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Plattform für KI-unterstützte Anwendungen in der bildbasierten medizinischen Diagnostik startet myDRG Stellenmarkt Gesundheitswesen

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Plattform für KI-unterstützte Anwendungen in der bildbasierten medizinischen Diagnostik startet

Plattform für KI-unterstützte Anwendungen in der bildbasierten medizinischen Diagnostik startet (Charité).

Das Projekt EMPAIA unter Leitung der Charite – Universitätsmedizin Berlin hat sich im Innovationswettbewerb Künstliche Intelligenz (KI) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgesetzt. Jetzt geht es in die...

Das Projekt EMPAIA unter Leitung der Charite – Universitätsmedizin Berlin hat sich im Innovationswettbewerb Künstliche Intelligenz (KI) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgesetzt. Jetzt geht es in die Umsetzung. Ziel des Vorhabens ist es, eine Plattform für KI-unterstützte Anwendungen in der bildbasierten medizinischen Diagnostik
aufzubauen. Das Konsortium wird über drei Jahre mit insgesamt 11,4 Millionen
Euro gefördert, davon gehen rund 4,6 Millionen Euro an die Charité.

Um Patientinnen und Patienten noch individueller behandeln zu können, wird bei
vielen Erkrankungen – insbesondere bei Krebs – eine immer aufwändigere
Diagnostik durchgeführt. Vor allem die Auswertung von Bilddaten, wie
MRT-Aufnahmen oder Gewebeschnitten, ist zeitintensiv und komplex. Methoden der
Künstlichen Intelligenz können dabei helfen, die Bilder schneller auf relevante
Informationen hin zu analysieren – beispielsweise auf das Vorliegen von
Metastasen. „Die Künstliche Intelligenz hat großes Potenzial, in den kommenden
Jahren alle Bereiche der bildbasierten medizinischen Diagnostik zu
revolutionieren“, sagt Prof. Dr. Peter Hufnagl vom Institut für Pathologie der
Charité. Der Koordinator des EMPAIA-Konsortiums („Ecosystem for Pathology
Diagnostics with AI Assistance“) erklärt: „Dieses Potenzial lässt sich derzeit
jedoch kaum nutzen, weil die Infrastruktur fehlt, es keine Standards gibt und
die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht geklärt sind.“

Zusammen mit dem DAI-Labor der Technischen Universität Berlin, dem
Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS, der Vitasystems GmbH und der
Qualitätssicherungs-Initiative Pathologie QuIP GmbH möchte Prof. Hufnagl
deshalb eine Plattform aufbauen, die Ärztinnen und Ärzten einen leichten Zugang
zu zertifizierten und validierten KI-basierten Apps ermöglicht. Die Nutzer
sollen beispielsweise vergleichen können, wie verschiedene Programme ein
bestimmtes Problem lösen. Gleichzeitig sollen Entwickler von KI-basierten
Algorithmen für die Validierung ihrer Software auf Bilddaten zugreifen können.
Um die Zertifizierung von Algorithmen für den Einsatz in der Diagnostik zu
beschleunigen, wird die Plattform außerdem Entwickler, Referenzinstitute und
Zertifizierer zusammenbringen. „Die Spielregeln auf diesem Marktplatz werden
sich natürlich nach den geltenden Gesetzen zu Datenschutz und der Zulassung von
Medizinprodukten richten“, betont Prof. Hufnagl. „Durch Schaffung dieses
Marktplatzes unter klaren rechtlichen Bedingungen möchten wir dazu beitragen,
dass Medizinerinnen und Mediziner zugelassene KI-unterstützte Programme in
Zukunft routinemäßig für die bildbasierte Diagnostik einsetzen können.“ Das
Konsortium plant, die Plattform zunächst auf die Analyse von Gewebeschnitten
auszurichten, bevor radiologische Bilddaten in den Fokus genommen werden.

Das EMPAIA-Konsortium stellt sich in einem Kick-off-Meeting am Freitag, den 25.
September von 10 bis 17 Uhr vor. Medienvertreter sind eingeladen, an der
digitalen Veranstaltung teilzunehmen. Sie werden gebeten, sich unter
empaia(at)charite.de anzumelden.

Über den Innovationswettbewerb Künstliche Intelligenz
Ziel des Innovationswettbewerbs „Künstliche Intelligenz als Treiber für
volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme" des BMWi ist es, herausragende
Ansätze für die Anwendung von KI in wichtigen Sektoren der deutschen Wirtschaft
zu fördern. Von mehr als 130 eingereichten Ideen aus den Bereichen Mobilität,
Gesundheitswirtschaft, Industrie, Smart Living, Landwirtschaft, Handel und
Bauen wurden 16 großvolumige Plattformprojekte für die Umsetzung ausgewählt.
Die Gewinner des Wettbewerbs wurden im September 2019 ausgezeichnet.

Quelle: Charité, 17.09.2020

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erschienen am Donnerstag, 17.09.2020
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