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Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz fordert Revision der Krankenhausfinanzierung

Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz fordert Revision der Krankenhausfinanzierung (Pressemitteilung).

Die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz (KGRP) begrüßt ausdrücklich die Initiativen von Ministerin Bätzing-Lichtenthäler, die Krankenhäuser durch Anträge im Bundesrat, insbesondere zu einer sachgerechten Finanzausstattung, zu unterstützen. Dies zeigt, dass die Politik erkannt...

Die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz (KGRP) begrüßt ausdrücklich die Initiativen von Ministerin Bätzing-Lichtenthäler, die Krankenhäuser durch Anträge im Bundesrat, insbesondere zu einer sachgerechten Finanzausstattung, zu unterstützen. Dies zeigt, dass die Politik erkannt hat, dass sich die wirtschaftlich
prekäre Situation der Krankenhäuser aufgrund der völlig unzureichenden
Finanzierung in den letzten Jahren nun immer weiter zuspitzt. Die jahrelange
Unterfinanzierung führte in den vergangenen Monaten zu Insolvenzen verschiedener
Krankenhausträger und wird auch deutlich an der Anzahl an Krankenhäusern, die
aufgrund eines wirtschaftlichen Defizits einen Sicherstellungszuschlag in Anspruch
nehmen müssen.

Die KGRP fordert eine Revision der Krankenhausfinanzierung, die alle
Krankenhäuser in die Lage versetzt, ihrer eigentlichen Aufgabe, der Behandlung von
Patientinnen und Patienten, nachkommen zu können. „Dazu ist besonders für die
rheinland-pfälzischen Krankenhäuser wichtig, dass die Betriebskosten gedeckt
werden. Aufgrund der Absenkung des Landesbasisfallwertes werden den
Krankenhäusern per Gesetz bis dato bereits 100 Mio. Euro entzogen“, erklärt Bernd
Decker, Vorstandsvorsitzender der KGRP.
Auch das neu auf Bundesebene verabschiedete MDK-Reformgesetz wird den
Krankenhäusern wirtschaftliches Arbeiten zusätzlich erschweren. „Die durch das
Gesetz eingebrachten Strafzahlungen sind ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten
in den Kliniken und setzen einen falschen Anreiz für die Krankenkassen, die
Krankenhäuser noch stärker mit Prüfungen zu überziehen. Dies führt nicht nur zu
noch mehr bürokratischem Aufwand in den Krankenhäusern, sondern gefährdet auch
deren wirtschaftliche Existenz“, so der Präsident der Deutschen
Krankenhausgesellschaft und Mitglied des Vorstandes der KGRP, Dr. Gerald Gaß.
Seite 2 der Pressemitteilung der KGRP vom 14.11.2019
Diese Einschätzung wird auch von Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler
geteilt, die sich auf Bundesebene für verbesserte Bedingungen für Krankenhäuser
einsetzt. „Erforderlich ist jedoch zusätzlich, dass auf Landesebene neben der
Verbesserung der Finanzausstattung der Krankenhäuser auch eine erhebliche
Aufstockung des Investitionsfördervolumens zeitnah erfolgt“ mahnt Decker.
Die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. (KGRP) ist der Dachverband der
Krankenhausträger in Rheinland-Pfalz und vertritt die Interessen von 100 Krankenhäusern mit rund
26.000 Betten. Über 1.000.000 Patientinnen und Patienten werden jährlich in den rheinlandpfälzischen Krankenhäusern umfassend stationär behandelt. Hinzu kommen jährlich mehr als 80.000
ambulante Operationen. Die Kliniken sind zugleich einer der bedeutendsten Arbeitgeber in RheinlandPfalz mit rund 48.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Nähere Informationen zu den Aufgaben der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz unter
www.kgrp.de.
ViSdP: Friedrich W. Mohr, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V

Quelle: Pressemitteilung, 14.11.2019

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erschienen am Freitag, 15.11.2019
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