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Rund 784.500 Stellen im Gesundheitswesen Baden-Württembergs im Jahr 2019

Rund 784.500 Stellen im Gesundheitswesen Baden-Württembergs im Jahr 2019 / Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Beschäftigung um 1,9 % (Statistikamt Baden-W4rttemberg).

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg waren zum Jahresende 2019 rund 784 500 Beschäftigungsverhältnisse im baden-württembergischen Gesundheitswesen zu verzeichnen. Wie die Arbeitsgruppe »Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder« (AG GGRdL) nach aktuellen...

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg waren zum Jahresende 2019 rund 784 500 Beschäftigungsverhältnisse im baden-württembergischen Gesundheitswesen zu verzeichnen. Wie die Arbeitsgruppe »Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder« (AG GGRdL) nach aktuellen Berechnungen
weiter mitteilt, erhöhte sich 2019 die Zahl der Arbeitsplätze im Gesundheitswesen hierzulande um rund 14 400 bzw. 1,9 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Zuwachsrate lag dabei über dem Bundesdurchschnitt (+1,7 %). Im
Ländervergleich betrug die Spannweite der Veränderungsraten der
Beschäftigungsverhältnisse zwischen +2,8 % in Sachsen und jeweils +1,2 % im
Saarland und in Thüringen.

In den stationären und teilstationären Einrichtungen insgesamt fiel der
Beschäftigungszuwachs mit rund 5 700 zusätzlichen Arbeitsstellen in
Baden-Württemberg im Vergleich zum Jahr 2018 absolut betrachtet am größten aus
(+2,1 %). 2019 waren insgesamt 271 800 Beschäftigungsverhältnisse den
stationären und teilstationären Einrichtungen zuzuordnen. Darunter entfielen
allein auf die Krankenhäuser rund 156 800 Arbeitsplätze. Die Anzahl der
Beschäftigungsverhältnisse in den Krankenhäusern stieg verglichen mit 2018 um
rund 4 500 (+3,0 %) an. In der stationären und teilstationären Pflege belief
sich das Plus gegenüber dem Vorjahr auf über 1 000 Arbeitsplätze (+1,1 %).

In den ambulanten Einrichtungen Baden-Württembergs existierten 2019 rund 297
600 Beschäftigungsverhältnisse, rund 4 400 (+1,5 %) mehr als 2018. Darunter
entstanden über 1 600 zusätzliche Stellen (+4,4 %) allein im Bereich der
ambulanten Pflege. Somit zählte diese Einrichtungsart 2019 rund 37 900
Beschäftigungsverhältnisse.

Drei von vier Beschäftigungsverhältnissen im baden-württembergischen
Gesundheitswesen wurden 2019 von Frauen ausgeübt (74,5 %). Besonders hoch fiel
der Anteil des weiblichen Gesundheitspersonals in der ambulanten (88,6 %) sowie
der stationären und teilstationären Pflege (83,9 %) aus. Im Rettungsdienst
waren 2019 dagegen lediglich rund ein Drittel der Stellen von Frauen besetzt.

Das in Vollzeitstellen umgerechnete Gesundheitspersonal aller Einrichtungen lag
2019 bei 563 600 sogenannten Vollzeitäquivalenten, was einem Anteil von 71,8 %
an der Gesamtbeschäftigung des Gesundheitswesens im Südwesten entsprach. In
Apotheken wurde hierzulande der niedrigste Anteil der Vollzeitäquivalente an
der Beschäftigtenzahl mit rund 60 % verzeichnet. In den baden-württembergischen
Vorleistungseinrichtungen des Gesundheitswesens (darunter u. a. die
medizintechnische und augenoptische Industrie) war die Vollzeitbeschäftigung
mit einem Anteil von gut 86 % dagegen relativ stark ausgeprägt.

Weitere, auch nach Einrichtungsarten differenzierte und miteinander
vergleichbare Länderergebnisse zum Gesundheitspersonal für die Jahre 2008 bis
2019, finden Sie im Statistikportal.

Schaubild 1: Frauenanteil und Anteil der Vollzeitäquivalente am
Gesundheitspersonal in Baden-Württemberg 2019 in den jeweiligen Einrichtungen
Schaubild 1: Frauenanteil und Anteil der Vollzeitäquivalente am
Gesundheitspersonal in Baden-Württemberg 2019 in den jeweiligen Einrichtungen
Tabelle 1
Gesundheitspersonal in Baden-Württemberg 2019 nach Art der Einrichtung
Art der Einrichtung 2019 Veränderung 2019 gegenüber 2018
Beschäftigungs­verhält­nisse insgesamt Von Frauen ausgeübte
Beschäftigungs­verhält­nisse Vollzeit­äqui­valente1)
Beschäftigungs­verhält­nisse insgesamt Von Frauen ausgeübte
Beschäftigungs­verhält­nisse Vollzeit­äqui­valente
1.000 %
1) Vollzeitäquivalente geben die Anzahl der auf die volle tarifliche
Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigtungsverhältnisse an. Ein
Vollzeitäquivalent entspricht dabei einem Vollzeitbeschäftigten.

Berechnungsstand: Juni 2021.

Datenquelle: Gesundheitspersonalrechnung der Länder.

© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 2021

Insgesamt 784,5 584,5 563,6 +1,9 +1,7 +1,6
Gesundheitsschutz 2,3 1,8 1,8 +3,1 +4,3 +0,5
Ambulante Einrichtungen 297,6 243,7 192,2 +1,5 +1,6 +1,4
davon
Arztpraxen 94,4 77,5 61,5 +0,9 +1,0 +0,7
Zahnarztpraxen 49,7 41,3 33,9 +0,8 +0,8 +0,7
Praxen sonstiger medizinischer Berufe 68,9 55,6 42,7 +1,6
+1,9 +1,6
Apotheken 30,3 25,1 18,3 +0,4 +0,3 −0,5
im Einzelhandel 16,5 10,7 12,5 +2,1 +3,9 +1,8
Ambulante Pflege 37,9 33,6 23,3 +4,4 +4,0 +5,7
Stationäre und teilstationäre Einrichtungen 271,8 213,6 200,0
+2,1 +1,9 +1,5
davon
Krankenhäuser 156,8 118,5 117,0 +3,0 +3,0 +1,5
Vorsorge-/ Rehabilitationseinrichtungen 21,2 16,3 15,1 +0,6
+1,3 −1,3
Stationäre/ teilstationäre Pflege 93,9 78,7 67,9 +1,1 +0,4
+2,2
Rettungsdienst 10,6 3,7 8,3 +8,7 +14,7 +8,5
in der Verwaltung 24,5 16,7 20,6 +0,7 +0,4 +0,2
Sonstige Einrichtungen 57,1 43,6 37,0 +2,0 +1,0 +1,6
Vorleistungseinrichtungen 120,6 61,4 103,8 +1,7 +1,5 +2,1
Tabelle 2
Frauen­anteil und Anteil der Vollzeit­äquivalente1) am Gesund­heits­personal in
Baden-Württemberg 2019 in den jeweiligen Einrich­tungen
Einrichtungen Anteil Frauen in den
jeweiligen Einrichtungen Anteil Vollzeit­äqui­valente
in den jeweiligen Einrichtungen
%
1) Vollzeitäquivalente geben die Anzahl der auf die volle tarifliche
Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten an. Ein Vollzeitäquivalent entspricht
dabei einem Vollzeitbeschäftigten.

Berechnungsstand: Juni 2021.

Datenquelle: Gesundheitspersonalrechnung der Länder.

Quelle: Statistikamt Baden-W4rttemberg, 29.10.2021

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erschienen am Freitag, 29.10.2021