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Positionspapier Schlaganfallnachsorge der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft

Positionspapier Schlaganfallnachsorge der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft / Teil 1: Nachsorge nach einem Schlaganfall: Status quo der Versorgungsrealität und Versorgungsdefizite in Deutschland (Springer).

Die Akutversorgung des Schlaganfalls in Deutschland hat ein sehr hohes Niveau, dargestellt durch die Stroke-Units. Die Erkrankung Schlaganfall hat eine Akutphase, gefolgt von einer chronischen Phase mit einem hohen und...

Die Akutversorgung des Schlaganfalls in Deutschland hat ein sehr hohes Niveau, dargestellt durch die Stroke-Units. Die Erkrankung Schlaganfall hat eine Akutphase, gefolgt von einer chronischen Phase mit einem hohen und qualifizierten multi- und interprofessionellen Versorgungsbedarf. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) hat 2020 eine
Nachsorgekommission gegründet, mit dem Ziel der Darstellung der aktuellen Versorgungssituation und zur Erarbeitung von Vorschlägen für eine Verbesserung der Versorgung nach der
Akutphase. In dieser Arbeit wird der Status quo ermittelt und Defizite benannt.
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In Deutschland existiert kein anerkanntes strukturiertes Nachsorgekonzept für
Patienten nach einem Schlaganfall. Die bestehende hausarztbasierte Versorgung
ohne eine zukünftig stärkere und abgestimmte Integration der Neurologen
erschwert eine leitlinien- und qualitätsgesteuerte Nachsorge.
Aufgabenverteilungen sowie notwendige Ausbildungsstandards für ihre
leitliniengerechte Erfüllung durch die Fachgruppen liegen nicht vor. Zu selten
werden neben den medizinischen Domänen die physischen, sozialen und emotionalen
Domänen durch ein multiprofessionelles Versorgungsteam beachtet. Zu diskutieren
ist eine Weiterentwicklung eines regionalen Care-Management-Konzeptes.
Evaluiert werden müssen die Ergebnisse und die Kosten eines Nachsorgekonzeptes
vor einer breiten Anwendung.
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Quelle: Springer, 03.01.2022

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erschienen am Montag, 03.01.2022