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Volkswirtschaftliche Bedeutung der Krankenhaeuser in Brandenburg

Die wirtschaftliche Bedeutung der Krankenhäuser in Brandenburg - Studie zeigt erhebliche Effekte auf andere Branchen und den Arbeitsmarkt (Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg, PDF, 2,2 MB).

Daseinszweck eines Krankenhauses ist es, ihre Patienten bestmöglich zu behandeln und zu pflegen. Diesen Zweck können sie aber nur erfüllen, wenn sie qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen und über die notwendige Technik,...

Daseinszweck eines Krankenhauses ist es, ihre
Patienten bestmöglich zu behandeln und zu pflegen. Diesen Zweck können sie aber
nur erfüllen, wenn sie qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen und über die notwendige
Technik, über Sachmittel und bauliche Strukturen verfügen, die das ermöglichen.
Damit aber werden sie auch zu wichtigen Wirtschaftsbetrieben. Geht es um
Gesundheit und Krankheit, blenden wir hä
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Blick auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes insgesamt zeige, so Dr. Troppens, dass
in den Krankenhäusern im Vergleich zu allen anderen Branchen in den Jahren 1991
bis 2016 die Zahl der Arbeitnehmer immer stabil geblieben, ja sogar leicht um
1,5 Prozent angestiegen sei. Dagegen sank insgesamt die Zahl der Beschäftigten in
diesem Zeitraum um 14 Prozent von 1,1 Millionen auf 970.000.
Krankenhäuser sind aber nicht nur selbst große Arbeitgeber. Sie schaffen durch ihre
Nachfrage nach Sach- und Dienstleistungen auch viele Arbeitsplätze in anderen
Branchen. Jeder zweite Euro, den sie für Sachaufwendungen ausgeben, bleibt im
Land und stärkt vor allem die regionale Wirtschaft. Davon profitiert vor allem das
verarbeitende Gewerbe – im Jahr 2016 immerhin in Höhe von 451 Millionen Euro –
was dort wiederum einen Beschäftigungseffekt von 841 Mitarbeitern auslöst. Und das
ist nur ein Beispiel von vielen.
Durch die direkte Anstellung eines Arbeitnehmers im Krankenhaus entstehen
0,26 weitere Arbeitsplätze in der Gesamtwirtschaft in Brandenburg. Dies bedeutet,
dass bereits bei vier zusätzlich in den Kliniken angestellten Fachkräften ein neuer
Arbeitsplatz in der Gesamtwirtschaft benötigt wird bzw. entsteht.
Dr. Troppens: „Zu den 28.520 direkt in den Krankenhäusern Beschäftigten kommen
über diese indirekten Beschäftigungseffekte der Kliniken und ihrer Mitarbeiter weitere
7.532 Arbeitnehmer in anderen Branchen. Insgesamt sind das 36.052 Arbeitsplätze
im Land Brandenburg, die so gesichert werden – das sollte sich jeder einmal bewusst
machen!“
Ohne Krankenhäuser keine Pflegeausbildung. Ohne Krankenhäuser auch keine
ärztliche Aus- und Weiterbildung. „Hier leisten die Kliniken Erhebliches“, verweist der
LKB-Vorsitzende auf die mehr als 2.800 jungen Menschen, die allein 2016 in
gesundheitsspezifischen Berufen, vor allem in der Gesundheits- und Krankenpflege,
ausgebildet wurden. Mehr als 2.000 Ärzte haben in 2016 in den Kliniken ihre
Weiterbildung absolviert.
Die hohen fachlichen Anforderungen an die Mitarbeiter in Medizin und Pflege, im
IT-Bereich, in der Verwaltung – und nicht nur dort, führen auch zu überdurchschnittlichen Löhnen und Gehältern. Das wirkt sich nicht nur auf die Höhe der
Sozialbeiträge und Steuern aus, die sie zu zahlen haben. Es hat auch Auswirkungen
auf den individuellen Konsum. Davon profitiert nachweislich vor allem die regionale
Wirtschaft – Handel und Dienstleistungsfirmen. Der einkommensinduzierte Effekt, der
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durch die Ausgaben der Krankenhausmitarbeiter hervorgerufen wird, summiert sich
auf eine Höhe von 338 Millionen Euro im Land Brandenburg.
„Diese beeindruckenden Wirtschaftsleistungen können aber nicht darüber
hinwegtäuschen, dass wir in den Krankenhäusern inzwischen auf sehr dünnem Eis
gehen. Ohne ausreichende Investitionen verschleißt und veraltet Medizintechnik,
werden notwendige Sanierungen und Neubauten auf die lange Bank geschoben,
kommt es zu Substanzverzehr. Auch mit jeder zusätzlichen medizinischen Leistung
steigt der Investitionsbedarf. Das wird über kurz oder lang auch die Wirtschaftsleistung der Krankenhäuser mindern, wenn unsere Landesregierung hier nicht
umsteuert. Sie ist für die Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser verantwortlich,
kommt dieser gesetzlichen Verpflichtung aber seit Jahren nicht im notwendigen
Maße nach“, so Dr. Troppens.
Und auch hier gibt es konkrete Zahlen: Die investiven Fördermittel sind durch das
Land seit 1991 um nominal fast 61 Prozent zurückgefahren worden. Rechnet
man die Preissteigerungen zwischen 1991 und 2016 mit ein, sind es sogar gut
75 Prozent. Dagegen stieg die Zahl der Krankenhausfälle um 54 Prozent. Der
Investitionsbedarf betrug 2016 rund 182 Millionen Euro im Jahr. Vom Land kamen
lediglich rund 82 Millionen Euro.
Jahrelang haben die Krankenhäuser versucht, diese Lücke zu füllen. Das werde aber
unter den aktuellen Bedingungen immer schwieriger, meinen die Krankenhausträger.
Sie erinnern daran, dass die Investitionen in Krankenhäuser auch eine
Wirtschaftsförderung für viele andere Unternehmen in Brandenburg darstellen.
Immerhin wurden von den 170 Millionen Euro, die Brandenburgs Krankenhäuser
2016 aus Fördermitteln und Eigenmitteln investiert haben, 43 Prozent in
Brandenburg ausgegeben. Darüber hinaus gaben die Kliniken 52 Prozent ihrer Mittel
für Sachaufwendungen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro in Brandenburg aus.
„Will das Land Brandenburg seine Krankenhauskapazitäten erhalten und
zukunftsfähig gestalten, muss es den tatsächlichen Investitionsbedarf
berücksichtigen und die Fördermittel anpassen.“
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Hintergrund
Die wesentliche Datengrundlage für die Studie bilden Auswertungen des
statistischen Bundesamtes und des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. Die
Daten (Referenzjahr 2016) wurden zusätzlich um Daten aus einer Befragung der
Krankenhäuser ergänzt. Die Messung mit den zentralen wirtschaftlichen Kennzahlen
erfolgte über direkte, indirekte und einkommensinduzierte Effekte.
Die Studie ist auf der Homepage der LKB im Download-Bereich unter Service &
Aufgaben abrufbar: https://lkb-online.de/downloads/
Kontakt
Die Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg e. V. (LKB) ist der Zusammenschluss der Träger von
Krankenhäusern und ihrer Verbände im Land Brandenburg. Als Mitglieder gehören dem Verein die Träger
und ihre Verbände im Land Brandenburg an. Diese repräsentieren 52 Krankenhäuser mit rund 16.000
aufgestellten Betten. Die Mitgliedschaft ist freiwillig. In den Brandenburger Krankenhäusern werden jährlich
über eine halbe Million Patienten behandelt. Hierfür wird ein breites therapeutisches Leistungsspektrum in den
verschiedensten Behandlungsformen – stationär, teilstationär und ambulant – angeboten. Mit 23.000
Beschäftigten stellen sie darüber hinaus einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Region dar.
Ansprechpartner:
Dr. Jens-Uwe Schreck
Geschäftsführer
Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg e. V.
Zeppelinstraße 48
14471 Potsdam
Telefon: 0172 3020907
E-Mail: Schreck@LKB-Online.de

Quelle: Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg, 30.11.2018

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erschienen am Samstag, 01.12.2018
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