Erfahrungen mit ORBIS-Fieberkurve

  • Hallo Forumsmitglieder,


    gibt es im Forum Erfahrungen zur Pflegedokumentation mit ORBIS, insbesondere zur Fieberkurve? Wir erwägen die Anschaffung.


    Viele Grüße


    Pseudo

  • Guten Tag!


    vor meinem Wechsel ins CM habe ich etwa 5 Jahre mit der digitalen Akte von ORBIS gearbeitet und gute Erfahrungen gemacht.
    Was genau möchten Sie denn wissen?


    freundliche Grüße

  • Hallo Suse104,


    es geht um die Fieberkurve, also die Darstellung der Vitalparameter, pflegerischen Maßnahmen, ärztlicher Visiteneinträge etc. in einer Übersicht.


    Wie hoch ist die Praktikabiliät inbsondere hinsichtlich der Eingewöhnung bei Pflegekräften und bei den Ärzten? Geht das schnell (z.B. 4 Wochen) oder braucht man eine längere Eingewöhnung?


    Schon einmal vielen Dank!


    Pseudo

  • Hallo Pseudo,


    aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen das wir die Fieberkurve sehr übersichtlich und angenehm in der Handhabung empfunden haben, wobei man sich das ja auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden lassen kann (in einem bestimmten Rahmen).
    Voraussetzung für eine gute/kurze Eingewöhnung ist auch das Interesse und der Wille der Leute damit zu arbeiten
    und natürlich die enge Betreuung durch die IT-Abteilung vor Ort.
    Wenn man einmal damit gearbeitet hat und zurück muss zum Kadex....das sind traumatische Erfahrungen.
    Hoffe ich konnte weiterhelfen!


    freundliche Grüße

  • Hallo Pseudo,


    unsere Erfahrungen sind anders.


    Die Einträge in der Pflegedokumentation sind sehr gewöhnungsbedürftig, Papier ist wesentlich einfacher zu bedienen und auch deutlich übersichtlicher. Die Übersichtlichkeit beim Eintragen lässt m.e. sehr zu wünschen übrig. Es macht auch erheblichen Aufwand, die Standards einzupflegen. Vorteil ist die gute Lesbarkeit. Allerdings befinden sich z.B. Visiteneinträge beim Ausdruck der Kurve nicht auf der Kurve, sondern in gesonderten Listen.
    Insgesamt findet die Fieberkurve im Pflegebereich gleichwohl Akzeptanz. Im ärztlichen Bereich wird von einer ganz langen Eingewöhnungszeit (mindestens 6 Monate) berichtet.


    Die Programmierung ist offensichtlich nicht von jemandem mit klinischer Erfahrung erfolgt, so dass alle Einzelheiten der klinische Dokumentation dem Programm angepasst werden müssen und nicht umgekehrt. Erhebliche Schwierigkeiten bereiten tagesindividuelle Medikamentenanordnungen (z.B. Marcumar, Analgetika, etc.).


    Ich halte es für ein großes Problem, dass die Dokumentation nicht ohne Weiteres exportiert werden kann (z.B. für den MDK oder bei einer Aktenanforderung durch Staatsanwaltschaft oder Gericht). Man muss eine Vielzahl von Dokumenten händisch anfassen, Listen aufklappen und dann ausdrucken. Das ist EDV-Steinzeit mit vielen Fehlermöglichkeiten. Die Möglichkeit einer einfachen und systematischen Datenausgabe wurde bei der Programierung vernachlässigt.


    Ich hoffe ich konnte mit diesen Ausführungen helfen

  • Hallo,


    leider kann man in die elektronischen Fieberkurve keine post-its reinkleben und nichts mit Marker hervorheben.
    Klingt lustig, ist aber ernst gemeint.


    Viele Grüße - NV

  • Hallo,


    Post-its haben und hatten noch nie etwas in einem Dokument verloren!!! Ich habe diese Zettelwirtschaft immer gehasst, das ist keine ordentliche Dokumentation und auch zu kommunikationszwecken letztlich ungeeignet (wie oft hatte ich dann lose herausgefallene Post-its in der Hand, wo zwar was wichtiges draufsteht, aber es aber keinen Bezug mehr zum Patienten gibt)


    Gruß

  • Hallo GW,


    Post-its haben auch wirklich nichts in der elektronischen Fieberkurve zu suchen, die verhaken sich in der Festplatte ;-)


    Das Übel mit den abgefallenen Post-Its ist allen bekannt. Was NV aber meint, ist die fehlende Möglichkeit der elektronischen Fieberkurve, sich einen Marker, z.B. auf einen Mikrobiologiebefund, zu setzen. Das trifft auch für die Markierung mit Textmarker zu. Der würde nicht mal aus der Papierkurve fallen.


    Viele Grüße


    Medman2

  • Hallo,


    ich finde, bei der MDK-Vorbereitung (Begehungsprüfung) mit Papierakten sind post its eine große Hilfe, ebenso wie Textmarker. Mir ist in der ORBIS Fieberkurve (wie überhaupt in der ganzen Krankengeschichte) kein Hilfsmittel bekannt, um besondere Befunde oder Eintragungen (zeitweilig) hervorzuheben oder zusammenzustellen.


    Viele Grüße - NV

  • Hallo zusammen,


    ich würde bei dem Thema gerne nochmal einsteigen. Wir arbeiten in unserem Haus ebenfalls mit Orbis und haben auf die elektronische Pflegedoku umgestellt (Es ist ja erst 2018). Nun soll die Patientenkurve zeitnah folgen. Wir sind Begehungs-Haus des MDK und haben nun aktuell, dass Problem Papierakte und elektronische Doku zusammenzubringen (Es ist nicht wirklich schön). Ich bin auf der Suche nach jemanden der schon die komplette "digitale" Akte in Orbis benutzt und die Begehungen quasi am PC mit den Gutachter durchführt. Gibt es dazu eine extra MDK-Ansicht? Ist die Problematik mit den Notizen für Begehungen schon aufgegriffen worden? Es wäre schön wenn Sie jemand bei mir melden könnte, gerne auch für ein Telefonat falls einfacher.


    Mit besten Grüßen


    MedCo-Smutje

  • Guten Morgen,


    haben Sie das Modul "MDKM"?

    Darin wird die gesamte Arbeit mit dem MDK dokumentiert, die zu versendenden Dokumente ausgewählt usw.


    Leider bekommen wir das erst im Oktober / November, so den alles klappt.

    stellv. Leitung Medizincontrolling
    Fachwirt Gesundheits- und Sozialwesen (IHK)
    MDA

  • Hallo Papiertiger,


    vielleicht handelt es sich bei dem "MDKM", das Sie bekommen, um ein neues Modell oder eine erweiterte Fassung.


    In unserem "MDKM" kann man keine Dokumente zum Versand auswählen. Durchaus möglich, dass wir eine Funktionserweiterung nicht mitbekommen haben. Die diesbezüglichen Informationen von AGFA sind im Grunde nicht brauchbar.


    Sofern Sie in Ihrem MDKM tatsächlich Dokumente zum Versand auswählen können, melden Sie sich bitte.


    Vielleicht haben andere User da auch andere Erfahrungen?


    Viele Grüße


    Pseudo