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VdPB bringt Studie zum regionalen Pflegepersonalbedarf in Bayern auf den Weg

VdPB bringt Studie zum regionalen Pflegepersonalbedarf in Bayern auf den Weg - Deutsches Institut für Pflegeforschung (dip) und AGP Sozialforschung Freiburg mit Monitoring des Pflegepersonalbedarfs in Bayern beauftragt / Ergebnisse der ersten Studie schon 2021 / Regelmäßiges Monitoring geplant (Pressemitteilung).

Während der aktuellen COVID-19-Pandemie zeigt sich noch deutlicher als zuvor, dass gesicherte Daten zu Bedarf und Verfügbarkeit von Pflegepersonal für eine krisenfeste Planung der Gesundheitsversorgung unerlässlich sind. Bis heute werden...

Während der aktuellen COVID-19-Pandemie zeigt sich noch deutlicher als zuvor, dass gesicherte Daten zu Bedarf und Verfügbarkeit von Pflegepersonal für eine krisenfeste Planung der Gesundheitsversorgung unerlässlich sind. Bis heute werden sie zwar an zahlreichen unterschiedlichen Stellen erhoben, allerdings
nicht zentral erfasst und schon gar nicht regional differenziert ausgewertet.
Die empirische Ermittlung solcher Daten gehört zu den gesetzlich festgelegten
Aufgaben der Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB). Nach intensiver
Vorbereitung konnte jetzt in einem ordentlichen Vergabeverfahren das Deutsche
Institut für Pflegeforschung (dip) unter der Leitung von Prof. Dr. Michael
Isfort in Zusammenarbeit mit der AGP Sozialforschung Freiburg für eine breit
angelegte Monitoring-Studie in Bayern gewonnen werden.

In welchem Landkreis, in welcher Region Bayerns werden wie viele Pflegekräfte
in Kliniken, in der Langzeitpflege, in der häuslichen Versorgung benötigt? Wie
ist der aktuelle Stand, wie die Prognose? Wie ist die aktuelle
Stellenbesetzung? Wie viele Pflegefachpersonen stehen zur Verfügung? Welche
Entwicklung zeichnet sich anhand der demografischen Daten der Berufsgruppe in
einzelnen Regionen ab? Nicht zuletzt die Abrufe der Freiwilligen-Daten durch
die Landkreise aus dem von der VdPB installierten Pflegepool Bayern belegen,
wie unterschiedlich die Bedarfe und die zur Verfügung stehenden pflegerischen
Ressourcen in den einzelnen Regionen des Freistaats sind. Zugleich ist mit dem
Ausruf des Katastrophenfalls für Bayern die Sicherheit der pflegerischen
Versorgung auf eine harte Probe gestellt worden. Umso bedeutender ist nach
Ansicht der VdPB die jetzt angestoßene Studie: Am Tag der Pflegenden startete
das dip in allen Pflegesettings das Projekt, das das Institut AGP
Sozialforschung um unterschiedliche regionale Nachfragemuster für die
Langzeitpflege ergänzen wird. VdPB-Präsident Georg Sigl-Lehner freut sich, zwei
so renommierte Institute mit dem Pflegemonitoring beauftragen zu können: „Die
Studie wird wichtige Erkenntnisse liefern und uns für unsere Arbeit auch
endlich relevante Antworten auf Fragen bieten, die sich schon lange und vor
allem mit hoher Dringlichkeit stellen.“

Prof. Dr. Michael Isfort, geschäftsführender Vorstand des dip, sieht darüber
hinaus großes Potenzial für die Studie: „Das Pflegemonitoring in Bayern könnte
beispielgebend für Deutschland sein. Eine sektorenübergreifende und
regionalisierte Pflegekräftebedarfsermittlungen – das ist Neuland.“ Die ersten
Ergebnisse sollen bereits 2021 auf Regionalkonferenzen in Bayern vorgestellt
werden. Die VdPB plant, das Pflegemonitoring als regelmäßige jährliche Studie
zu etablieren.

Die VdPB

Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) ist eine Körperschaft des
öffentlichen Rechts und ein unabhängiges Sprachrohr von und für professionelle
Pflegekräfte in Bayern. Die VdPB wurde 2017 auf Grundlage des vom Bayerischen
Landtag verabschiedeten Pflegendenvereinigungsgesetz gegründet und hat unter
anderem die Aufgabe, die Qualität der Pflege weiterzuentwickeln – sowohl im
Interesse der Berufsgruppe als auch für die Versorgungssicherheit für die
Menschen in Bayern. Dazu wirkt die VdPB an Gesetzgebungsverfahren mit und
vertritt die Pflegenden in Gremien wie beispielsweise dem
Landespflegeausschuss. Zudem berät sie ihre Mitglieder kostenlos in
berufsrechtlichen, berufsethischen und fachlichen Fragen und engagiert sich für
die Fort- und Weiterbildung der beruflich Pflegenden. Die VdPB ist außerdem die
für die Registrierung der Praxisanleitungen in der Pflege und die Erfassung der
Fortbildungsnachweise für Praxisanleitungen zuständige Behörde. Die
Mitgliedschaft in der VdPB ist für professionell Pflegende freiwillig und
kostenlos. Präsident der VdPB ist Georg Sigl-Lehner.

Quelle: Pressemitteilung, 19.05.2020

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erschienen am Dienstag, 19.05.2020
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