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Aussagen des SPD-Experten in der Tagesschau inakzeptabel

Aussagen des SPD-Experten in der Tagesschau inakzeptabel (Deutsche Krankenhausgesellschaft).

Die deutschen Krankenhäuser verwahren sich gegen die vom SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach vorgebrachten Vorwürfe gegen private Kliniken. Die Aussage, dass private Krankenhäuser möglichweise Corona-Patienten abweisen würden, um lukrativere Patienten zu halten,...

Die deutschen Krankenhäuser verwahren sich gegen die vom SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach vorgebrachten Vorwürfe gegen private Kliniken. Die Aussage, dass private Krankenhäuser möglichweise Corona-Patienten abweisen würden, um lukrativere Patienten zu halten, entbehrt jeglicher Grundlage und ist völlig unverantwortlich. Alle Krankenhäuser, alle
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Kliniken haben die Versorgung der
Menschen insbesondere in Notzeiten im Fokus ihres Handelns. Und
selbstverständlich werden Krankenhäuser, egal welcher Trägerschaft, planbare
Leistungen zurückfahren, wenn es zur Versorgung von Corona-Patienten notwendig
ist“, so der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Dr. Gerald
Gaß.

In dieser Krisensituation nun mit populistischen Vorwürfen die Stimmung
anzuheizen ist unverantwortlich. „Wir erwarten, dass Karl Lauterbach in einer
solchen Situation den Krankenhäusern und ihren Mitarbeitern den Rücken stärkt.
Es wäre zudem besser, wenn sich ein Gesundheitsexperte mit den wirklichen
Problemen auseinandersetzte, statt die Bevölkerung zu verunsichern“, so Gaß.
Wenn es die Lage erfordert werden viele Kliniken geplante Behandlungen und
Operationen verschieben müssen, um schwer erkrankte Corona-Patienten zu
behandeln. „Finanzielle Überlegungen dürfen und werden dabei keine Rolle
spielen. Wir vertrauen dabei darauf, dass der Bundesgesundheitsminister alle
erforderlichen Entscheidungen treffen wird, dass es durch die derzeitige Lage
nicht zu finanziellen Problemen und Insolvenzen von Krankenhäusern kommen wird
“, erklärte der DKG-Präsident.

Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft, 09.03.2020

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erschienen am Montag, 09.03.2020
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