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Neuer Standort für das Ortenau Klinikum in Offenburg gefunden und bestätigt

Neuer Standort für das Ortenau Klinikum in Offenburg gefunden und bestätigt (Pressemitteilung).

Standort „Nordwestlich Holderstock“ wird den Kriterien am besten gerecht Der im Rahmen der Strukturoptimierungen „Agenda 2030“ beschlossene Neubau des Ortenau Klinikums in Offenburg soll am Standort „Nordwestlich Holderstock“ entstehen. Der...

Standort „Nordwestlich Holderstock“ wird den Kriterien am besten gerecht Der im Rahmen der Strukturoptimierungen „Agenda 2030“ beschlossene Neubau des Ortenau Klinikums in Offenburg soll am Standort „Nordwestlich Holderstock“ entstehen. Der Kreistag des
Ortenaukreises hat heute mit großer Mehrheit einen entsprechenden Vorschlag der Stadt Offenburg angenommen. Das Gremium folgte damit der Bewertung der potenziellen Standorte durch die Fachbehörden von Kreis- und Stadtverwaltung und sieht den Standort
„Nordwestlich Holderstock“ als den am besten geeigneten Standort an. Zugleich stimmte der Kreistag mit großer Mehrheit für einen ergänzenden Antrag der CDU-Fraktion im Beschlussverschlag, wonach eine langfristige Weiterführung des Ortenau Klinikums am
Standort Offenburg Ebertplatz im Rahmen der Agenda 2030 abgelehnt wird.

„Ich freue mich über das deutliche Votum des Kreistags. Nach der Stadt
Offenburg hat sich nun auch der Ortenaukreis eindeutig für den Standort
"Nordwestlich Holderstock" ausgesprochen. Er hat sich nach der intensiven
Prüfung der letzten Monate als der beste Standort erwiesen, an dem wir die
qualitativ hochwertige medizinische Versorgung für die Menschen in Offenburg
und der Ortenau sichern und weiterentwickeln können. Unsere Agenda 2030 hat
damit einen weiteren wichtigen Meilenstein genommen“, betonte Landrat Frank
Scherer.

Statements der Fraktionen

Wolfgang Brucker, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, sagt: „Die
CDU-Fraktion sieht mit sehr großer Mehrheit im Standort „Holderstock“ einen
sehr guten Standort im Klinikverbund für den Neubau des Offenburger Hauses. Mit
dieser Entscheidung wird einer der großen Bausteine in der Umsetzung der Agenda
2030 positiv auf den Weg gebracht. Dies ist für den weiteren Prozess eine
wichtige Botschaft. Ein gutes Signal für die Menschen im Kreis, ein gutes
Signal für unser Personal. Die Stadtverwaltung mit OB Steffens und die
Kreisverwaltung federführend mit Herrn Loritz haben intensiv geprüft, wofür wir
danken. Im Ergebnis und dem intensiven Weg dorthin sehen wir auch überhaupt
keinen Grund, die Diskussion über die Agenda 2030 wieder aufzumachen.“

„Die Freien Wähler priorisierten „Nördlich Windschläg“ als den
strategisch-günstigsten Standort, womit für die Raumschaften Kehl und Renchtal
eine gute Lösung hätte gefunden werden können. Vor Einsicht in die
umfangreichen Prüfungsunterlagen der Stadt Offenburg gab es bei uns auch
Stimmen für den Standort „Nördlich Rammersweier“ („Hiwin“), mittlerweile hat
sich die Variante „Holderstock“ als die beste, wenn auch nicht optimale,
herauskristallisiert. Wir werden diesen Vorschlag bis auf wenig andere
Meinungen mittragen und wir müssen nun Gas geben, um die geplante Zeitschiene
einhalten zu können, um die erforderlichen Zuschüsse realisieren zu können“,
bekräftigt Jürgen Nowak, Kreisvorsitzender der Freien Wähler

Martina Bregler, Sprecherin im Ausschuss für Gesundheit und Kliniken, erklärt
für die SPD-Fraktion: „Wir freuen uns über die Tatsache, dass mitten im
Ortenaukreis ein neues großes leistungs- und zukunftsfähiges Klinikum gebaut
werden kann und rechnen fest mit der angemessenen finanziellen Unterstützung
durch Bund und Land. Wir glauben, damit ein auch zukünftig attraktiver
Arbeitgeber für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotz zunehmenden
Fachkräftemangels sein zu können. Der Standort Holderstock hat zahlreiche
Vorteile, die es auszubauen und zu nutzen gilt.“

„Unbequeme Wahrheiten wischt man nicht vom Tisch, indem man sie mit bequemen
Unwahrheiten kontert“, sagt Alfred Baum, Fraktionsvorsitzender der Grünen im
Kreistag. „Gute Entscheidungen haben einen Preis. Wir werden in Offenburg und
Umgebung keinen Standort finden, der uns, der Natur und der Bevölkerung nichts
abverlangen wird. Die Grüne Fraktion ist sich dessen bewusst und wir werden,
gemeinsam mit den anderen Fraktionen, der Stadt und dem Kreis, nach den besten
Lösungen bei der Umsetzung des heutigen Beschlusses für den Standort
Holderstock suchen. Unterm Strich, und davon bin ich fest überzeugt, wird ein
für alle gewinnbringendes Ergebnis erzielt werden“, so Baum.

Fraktionsvorsitzender Carsten Erhardt (FDP) macht deutlich: „Es ist wichtig,
dass ein Standort gefunden wurde, welcher genug Potential für die nächsten 100
Jahre bietet. Insbesondere die Erreichbarkeit aus dem gesamten Landkreis spielt
eine herausragende Rolle. Die Stadt Offenburg muss jetzt noch ein
zukunftsfähiges Verkehrskonzept erstellen und umsetzen.“

Intensive Vorprüfung

Der Entscheidung des Kreisgremiums ging eine intensive Prüfung von zunächst
vier von der Stadt Offenburg vorgeschlagenen Standorten für einen Klinikneubau
mit rund 850 bis 900 Betten und einer Gesamtfläche von rund 20 Hektar voraus.
Im Laufe der Standortdiskussion prüfte die Stadt Offenburg auf Anregung der
Bürgerschaft vier mögliche Standorte. Im Juli 2018 hatte der Kreistag in einer
Vorauswahl eine weitere, gleichwertige Prüfung der grundsätzlichen Machbarkeit
der beiden Standorte „Nördlich Windschläg“ und „Nordwestlich Holderstock“
beschlossen.

Die beiden Standortalternativen wurden von der Kreis- und Stadtverwaltung in
den vergangenen Monaten auf der Basis gemeinsam definierter Kriterien geprüft
und bewertet. Die Matrix beinhaltet sowohl standortbezogene wie
klinikverbundsbezogene Kriterien. Die standortbezogenen Kriterien erfassen
Themen wie Siedlungsstruktur, Städtebau, Erschließung, Ökologie, Immissionen /
Emissionen, Verfügbarkeit sowie Gelände- und Bodenverhältnisse. Die
klinikverbundsbezogenen Kriterien berücksichtigen die Themenfelder Lage im
Klinikverbund / Versorgungsraum und Erreichbarkeit -Individuell als auch mit
Bussen und Bahnen. Die Kreisverwaltung hat die klinikverbundsbezogenen
Kriterien mit 60 Prozent höher bewertet, als die standortbezogenen Kriterien
mit 40 Prozent, da den dort abgebildeten Kriterien eine entscheidende fachliche
wie klinikpolitische Bedeutung zukommt.

Die Ergebnisse der Bewertungsmatrix dienten als Entscheidungsgrundlage für die
Befassung des Kreistags und des Gemeinderats und wurden zeitgleich der
Öffentlichkeit und den Gremienmitgliedern zur Verfügung gestellt. Die Dateien
und weitere Informationen sind auf den Internetseiten des Ortenau Klinikums
(www.agenda2030-ortenau-klinikum.de/aktuelles) und der Stadt Offenburg
(www.gesundheit-braucht-verantwortung.de) abrufbar.

Zusammenfassend stellten die Fachbehörden des Landratsamts fest, dass zwar
durch eine Verschiebung des Standorts „Nördlich Windschläg“ um 200 Meter nach
Westen - unter Inkaufnahme der schlechteren Verfügbarkeit städtischer
Grundstücke und des Entstehens einer Restfläche in der Siedlungsstruktur – u.a.
die immissionsschutzrechtlichen Hindernisse überwindbar wären, jedoch auch hier
der ursprünglich als Vorteil dieses Standorts gesehene Bahnhalt im Ergebnis
nicht machbar sei. Der Standort „Nordwestlich Holderstock“ habe diesen Vorteil
ebenfalls nicht, sei aber im Übrigen gut geeignet.

Quelle: Pressemitteilung, 08.05.2019

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erschienen am Mittwoch, 08.05.2019
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