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DIMDI erneut WHO-Kooperationszentrum für internationale Klassifikationen

DIMDI erneut WHO-Kooperationszentrum für internationale Klassifikationen (DIMDI).

Die Weltgesundheitsorganisation hat das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information als WHO-Kooperationszentrum für das System Internationaler Klassifikationen bestätigt. Die Ernennung für weitere vier Jahre bis Mai 2024 unterstreicht die...

Die Weltgesundheitsorganisation hat das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information als WHO-Kooperationszentrum für das System Internationaler Klassifikationen bestätigt. Die Ernennung für weitere vier Jahre bis Mai 2024 unterstreicht die langjährige Kompetenz des Instituts auf diesem Gebiet.
"Die Wertschätzung der WHO für die erfolgreiche Arbeit des DIMDI auf dem Gebiet
der Klassifikationen erfüllt mich mit Stolz. Ich freue mich darauf, diese
Expertise künftig unter dem Dach des BfArM als Teil unserer
Digitalisierungsstrategie weiter ausbauen zu können", kommentierte Prof. Karl
Broich, kommissarischer Leiter des DIMDI und Präsident des Bundesinstituts für
Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die erneute Ernennung. Mit der
Eingliederung des DIMDI ins BfArM zum 26. Mai 2020 wird auch das
WHO-Kooperationszentrum im dann gemeinsamen BfArM fortgeführt werden. Erstmals
wurde das DIMDI bereits 2003 zum WHO Collaborating Centre for the Family of
International Classifications ernannt. Damit wurde sein langjähriger Einsatz
für die internationale Klassifikationsarbeit auch institutionell gewürdigt.

"Klassifikationen und Terminologien sind die Basis für einen standardisierten
Datenaustausch. Für die Digitalisierung im Gesundheitswesen bauen wir auf
internationale Lösungen und freuen uns deshalb, die Kooperation mit der WHO
fortführen zu können", so Dr. Stefanie Weber, Leiterin des
WHO-Kooperationszentrums.

Zum System der internationalen Klassifikationen zählen die Internationale
Klassifikation der Krankheiten (ICD), die Internationale Klassifikation der
Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) und von diesen abgeleitete
Spezialausgaben wie die ICD-O zur Verschlüsselung von Tumor-erkrankungen.

DIMDI aktiv bei Weiterentwicklung
Neben der Übersetzung und alljährlichen Revision arbeitet das DIMDI u.a. an der
Weiterentwicklung der Klassifikationen, an der Entwicklung von Methoden für
ihren Einsatz und untersucht Beziehungen zu anderen Terminologien und
Nomenklaturen.

So ist ein Grund für die Bestätigung als Kooperationszentrum sicher die aktive
Beteiligung des DIMDI in den vergangenen vier Jahren an der Fertigstellung der
ICD-11. Federführend betreute das Institut beispielsweise die Task Force zur
ICD-11, brachte aber auch nationale Kompetenz in die Entwicklung einer
internationalen Prozedurenklassifikation (ICHI) ein. Diese Themen werden auch
den Schwerpunkt der Arbeiten der kommenden vier Jahre darstellen, denn die ICHI
steht kurz vor der Verabschiedung und die ICD-11 soll laut WHO ab 2022
schrittweise zur Anwendung kommen. Die Arbeiten zur Übersetzung laufen bereits,
auch erste Tests zum Einsatz sind durchgeführt. Dennoch wird der Umstieg auf
die ICD-11 noch einige Jahre in Anspruch nehmen und somit sicher im Mittelpunkt
der WHO-Kooperation der kommenden vier Jahre stehen.

Klassifikationen, Terminologien, Standards
ICD-11
WHO Classification Network
ICD-11-Seite der WHO

Quelle: DIMDI, 22.05.2020

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erschienen am Samstag, 23.05.2020
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