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Erfahrener Manager neu im Vorstand des Uniklinikums Würzburg

Erfahrener Manager neu im Vorstand des Uniklinikums Würzburg (Pressemitteilung).

Seit Beginn dieses Jahres ist Prof. Dr. Jens Maschmann der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg. Der Pädiater beschäftigt sich seit knapp zwei Jahrzehnten in verantwortlichen Positionen mit dem Management und...

Seit Beginn dieses Jahres ist Prof. Dr. Jens Maschmann der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg. Der Pädiater beschäftigt sich seit knapp zwei Jahrzehnten in verantwortlichen Positionen mit dem Management und der Weiterentwicklung großer Krankenhäuser – zuletzt als Medizinischer Vorstand am Uniklinikum
Jena. Seit Beginn dieses Jahres ist Prof. Dr. Jens Maschmann der Ärztliche Direktor
des Uniklinikums Würzburg. Der Pädiater beschäftigt sich seit knapp zwei
Jahrzehnten in verantwortlichen Positionen mit dem Management und der
Weiterentwicklung großer Krankenhäuser – zuletzt als Medizinischer Vorstand am
Uniklinikum Jena.Der Start als Ärztlicher Direktor des Uniklinikums Würzburg
(UKW) Anfang Januar dieses Jahres war für Prof. Dr. Jens Maschmann eine
räumliche Rückkehr zum Beginn seiner Medizinkarriere: 1988 leistete der in Bad
Urach aufgewachsene Schwabe (Jahrgang 1969) einen Teil seines
Bundeswehrdienstes an der Sanitätsschule der Luftwaffe am damaligen Standort
Klingholz, nur 18 km südlich von Würzburg. Es schloss sich von 1989 bis 1996
das Humanmedizin-Studium an der Universität Tübingen an, bereichert durch einen
zwischengeschalteten, einjährigen Erasmus-Studienaufenthalt in
Bordeaux/Frankreich.

Ehemaliger Kinderarzt am Uniklinikum Würzburg

Klinische Erfahrungen sammelte Jens Maschmann anschließend als Arzt im
Praktikum und Assistenzarzt an der Universitäts-Kinderklinik Tübingen unter
Leitung von Prof. Dr. Christian Speer. Als dieser im Jahr 1999 zum Direktor der
Würzburger Universitäts-Kinderklinik berufen wurde, folgte ihm der damals
30-Jährige in die mainfränkische Metropole. Hier legte er im Jahr 2002 die
Facharztprüfung für Pädiatrie ab.

„Parallel zur kinderärztlichen Arbeit habe ich mich in das damals aufkommende
leistungsgerechte Fallpauschalensystem, auch bekannt als DRG-System,
eingearbeitet. Hinzu kamen diverse Digitalisierungsaufgaben an der
Kinderklinik“, berichtet Maschmann. Aufgaben, die ihm nicht schwerfielen, denn
nach eigenen Worten interessierte ihn die Optimierung von Abläufen im
ärztlichen Alltag schon vorher. Für noch mehr Detail-Know-how in diesem
Themenfeld absolvierte er im Jahr 2002 die Zusatzausbildung „Medizinische
Informatik“. „Insgesamt wurde damals mein Interesse geweckt, zu verstehen, wie
der ‚Organismus Klinikum‘ funktioniert und wie er sich gestalten lässt“, sagt
der Ärztliche Direktor heute rückblickend.

Wechsel zu Strategischer Planung und Qualitätsmanagement

Mit diesem Interesse und den dazu bereits erworbenen „handwerklichen“
Kenntnissen qualifizierte er sich für eine im Jahr 2002 ausgeschriebene Stelle
als Leiter der Stabsstelle Strategische Planung am Evangelischen Krankenhaus in
Bielefeld, die er bis 2006 ausfüllte. „Anfangs war ich innerlich noch hin- und
hergerissen zwischen einer Laufbahn als Kinderarzt und einer
managementorientierten Verwaltungskarriere“, bekennt der empathische Mediziner.
Für den letztlich gewählten zweiten Weg sammelte er in den folgenden Jahren
weiteres Wissen: mit der Zusatzbezeichnung „Ärztliches Qualitätsmanagement“ in
2004 und der Ausbildung zum KTQ-Visitor in 2006. KTQ ist die Abkürzung zu
„Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen“. Dahinter steht
eines der führenden Zertifizierungsverfahren für Krankenhäuser in Deutschland,
Österreich und der Schweiz. Auch das UKW ist seit 2013 KTQ-zertifiziert. „Ich
halte die im Qualitätsmanagement gepflegten Prinzipien der kontinuierlichen
Verbesserung und der Risikominimierung gerade in Krankenhäusern für fundamental
wichtig“, unterstreicht Prof. Maschmann. Um hier die Entwicklung mit
voranzutreiben, engagiert er sich seit dem Jahr 2005 in verschiedenen
Positionen in der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der
Gesundheitsversorgung (GQMG). Seit dem Jahr 2017 ist er deren Vorsitzender.

Während seiner Zeit in Bielefeld schuf das Uniklinikum Tübingen eine Stelle,
die Jens Maschmann zurück an den Neckar und in die Universitätsmedizin zog: Im
Jahr 2006 wurde er Geschäftsführer des dortigen „Zentralbereichs Medizin:
Struktur-, Prozess-, Qualitätsmanagement“. Auch hier erweiterte er sein
fachliches Rüstzeug, unter anderem durch ein berufsbegleitendes Studium zum
Master of Business Administration an der SRH-Fernhochschule Riedlingen zwischen
2007 und 2009.

In Jena Bau-Erfahrungen gesammelt

Im Jahr 2014 lockte ihn die ausgeschriebene Stelle als Medizinischer Vorstand
ans Uniklinikum Jena (UKJ). „Besonders herausfordernd und dadurch attraktiv war
hierbei die seinerzeit laufende Zusammenführung der Patientenversorgung am
Klinikstandort in Jena-Lobeda. Eine Maßnahme, die mit einem der bundesweit
größten Bauvorhaben im Krankenhausbereich verbunden war“, erläutert Maschmann.
Neben seinen Managementaufgaben am UKJ nutzte er die letzten Jahre, um seine
wissenschaftliche Entwicklung abzurunden: In 2015 habilitierte er an der Uni
Tübingen in der Kinder- und Jugendmedizin und wurde dort im vergangenen Jahr
Außerplanmäßiger Professor für dieses Fach.

Geplante Erweiterung des UKW als einer der „Pull-Faktoren“

Jena war seine letzte Karrierestation vor dem Wechsel ans UKW. Was waren die
Beweggründe für diesen weiteren Neustart? „Zum einen bin ich Würzburg und der
Region aus meiner Zeit an der Universitäts-Kinderklinik nach wie vor sehr
verbunden. Zum anderen habe ich aus der Ferne die sehr erfolgreiche Entwicklung
der Würzburger Universitätsmedizin in den letzten Jahren interessiert
mitverfolgt“, erläutert Maschmann. Ein wichtiger „Pull-Faktor“ war für ihn das
Erweiterungsgelände Nord des UKW. Auf dem im Jahr 2019 erworbenen, zehn Hektar
großen Areal will sich das Uniklinikum in den kommenden Jahren und Jahrzehnten
baulich und strukturell weiterentwickeln. Unter anderem sollen dort ein neues
Zentrum Frauen-Mutter-Kind und eine neue Kopfklinik entstehen. „Nachdem ich in
Jena die Endphase eines solch großen Bauvorhabens begleiten konnte, freue ich
mich jetzt darauf, ganz am Anfang einer so entscheidenden Entwicklung dabei
sein zu können“, betont der Direktor. Bis auf dem Erweiterungsgelände Nord die
Bagger rollen, sind eine Reihe von großen Baumaßnahmen im Bestand des UKW
erfolgreich abzuwickeln – auch dies ist laut Maschmann mit fordernden
Führungsaufgaben verbunden.

Masterplan für die Standortentwicklung erarbeiten

Auf seiner Agenda steht ferner die Ausarbeitung eines Masterplans für die
sonstige Entwicklung des Standorts. Wichtige Punkte dabei sind beispielsweise
das Zusammenspiel des UKW mit außeruniversitären Einrichtungen oder die weitere
Ausgestaltung von wegweisenden Strukturen wie dem NCT WERA. Die Abkürzung steht
für das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen, das von einem Verbund der
Universitäten und Universitätsklinika in Würzburg, Erlangen, Regensburg und
Augsburg getragen wird. Die Federführung des vom Bundesforschungsministerium
geförderten Netzwerks hat die Würzburger Universitätsmedizin mit dem
Comprehensive Cancer Center Mainfranken.

„Was die tägliche Arbeitswelt am UKW angeht, freue ich mich als Teil des
Vorstands darauf, mit allen Berufsgruppen ein Vorgehen zu definieren, das
einerseits eine weiterhin bestmögliche Patientenversorgung gewährleistet und
anderseits die Voraussetzungen schafft, dass die Arbeit am Klinikum auch Spaß
macht“, kündigt der Ärztliche Direktor an.

Non-Covid-Patienten im Blick behalten

Ein aktueller Prüfstein dabei ist natürlich das Management der Corona-Pandemie.
„Hier muss unser Ziel sein, auch in Zukunft einen ‚atmenden‘ Klinikbetrieb zu
ermöglichen: In Phasen mit höherem Aufkommen an Covid-19-Patienten müssen wir
für diese den erforderlichen Platz schaffen; werden es weniger, können wir
wieder zurückfahren. Und dies unter der Maßgabe, dass auch für die
Non-Covid-Patienten immer ausreichend Kapazitäten vorhanden sind“, erläutert
Maschmann. Als höchst hilfreich in diesem Prozess empfindet er die am UKW dazu
innerhalb des letzten Jahres geschaffenen Strukturen, wie die
Krankenhauseinsatzleitung (KEL).

Einer der jüngsten Ärztlichen Direktoren Deutschlands

Mit bei Dienstantritt am UKW 51 Jahren zählt Jens Maschmann zu den jüngsten
Ärztlichen Direktoren der deutschen Universitätsklinika. Auch die Besetzung mit
einem externen Experten ist bislang eher selten – traditionsgemäß übernehmen
klinikumsintern langjährig bewährte Klinikdirektoren diese wichtige
Führungsaufgabe. „Umso mehr freue ich mich über die Innovationsbereitschaft des
Aufsichtsrates des UKW und das in mich gesetzte Vertrauen“, unterstreicht der
neue Ärztliche Direktor.

Quelle: Pressemitteilung, 09.02.2021

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erschienen am Dienstag, 09.02.2021