Patienten (besser auf dem Flur vor dem Zimmer)die Verschlüsselung vorzunehmen.
    Gibt es bereits ein funktionierendes Modell?
    Arbeitet denn schon jemand mit einer mobilen Erfassung ?


    Grüße Poschmann

  • Zitat


    Original von GPoschmann:
    Hallo,
    noch einmal etwas Umfrage...
    nach meiner Überzeugung wäre Verschlüsseln


    Nicht nur verschlüsseln, sondern sämtliche medizinische Basisdoku standardisiert und medizinisch sinnvoll, z.B. auch für Studien, Einbinden der Qualisicherung etc.

    Zitat


    effektiver, wenn jeder Arzt die Belegung seiner Station auf einen Pocket-PC ziehen kann, um dann am Bett des Patienten (besser auf dem Flur vor dem Zimmer)die Verschlüsselung vorzunehmen.


    Noch effektiver, wenn er gar nicht aktiv verschlüsseln muss, sondern bei normaler medizinischer Befund- und Verlaufsdokumentation entsprechende ICD bzw. OPS Kodes angeboten werden, die dann bestätigt oder abgelehnt werden.

    Zitat


    Gibt es bereits ein funktionierendes Modell?


    Ja, wir haben im Unfallkrankenhaus eine entsprechende Studie drchgeführt. In Zusammenarbeit mit http://www.meditrace.de (Dort kann man entsprechende Literatur downloaden). Allerdings gibt es einen großen Haken. Der KIS Anbieter muss mitspielen, wg. Schnittstelle etc. Und dann kommen auch noch ein paar Datenschutzprobleme hinzu.(u.a. Verlust der mobilen Geräte, schließlich passen Palms und Psions ja in jede Kitteltasche...). Aber prinzipiell klappts und die Qualität der Doku lässt sich exponentiell potenzieren.

    Zitat


    Arbeitet denn schon jemand mit einer mobilen Erfassung ?


    meines Wisens wird im Kantonsspital Baden in der Schweiz mit zahlreichen Palms gearbeitet. Das ganze ist wohl auch schon über die Phase eines Feldversuches hinweg. Werde mir das im Januar anschauen und ggf. mehr berichten können. Allerdings dürften Sie auf der medica hierzu auch einiges finden.


    Grüße Köpfer


    [/quote]




    --
    Dr. Thilo Köpfer
    Stabsstelle Medizincontrolling
    Unfallkrankenhaus Berlin
    thilo.koepfer@ukb.de


    [ Dieser Beitrag wurde von Admin am 18.11.2001 editiert. ]


  • Leider habe ich die Technik der Zitatantwort noch nicht ganz durchschaut. Vielleicht kann ADMIN. das nochmal erklären. Aber ich denke, dass meine Anmerkungen im obigen Beitrag sich abgrenzen lassen.
    Tschuldigung
    Gruß aus Berlin im Dunkeln



    --
    Dr. Thilo Köpfer
    Stabsstelle Medizincontrolling
    Unfallkrankenhaus Berlin
    thilo.koepfer@ukb.de

  • Hallo Dr. Köpfer,

    Zitat


    Leider habe ich die Technik der Zitatantwort noch nicht ganz durchschaut. Vielleicht kann ADMIN. das nochmal erklären. Aber ich denke, dass meine Anmerkungen im obigen Beitrag sich abgrenzen lassen.
    Tschuldigung
    Gruß aus Berlin im Dunkeln


    Man muss nur vor und hinter jedem zitierten Absatz den String


    <quote>


    - zum Öffnen eines Zitates und


    </quote>
    - zum Schliessen desselben eingeben. Allerdings in eckigen Klammern und nicht als HTML-Tag. Ist - hoffe ich - auch in der Hilfe nachzulesen.


    Gruß aus Bonn nach Berlin
    B. Sommerhäuser

  • Hallo !
    Ich selbst besitze einen Casio Pocket PC und habe auch schon darüber nachgedacht, ob diese kleinen Dinger einem nicht helfen könnten. Spezielle Software halte ich in diesem Bereich für überteuert, jedoch läuft auch andere Software auf dem Mini-PC z.B. Internet-Explorer (für die HTML-Version ICD/ICPM vom DMDI), Word und Excel. Vielleicht kann man damit ja was anfangen ? Leider funktioniert der Import nicht, so daß die Doku nicht direkt ins KIS eingebunden werden kann (oder gibt es dafür eine allround-schnittstelle ?) , aber Kodierhilfen oder z.b. Arbeitsblätter z.B. für AEP-Verfahren lassen sich damit realisieren.


    MfG



    --
    Jörg Gust
    (Med. Controller Marien-Hospital Witten)

    Jörg Gust
    (orth. Assistenzarzt, Ex-Med.Controller)

  • Ja,
    auf der Medica werde ich mir einen Compac PDA als Demo-Gerät abholen mit Kartenlese-Jacket für den ärztlichen Notdienst.


    Die Einbindung an ein KIS-System (nicht nur SAP) muss von einer Firma gestrickt werden, ist aber relativ einfach möglich. Zumindest das Verschlüsseln (ICD-10, OPS-301) als Import/Export ist möglich.
    Nach Erstellung eines SAP-Vorganges können auch Anmeldungen (Röntgen) durchgeführt werden.
    Ich melde mich im Februar mit Screenshots


    Grüße Poschmann

  • Hallo,
    zum Thema mobiles Kodieren kann ich leider nicht , wie angekündigt ein paar screenshots beilegen, weil ich diese Nummer mit dem Image nicht hinbekomme.


    Aber über einen Ipaq mit Anbindung an das KIS (SAP, ISH) kann mobil kodiert werden bei Import und Export der Daten. Wahlweise ist auch mobile Datenerfassung anderer Art (Prozeduren usw) möglich.
    Von anderen Dingen (onkologische Küchenrezepte, Fortbildungsthemen, email, Sonographie oder Endoskopiebefunde usw.) ganz zu schweigen.
    Ich suche noch interessierte Häuser, die in diese Thematik einsteigen wollen, möglicherweise auch solche, die noch keine computerunterstützten Arbeitsplätze haben.
    Ich bin der Überzeugung, dass Codierung während der Visite effektiver ist, weil durch das mobile Kodieren insgesamt die Kodieraffinität gesteigert wird. Hat wirklich jeder Kollege auf Station einen uneigeschränkten Zugriff auf den Arbeitsplatz oder muss man sich in der Schlange anstellen.
    Im Endeffekt ist die Verzögerung der Aufnahme und Entlassungsdiagnose zu verringern, die Kodierdichte höher.
    Auch das mobile Kodieren in Aufnahmebereichen in Verbindung mit einem Praxisprogramm (funktioniert auch auf der Privatstation) ist aus meiner Sicht völlig unproblematisch.


    Grüße Poschmann

  • Hallo Herr Poschmann,


    wäre sehr interessiert an einer &quot;Pocket-Kodierung&quot;. Unsere momentanen Bedingungen mit SAP/Diacos/Viewpoint etc. sind unbefriedigend, die Kodierqualität verbesserungswürdig.
    Würde mich daher über nähere Informationen freuen!:) !:)
    Gruß, C.Brumm

  • Also. Wir sind auch auf dem wirelesstrip und haben eine Station testweise mit Antennen bestückt.
    Die Datenerfassung erfolgt entweder mit Pencentra oder Ipaq. Die
    Formulare sind unseren Kurvenblättern nachgebildet um den Wiedererkennwert zu steigern und die Einarbeitungsdauer zu reduzieren.
    Das System arbeitet Leitliniengestützt, d.h. die Leitlinieninhalte werden auf Wunsch vorgeblendet und können in den Anforderungsbereich übernommen werden oder nicht.
    Die Verwaltung der Leitlinien erfolgt zentral per workflowdesigner. Änderungen werden nur den beteiligten usern vorgeblendet.


    Alle erfassten Leistungen werden &quot;bepreist&quot; und können unter den Aspekten &quot;Kostenträgerrechnung/Prozesskostenrechnung&quot; ausgewertet werden.


    Freundliche Grüße
    Dr. A. Becker, Med Controlling Mutterhaus Trier 0651 9470