Reanimation

  • Was ( wie viel) muss man tun, um einen Kode aus OPS 8-77_ verschlüsseln zu dürfen?
    Konkret wurde eine intraoperative Asystolie mit Atropin und Akrinor therapiert, die KL-Funktion setzte allerdings spontan wieder ein.
    Reicht diese Therapie für einen Reanimationskode aus?
    ( finanzielle Auswirkungen hat es keine )
    Danke schon mal für die Überlegungen, Grüße aus Leipzig.


  • Hallo Forum,
    ich möchte den Beitrag aus gegebenem Anlass nochmal aufwärmen. Bei uns kam allerdings noch ein präkardialer Faustschlag hinzu. :kong:
    Hat jetzt vielleicht jemand eine Erfahrung oder einen Tipp zu berichten? :d_pfeid:


    Vielen Dank im Voraus

    mfG
    Thomas Heller
    QMB/Med Co/OA Gyn
    Haßberg-Kliniken
    Haus Haßfurt/Unterfranken

  • Hallo Forum,
    ich habe eigentlich gleich zwei Fragen und hoffe auf eine Antwort.


    Patient kommt mit dem RTW als Notfall aus einem anderen Krankenhaus,
    intubiert, beatmet, ZVK, arterieller Kanüle und Magensonde in unsere Klinik. Patient bekam bei dem Transport Infusionen und 2 EK`s,
    das verlegende Krankenhaus hat 10 EK´s mitgegeben.


    Der Patient hatte ein rupturiertes Bauchaortenaneurrysma und kam sofort in den OP. Im OP bekam der Patient noch 4 EK`s und meine Frage ist nun
    darf ich diese kodieren obwohl die EK,s aus dem anderen Haus sind.


    Blutdruck nicht meßbar,Asystolie wechselt mit Kammerflimmern, dann einzelne Kammerkomplexe, externe Herzmassage.
    Hier darf ich doch sicherlich die 8-772 operative Reanimation kodieren oder?


    Mit freundlichen Grüßen


    B.Thieme

  • Hallo, Herr Thieme!
    Natürlich dürfen Sie hier die EK-Gabe kodieren - Sie haben ja die EK\'s auch gegeben. Es steht nirgends, WOHER diese EK\'s kommen müssen!
    Die externe Herzmassage würde ich mit der 8-771 kardiale Reanimation verschlüsseln - hat aber keinen Unterschied in der Konsequenz!


    Gruß aus Landstuhl, FRÜHLING

    T. Flöser

  • Hallo Herr tfloeser,


    vielen Dank für Ihre Antwort, ich habe die Reanimation bis jetzt auch mit der 8-771 kodiert aber wann darf ich die 8-772 benutzen.


    In meinem Fall führt mich die 8-772 in einen ganz anderen DRG.



    Mit freundlichen Grüßen aus dem sonnigen Wilhelmshaven


    B.Thieme

  • Hallo, Herr Thieme!


    Gute Frage - ich richte sie einfach an\'s InEk! Denn bisher haben wir noch keinen Herz-Kreislaufstillstand operativ beseitigen können.
    Vielleicht meint dieser Schlüssel die Reanimation am offenen Herzen ?!? Dann beträfe es ja nur die Herz-Thorax-Chirurgie...


    Die Eingruppierung in die \"andere DRG\" rührt daher, daß der Schlüssel 8-772 in der Liste der \"bestimmte OR-Prozeduren\" aufgelistet ist (Definitions-Handbuch IV, Seite 621) und der Schlüssel 8-771 nicht!


    Gruß

    T. Flöser

  • Zitat


    Original von tfloeser:
    Gute Frage - ich richte sie einfach an\'s InEk!


    Guten Morgen Herr Flöser,


    das InEK wird Ihnen sagen, dass Sie bei Fragen bezüglich der Klassifikationssysteme (hier OPS) nicht zuständig sind und Sie doch bitte das DIMDI anschreiben möchten :d_zwinker: .

    Mit freundlichen Grüßen

    D. D. Selter

    Ärztlicher Leiter Medizincontrolling

    Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau

  • Hallo, Herr Selter!


    Is\' mir schon klar - nur die Wertung als bestimmte OR-Prozedur :defman: kommt ja vom InEK! Aber ist ja auch kein Problem - auch das DIMDI ist ja erreichbar :d_zwinker:

    Gruß

    T. Flöser

  • Guten Morgen, Forum!
    Wie Herr Selter bereits vorhersagte: Es kam genau DIESE Antwort - sehr schnell - vom InEK. Gleichzeitig war die Weiterleitung der Anfrage an das DIMDI erfolgt... mit DIESEM Erfolg (29.03.2005 - Anfrage vom 21.03.05)


    - - - - - -


    Sehr geehrter Herr Flöser,
    vielen Dank für Ihre Anfrage.
    Die operative Reanimation sollte kodiert werden, wenn operative
    Maßnahmen zur Reanimation erforderlich waren. :keule:
    Mit freundlichen Grüßen


    - - - - - -


    Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht genau, ob ich schlauer bin
    :noo: , denn als operative Maßnahme zur Reanimation sehe ich höchstens das Wiedereröffnen eines Thorax direkt nach der HTX-OP noch im OP an... aber sonst...? Stehe ich auf dem Schlauch, oder wer operiert einen Herzstillstand (wenn man die cerebrale Ischämiezeit so bedenkt...)


    fragt sich :d_frage:

    T. Flöser

  • Hallo zusammen,


    jetzt muss ich das Thema nocheinmal "aufwärmen". Gibt es bereits eine offizielle Stellungnahme vom Dimdi? Hab leider nichts gefunden.


    Folgendes Fallbeispiel zur Frage ob 8-772 kodiert werden soll ja/nein


    "Gegen 17:50 Uhr wieder Kammerflimmern mit Reanimation und Defibrillation, Intubation und Verbringung in den Op. Dort Anlage 3-Fach Bypass"


    Grüße aus Oberbayern

  • Moin,


    wenn der Thorax aufgemacht wurde, konnte nicht mehr durch Externe Druckmassage reanimiert werden. Bis zum Anschluss der HLM und Anfahren des Bypass müsste dann offen reanimiert werden. Dies wird in der Regel im OP-Bericht erwähnt. Wenn nicht, steht es vll auf dem An-Protokoll.

    Sollte es gelungen sein, den Patienten vor Sternotomie minimal zu stabilisieren, konnte die Zeit bis zum Anschluss an die HLM vll bereits ohne mechanische Reanimation überbrückt werden.

    Ergo: OP Bericht, AN-Protokoll, Operateur fragen, OP Bericht ggf. ergänzen (unter Kenntlichmachung der nachträglichen Eintragung).


    Gruß


    merguet

  • Moin Moin merguet,


    besten Dank für die schnelle Antwort. Laut Doku wurde der Patient auf Station reanimiert , zwei mal defibrilliert und ist dann wieder "angesprungen". Es musste quasi im OP nicht mehr reanimiert werden, also auch nicht offen. Er wurde danach sofort in den OP gefahren und hat notfallmäßig seine Bypässe bekommen.


    Ist Ihrer Meinung nach dann 8-772 noch gerechtfertigt? Oder versteht man darunter, unter laufender Rea in den OP, Thorax auf, offene Rea bis zum anfahren der HLM?