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Rückgang der Sterbefälle in Thüringen im Februar nach deutlich erhöhter Sterblichkeit zum Jahresanfang 2021

Rückgang der Sterbefälle in Thüringen im Februar nach deutlich erhöhter Sterblichkeit zum Jahresanfang 2021 (Statistikamt Thüringen).

72,1 Prozent mehr Sterbefälle bei den über 80-Jährigen im Januar 2021. Nachdem bereits im Dezember 2020 in Thüringen mit mehr als 3 600 Sterbefällen eine deutlich erhöhte Sterblichkeit beobachtet werden...

72,1 Prozent mehr Sterbefälle bei den über 80-Jährigen im Januar 2021. Nachdem bereits im Dezember 2020 in Thüringen mit mehr als 3 600 Sterbefällen eine deutlich erhöhte Sterblichkeit beobachtet werden konnte, setzte sich die Entwicklung im Januar 2021 fort. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik
mitteilt, starben in Thüringen nach einer vorläufigen Auswertung von Rohdaten im ersten Monat des Jahres insgesamt 3 938 Personen. Im Vergleich zum Durchschnitt des Monats Januar der Jahre 2017 bis 2020 entspricht dies einer Steigerung um 1 204 Personen
bzw. 44,0 Prozent. Diese Entwicklung setzte sich im Februar 2021 nicht fort.

Die Zahl der Sterbefälle
ging deutlich zurück und summierte sich im zweiten Monat des Jahres auf 2 803
Personen, was im Vergleich zum Februar der Vorjahre einer Steigerung um 188
Personen bzw. 7,2 Prozent darstellt. Die Übersterblichkeit des Januars 2021
ging vor allem auf Personen aus der Altersgruppe ab 80 Jahren zurück. In
dieser Altersgruppe gab es mit 2 661 Sterbefällen 1 115 Fälle mehr als im
Vergleich zu den Vorjahren. Dies entspricht einer Steigerung von 72,1 Prozent.
Bei den 65- bis unter 80-Jährigen starben im Vergleich 102 Personen
(+12,7 Prozent) mehr. Bei den unter 65-Jährigen ging die Zahl der Gestorbenen
um 14 Personen leicht zurück (-3,6 Prozent).

Im Februar war bei den über 80-Jährigen noch eine leicht erhöhte Sterblichkeit
im Vergleich zu den Vorjahreszeiträumen zu verzeichnen. Im zweiten Monat des Jahres starben in
dieser Altersgruppe 1 745 Personen. Dies entspricht einer Steigerung um 254 Personen bzw. 17,0
Prozent. Bei den 65- bis unter 80-Jährigen starben im Vergleich 85 Personen weniger (-10,8 Prozent) und
bei den unter 65-Jährigen ging die Zahl der Gestorbenen um 18 Personen leicht
nach oben (+5,3 Prozent).

Bitte beachten:
Von Übersterblichkeit bzw. einer erhöhten Sterblichkeit wird dann gesprochen,
wenn die Sterbefallzahlen eines bestimmten Zeitpunktes oder Zeitraumes im
Vergleich zu der Sterblichkeit eines Basis-Zeitraumes erhöht sind. Aus diesem
Basis-Zeitraum wird die Basismortalität ermittelt. Die Basismortalität gibt
an, welche Sterbefallzahlen für einen bestimmten Zeitraum zu erwarten gewesen
wären, wenn man die Sterbefälle aus den Vorjahren als Grundlage der Betrachtung nimmt.
Für diese Pressemitteilung wurde die Basismortalität aus den Sterbefällen der
Jahre 2016 bis 2019 für die Monate des
Jahres 2020 gebildet und für die Monate des Jahres 2021 wurde die
Basismortalität aus den Sterbefällen der Jahre 2017 bis 2020 gebildet.
Begrifflichkeiten wie Übersterblichkeit finden in der Regel nur
dann Anwendung, wenn es sich um eine Krisen- oder Pandemiesituation handelt.

Quelle: Statistikamt Thüringen, 19.03.2021

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erschienen am Freitag, 19.03.2021