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Deutliche Verringerung der Säuglingssterblichkeit seit 1991 myDRG Stellenmarkt Gesundheitswesen

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Deutliche Verringerung der Säuglingssterblichkeit seit 1991

Deutliche Verringerung der Säuglingssterblichkeit seit 1991 (Statistikamt Sachsen-Anhalt).

In den Jahren 2017 bis 2019 verstarben in Sachsen-​Anhalt insgesamt 158 Säuglinge in ihrem 1. Lebensjahr. Gemessen an den 51 865 Lebendgeborenen in diesen 3 Jahren lag die Säuglingssterblichkeit damit...

In den Jahren 2017 bis 2019 verstarben in Sachsen-​Anhalt insgesamt 158 Säuglinge in ihrem 1. Lebensjahr. Gemessen an den 51 865 Lebendgeborenen in diesen 3 Jahren lag die Säuglingssterblichkeit damit im Schnitt bei 3,0 gestorbenen Säuglingen je 1 000 Lebendgeborenen. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-​Anhalt anlässlich des Weltgedenktages für verstorbene Kinder am 13.
Dezember mitteilt, lag die Säuglingssterblichkeit damit weit unter dem Niveau
von 1991 mit 9,1 gestorbenen Säuglingen je 1 000 Lebendgeborenen.

Die Säuglingssterblichkeit war von 2017 bis 2019 unter Jungen mit 3,6
gestorbenen Säuglingen je 1 000 Lebendgeborenen höher als unter Mädchen (2,5).
Dieser geschlechtsspezifische Unterschied findet sich weltweit und wird auf
biologische Gründe zurückgeführt.1 Die Säuglingssterblichkeit unter den Jungen
ging seit 1991 (10,6 gestorbene Säuglinge je 1 000 Lebendgeborene) stärker
zurück als bei den Mädchen (1991: 7,5 pro 1 000 Lebendgeborenen).

Die Verringerung der Säuglingssterblichkeit wird u. a. durch gestiegene Bildung
unter Frauen erklärt, was wiederum zu gesünderem Verhalten in der
Schwangerschaft (weniger Tabak-​ und Alkoholkonsum) und zu erhöhter Vorsicht in
der postneonatalen Phase (bspw. in Bezug auf den plötzlichen Kindstod) führt.2

Auch in Sachsen-​Anhalt war das Bildungsniveau der Frauen in den vergangenen
Jahren laut Ergebnissen des Mikrozensus gestiegen. Es nahm der Anteil der
Frauen im Alter von mindestens 15 Jahren mit abgeschlossenem Berufsabschluss
seit 2010 von 79 % auf 81 % in 2019 zu; unter ihnen stieg der Anteil der Frauen
mit abgeschlossenem Hochschulabschluss von 11 % auf 14 %.

Zudem rauchten 2017 - zum Zeitpunkt der letzten Erhebung des Zusatzprogramms
Gesundheit im Mikrozensus - mit 30 % weniger der 15 bis unter 40-​jährigen
Sachsen-​Anhalterinnen als noch in der vorangegangenen Befragung 2013 (36 %).

Der Mikrozensus ist eine jährliche 1%ige Stichprobenerhebung der
Privathaushalte.

In Sachsen-​Anhalt sind von 2017 bis 2019 insgesamt 284 Kinder und Jugendliche
im Alter von unter 18 Jahren verstorben; dabei kamen auf 2 verstorbene Mädchen
3 verstorbene Jungen. Durchschnittlich verstarben 95 Kinder und Jugendliche pro
Jahr im genannten Zeitraum. Dieser Wert lag deutlich unter der Anzahl von 400
im Jahr 1991.

1 Waldron, Ingrid. Sex differences in infant and early childhood mortality:
Major causes of death and possible biological causes. In: Too young to die:
Genes or gender? New York 1998, Seite 64 ff.

2 Zur Nieden, Felix. Säuglingssterblichkeit in Deutschland nach 1990. In:
WISTA, 02/2020, Seite 61ff.

Quelle: Statistikamt Sachsen-Anhalt, 11.12.2020

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erschienen am Freitag, 11.12.2020
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