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Krankenhauscontrolling: Fit für die Anforderungen in der Pflege?

Krankenhauscontrolling: Fit für die Anforderungen in der Pflege? Die neue Krankenhauscontrolling-Studie zeigt Schwachstellen auf - Foliensatz der Präsentation (Pressemitteilung, PDF, 1,9 MB).

Krankenhauscontrolling: Fit für die Anforderungen in der Pflege? Die neue Krankenhauscontrolling-Studie zeigt Schwachstellen auf Münster/Berlin, 27. August 2019 – Der Deutsche Verein für Krankenhauscon-trolling (DVKC e.V.), der Lehrstuhl für Controlling...

Krankenhauscontrolling: Fit für die Anforderungen in der Pflege? Die neue Krankenhauscontrolling-Studie zeigt Schwachstellen auf

Münster/Berlin, 27. August 2019 – Der Deutsche Verein für
Krankenhauscon-trolling (DVKC e.V.), der Lehrstuhl für Controlling der
Bergischen Universität Wuppertal sowie die Wirtschaftsprüfungs- und
Beratungsgesellschaft Cura-con* haben am Dienstag in Berlin die aktuellen
Ergebnisse ihrer gemeinsa-men Studie zum Controlling in deutschen
Krankenhäusern und Psychiatrien vorgestellt.

Fehlende Steuerungsinstrumente im Bereich Pflege zur Erfüllung der gesetzlichen
Anforderungen
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wurde in der diesjährigen Studie
be-sonderes Augenmerk auf die Steuerungsansätze für das Personal in der Pflege
gelegt. Hier zeigt sich, dass fast 50% der Krankenhäuser unabhängig von der
Größe der Einrichtungen bislang über keine geeigneten Steuerungs-instrumente
bzw. kein spezialisiertes Reporting für den Einsatz von Pflege-kräften verfügt.
Eine zentrale Stelle, die das Controlling im pflegerischen Be-reich koordiniert
und verantwortet, gibt es bislang erst in 38% der Häuser.
Kein einheitliches Bild zeigt sich bei der Analyse, in welchem Bereich das
Pflegcontrolling angesiedelt ist bzw. zukünftig angesiedelt werden soll:
Häu-ser, die eine solche Stelle schon etabliert haben, tendieren zu einer
Ansied-lung im Personalbereich. Krankenhäuser, die gerade in der Umsetzung
sind, neigen hingegen zu einer Zuordnung zum pflegerischen Bereich. Das
kauf-männische Controlling spielt hingegen kaum einer Rolle bei den
Überlegun-gen. Angesichts der hohen Bedeutung der Personaluntergrenzen für die
Steuerung eines Krankenhauses als Ganzes erscheint eine Rückkopplung mit dem
kaufmännischen Controlling aber geboten.

Sachkostencontrolling: Nur knapp 50% der Kliniken lassen die Sachkosten in die
Budgetplanung einfließen

Da Sachkosten in den deutschen Krankenhäusern mehr als ein Drittel der
Gesamtkosten ausmachen, bietet das Sachkostencontrolling erhebliche
Möglichkeiten, zum Erfolg des Krankenhauses beizutragen. Durchaus über-raschend
ist, dass nur knapp die Hälfte der Krankenhäuser die Sachkosten in die
Budgetplanung einfließen lässt. Bei der Analyse zeigt sich, dass der
medizinische Bedarf aufgrund seiner hohen Bedeutung für die
Krankenhaus-leistung eine besondere Beachtung findet. Sowohl die
Betrachtungsebene (häufig auf Artikel- statt auf Kostenstellenebene) als auch
der damit verbun-dene Planungs- und Kontrollprozess sind hier detaillierter als
bei anderen Sachkostenarten. Ferner hat sich gezeigt, dass nur 25 bis 30% der
Kranken-häuser im Bereich der Sachkosten die Möglichkeit eines externen
Bench-marks nutzen.
Personalausstattung im Controlling: Zuwächse bei den Kodierfach- kräften und im
MDK-Management
Fragen zur Personalausstattung im Controlling gehören zum regelmäßigen
Repertoire der Krankenhauscontrolling-Studie. Die Ergebnisse sind im Ver-gleich
zum Vorjahr in der Höhe der Controllerquoten vergleichbar. Auffällig sind
allerdings Zuwächse bei den Kodierfachkräften und im MDK-Manage-ment. Beim
Kaufmännischen Controlling und Leistungscontrolling hingegen berichten 2/3 der
Krankenhäuser keine wesentlichen Veränderungen.

Zur Studie

Die Krankenhaus-Controlling-Studie zum aktuellen Stand und zu
Entwick-lungstendenzen des Controllings im deutschen Krankenhaussektor wird
seit dem Jahr 2011 durch den DVKC, die Universität Wuppertal und
zeb.HealthCare, die Einheit für das Gesundheitswesen der Managementbe-ratung
zeb, erhoben. zeb.HealthCare wurde zum 1. Juli 2019 von Curacon übernommen. Die
Studie zählt zu den umfangreichsten Untersuchungen ih-rer Art und ist in Bezug
auf Umfang, Struktur und Aufbau der Datenreihe ein-zigartig. Die von den
verantwortlichen Forschern Prof. Dr. Nils Crasselt, Dr. Christian Heitmann und
Prof. Dr. Björn Maier verfolgten Untersuchungsziele sind sowohl für Praktiker
in den Krankenhäusern und Psychiatrien als auch für Wissenschaftler und
Strategen in der Gesundheitswirtschaft von hohem Interesse.
Die Studie kann kostenlos unter studien@curacon.de bestellt werden. Bei Fragen
und Anregungen zur Studie wenden Sie sich bitte an Niels Wantia
(niels.wantia@curacon.de).

Zu den Autoren der Studie
Prof. Dr. Nils Crasselt
Nils Crasselt, Jahrgang 1973, studierte Betriebswirtschaftslehre an der
West-fälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach dem Abschluss zum
Diplom-Kaufmann war er von 1997 bis 2008 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Lehrstuhl für Internationale Unternehmensrechnung (Prof. Dr. Bernhard Pel-lens)
der Ruhr-Universität Bochum tätig. 2002 promovierte er mit einer Arbeit zum
Thema „Wertorientierte Managemententlohnung, Unternehmensrech-nung und
Investitionssteuerung“. Sein kumulatives, aus sieben Einzelschrif-ten
bestehendes Habilitationsprojekt schloss er 2008 ab. Seit dem Winterse-mester
2008/09 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Controlling an der Schum-peter School
of Business and Economics der Bergischen Universität Wup-pertal. Zu den
Schwerpunkten seiner aktuellen Forschungsaktivitäten zählt u. a. das
Controlling im Krankenhaussektor.

Dr. Christian Heitmann
Christian Heitmann, Jahrgang 1971, studierte Wirtschaftsinformatik an der
Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach dem Abschluss zum
Dip-lom-Wirtschaftsinformatiker war er von 1998 bis 2002 als wissenschaftlicher
Mitarbeiter am Institut für Revisionswesen (Prof. Dr. Dr. h. c. Jörg Baetge)
der Universität Münster tätig. 2001 promovierte er im Rahmen eines
DFG-Forschungsprojekts. 2002 begann er seine Tätigkeit bei der
Managementbe-ratung zeb. Seit 2009 leitete er den Bereich Health Care und
verantwortete als Partner die gesamten Aktivitäten des zeb in dieser Branche.
Schwer-punktthemen bilden hierbei die Entwicklung und Umsetzung von Fusionen,
Sanierung von Krankenhäusern sowie Optimierung der Prozesse, Entwick-lung und
Umsetzung von Digitalstrategien, Finanzierungsstrukturierung gro-ßer
Investitionsvorhaben sowie Konzeption und Umsetzung moderner An-sätze zur
Krankenhaus(konzern)steuerung inkl. Berichtswesen und Control-ling. 2019
übernahm er die Leitung der Unternehmensberatung der Curacon GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Prof. Dr. Björn Maier
Björn Maier, Jahrgang 1973, studierte Betriebswirtschaftslehre an der
Uni-versität Mannheim, im Besonderen öffentliche BWL und
Krankenhausma-nagement. Nach dem Abschluss zum Diplom-Kaufmann war er von 1999
bis 2001 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Allgemeine BWL, vor
allem Operations Research, an der Universität zu Köln (Prof. Dr. Dr. Günter
Beuermann) tätig und promovierte 2001 in einem DFG-Sonderforschungsbe-reich.
Von 2004 bis 2008 begleitete er im Rahmen einer Forschungsstelle an der
Justus-Liebig-Universität Gießen das Benchmarking der gesetzlichen
Unfallversicherungsträger (DGUV). Seit 2008 ist er Studiendekan an der Du-alen
Hochschule Baden-Württemberg Mannheim im Bereich Gesundheits-wirtschaft. Er ist
Vorstandsvorsitzender des Deutschen Vereins für Kranken-haus-Controlling e. V.
(DVKC).

Quelle: Pressemitteilung, 28.08.2019

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erschienen am Mittwoch, 28.08.2019
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